Vom Abnehmen und Schönheitsidealen

Abnehmen hat viel mit gängigen Schönheitsidealen zu tun. Häufig jammern mir Leute die Ohren damit voll, das sie zu dick sind – obwohl sie eigentlich Normalgewicht haben. In unseren Breiten werden Schönheitsideale und Traummaße von den Medien propagiert. Dürre Magerwahn-Models klappern über Laufstege, und retuschierte Fotos in Magazinen gaukeln uns Traumkörper vor, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

Schönheitsideale sind unterschiedlich

In so manchen z.B. afrikanischen Ländern sind dünne Frauen nicht sehr begehrt. Dort steht man auf mollig, weil es ein Zeichen von Wohlstand ist und zeigt, dass sich die Familie genug zu essen leisten kann. Mancherorts werden junge Frauen im heiratsfähigen Alter regelrecht gemästet, um die Männer für sich zu interessieren. Nicht dass ich das befürworte, aber es soll zeigen, dass Schönheitsideale sehr unterschiedlich sein können und sich von Land zu Land, Volk zu Volk und oft auch von Mensch zu Mensch unterscheiden. Abnehmen nur damit man irgendeinem Schönheitsideal entspricht, ist nicht der richtige Beweggrund. Ein solches Vorhaben wird auch selten von Erfolg gekrönt sein, denn kaum jemand wird es jemals schaffen, so auszusehen wie die Models in den Zeitschriften und auf Werbeplakaten. Mit nachbearbeiteten Fotos kann man einfach nicht konkurrieren!

Schönheitsideale beim Abnehmen ändern sich im Lauf der Zeit

Auch in unseren Breiten war dünn nicht immer gefragt. Man denke nur an Rubens und die Rubensfigur. Pralle Rundungen waren das Schönheitsideal der damaligen Zeit. Sehr schlanke oder gar dünne Frauenkörper liegen eigentlich erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit im Trend, wenn man die historische Entwicklung betrachtet. Und wer weiß, wie die Schönheitsideale in 10, 20 oder 50 Jahren aussehen werden. Beim Abnehmen sollte man sich nicht nach den Schönheitsidealen aus den Medien richten, sondern nach dem eigenen Geschmack. Gesundheit und Wohlbefinden sind die wichtigsten Argumente im Kampf gegen überflüssige Kilos.

Enigma

About Enigma

Ich bin Enigma, weiblich, Baujahr 1977, Mutter von 2 Jungs.

Seit meiner Kindheit kämpfe ich mit meinem Gewicht. Ich war immer schon pummelig, im Turnunterricht eine Niete und von klein auf gehänselt. Meine ersten Diäterfahrungen machte ich im Alter von ca. 12 oder 13 Jahren, seither hab ich eine Bilderbuch-Diätenkarierre hingelegt mit allem, was dazugehört. Unzählige Diäten, und auf jede davon folge der Jojo-Effekt wie das Amen im Gebet.

Im Sommer 2010 habe ich bei einem Gewicht von 152,3 Kilo die Reißleine gezogen, meine Lebensweise komplett umgestellt und seit diesem Zeitpunkt endlich wirklich Gewicht verloren. Im Lauf von 9 Monaten habe ich 40 Kilo abgenommen, danach ging es langsamer vonstatten und das Jahr 2012 bescherte mir aufgrund privater Probleme leider wieder ein paar Kilos mehr, aber ich bin weiter am Kämpfen und möchte meinen Traum verwirklichen, unter 80 Kilo zu kommen.

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