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Übermut

Gestern war ich so glücklich über das positive Ergebnis, dass mich der Übermut packte, und der tut ja bekanntlich selten gut. 2,2 kg in 2 Wochen, und prompt war ich wieder in der Rechnerei. Wenn ich so weitermache, wenn ich mein Sportpensum erhöhe, dann kann ich bis dann und dann das und das wiegen. Hier zeigte sich dann aber das sich die Krisen der Vergangenheit gelohnt haben. Eher ich nun völlig durchdrehte und wieder die alten Fehler machte, wie, zuviel Druck aufbauen, schnell abnehmen wollen, keine Ruhetage zwischen dem Sport gönnen, schrie da etwas in mir innen drin: STOP!!!! Soweit warst du schon mal und das hat dir 4 kg mehr Gewicht gebracht letztendlich, weil es im Frust geendet ist. Ich habe mich dann erst einmal hingesetzt und tief durchgeatmet und mir ins Bewusstsein gerufen was ich eigentlich erreichen will. Das war klar: Dauerhaft Gewicht verlieren und in 2 Jahren ein Gewicht von ca. 80 kg haben. Das bedeutet es sind noch undgefähr 45 kg die ich loswerden will. Also reicht es wenn ich 1/2 Kilo die Woche abnehme, im Schnitt. Sicher wird es Phasen geben in denen es schneller geht, aber eben auch Phasen in denen es hängt. Das ich mit zuviel Druck und zuviel Disziplin nicht umgehen kann, weiß ich ja. Also ist 1/2 kg die Woche realistisch. Dachte ich! Aber beim weiter denken (ich denke anscheinend recht viel, nicht wahr?) merkte ich, dass ich mir auch damit Druck mache. Also habe ich mir weiter überlegt das Gewicht reduzieren eigentlich nur ein Teil dessen ist was ich eigentlich will. Nämlich gesünder, beweglicher werden und mehr Lebensqualität haben. Ich möchte mich von meinem Suchtverhalten (egal ob Essen, Rauchen, Trinken oder sonst was) befreien. Mit diesem Gedanken konnte ich arbeiten. Da war es nicht nur auf die Gewichtsreduktion beschränkt, sondern auf meinen Lebenswandel ganz allgemein.

Hier wieder hat gezeigt das nur sanfte Veränderungen dauerhaft was werden, mit Zwang funktioniert gar nichts. Fazit ist: Ich werde Sport treiben, aber mir auch Ruhetage gönnen. Ich werde auf meine Ernährung achten und aufschreiben was ich esse, werde mich aber nicht verrückt machen.

Eine meiner nächsten Aufgaben wird sein: Eine negative Tagesenergiebilanz auszuhalten ohne gleich in Depression und Resignation zu verfallen. Das ist nämlich jetzt der Fall, wenn ich einmal über 100  % bin denke ich sofort in den alten Mustern: Du schaffst es nicht! Nicht einmal an einfache Vorgaben kannst du dich halten und so. Wenn ich das nächste Mal drüber bin (bin ich die letzten 4 Wochen nicht einmal gewesen) werde ich mit mir im Vorwege zurecht gelegten Affirmationen helfen wie: Alles lässt sich wieder ausgleichen! Ein Tag ruiniert nach das Ganze. Und vor allem: Genieße ohne Reue, aber gleiche deine Bilanz in den nächsten Tagen wieder aus.

2 Kommentare zu “Übermut”

  1. hope 76 schreibt:

    Hej Karin,

    hört sich gut an und ich stimme dir bei deiner geänderten Auffassung von erstmal reduzieren und ausgeglicheneres Leben, Beweglichkeit, Gesundheit etc. vollends zu … denn genau an dem Punkt 0,5 kg pro Woche bin ich gescheitert – denn sich auch durch diese theoretisch mögliche wöchentliche Abnahme setzt man sich tierisch unter Druck (gerade wenn das Verhältnis zum Essen eh schon leicht gestört ist)!

    Wichtig ist es wie du es rechtzeitig erkannt hast – Stück für Stück weniger – die Tendenz ist wichtig – egal ob es mal 2 kg oder auch nur 0,1 oder auch ein Stillstand alle zwei Wochen zu verzeichnen sind/ist!

    Du strahlst volle Überlegenheit aus (dem Thema gegenüber) ich freu mich für dich… DU PACKST DAS!!!

    LG hope 76

  2. Karin schreibt:

    Danke Hope, im Moment geht es auch sehr gut. Ich denke wirklich das da ein Knoten geplatzt ist. Und das ist ein tolles Gefühl. Die Wochen davor war es ja immer so, dass ich wusste was richtig und gut für mich ist, ich es aber nicht umsetzen konnte. Dann, nach der durchkotzten Nacht, war es auf einmal klar. Sehr merkwürdig, aber so war es. Lg Karin

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