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Suchtbekämpfung

Wie ich ja schrieb habe ich in der letzen Woche ziemlich tief in einer Depression gesteckt. Die ist nun zum größten Teil ausgestanden, allerdings merke ich die dunklen Wolken noch und fühle mich noch nicht wieder ganz sicher.

Zur Zeit gehe ich sehr sanft mit mir um. Treibe Sport, also gehe Nordic Walken und auch schon mal eine Runde noch so spazieren, mache Gymnastik, aber nehme es mir auch nicht übel wenn ich mal schlunze und lieber nicht will. Während der Zeit meines Rückzuges und das Sortieren habe ich mir natürlich auch das Thema Sucht vorgenommen. Ich habe innerhalb kürzester Zeit zweimal alkoholtechnisch arg über die Stränge geschlagen. Das gibt mir zu denken. Es gab eine Zeit in meinem Leben in der es ohne Alk schon mal gar nicht ging. Dann hatte ich es anscheinend gut im Griff, aber es taucht wieder auf, und ich habe das mahnende Beispiel meiner Mutter (Quartalssäuferin) noch immer gut vor Augen. Daher setzte ich mich sofort mit der Thematik auseinander. Dabei viel mir auf das ich auf vielen Sektoren zur Sucht neige. Ob Essen, Kaffee, Ausgehen es wird immer gleich zuviel von allem. Besonders das Rauchen ist eine Sache die ich nie richtig loskriege. Einige Wochen rauche ich nicht und dann aus blauem Himmel überkommt mich eine irre Lust auf eine Zigaretten und das potenziert sich dann gleich in Massen. Ich bin schon ein Mensch der Extreme.

Während meiner Auseinandersetzung mit den Süchten die mich so umtreiben fand ich etwas heraus. Koffein, Nikotin und Alkohol hängen zusammen. Eines löst die Lust auf das andere aus. Beim Koffein die Lust auf eine Zigarette wegen der Gemütlichkeit und beim Alkohol, einfach weil ich Hemmschwelle sich die erste anzuzünden geringer ist.

Essen fällt hier ein wenig aus dem Rahmen. Ist auch Sucht, aber ähnlich wie Renate im vorhergehenden Beitrag schreibt, die Sucht nach Belohnung.

Seit ich das so sortiert habe konnte ich ansetzen. Die letzten Wochen, eigentlich seit ich mich mit der Schreiberei (besser gesagt: Dem Wunsch danach!) auseinandersetze bin ich verstärkt in die Stadt gelaufen, immer wenn es konkreter wurde. Dann ging ich Kaffeetrinken. Manchmal morgens einmal alleine und dann noch einmal Nachmittags mit einer Freundin. Und zwar täglich. Da war denn Kaffee dran und meistens irgendwann auch wieder eine Zigarette und wenn ich denn eh geraucht hab, gab es abends schon mal ein Glas, und leider immer öfter, auch schon mal ein Fläschchen Wein.

Für mich ist jetzt klar das ich wohl immer mit der Suchtgefahr leben muss, dass ich die Gefahr eines Rückfalls aber mindern kann indem ich meine Gewohnheiten ändere. Ähnlich wie beim Essen. So habe ich angefangen auf Kaffee zu verzichten. Hier bei mir zu Hause gibt es eh nur Tee und Getreidekaffee, aber unterwegs habe ich ja dann Richtigen getrunken. Das hört jetzt auf und auch das dauernde Weg- und Rauslaufen. Diese Woche habe noch keinen Kaffee getrunken und bin heute, nach 7 Tagen das erste Mal wieder im Einkaufszentrum gewesen. Habe es aber geschafft nur kurz in den Body Shop zu springen, mir meine Sachen zu holen und dann wieder nach Hause. Ich habe mich auch einmal mit einer Freundin im Café getroffen dort aber Pfefferminztee getrunken.  Das wäre früher für mich dann auch ein Grund gewesen mir einen Eisbecher zur Belohnung zu bestellen. Habe ich aber nicht, nur eine Kugel in der Waffel auf dem Weg.

Dieses Essen als Belohnungprinzip ist noch sehr ambivalent. Einmal klappt es wunderbar es nicht auf diese Art zu nutzen, und dann wieder wie am Dienstag kann ich es nicht lassen und greife doch zu den vertrauten Tröstern. Der Punkt ist aber das ich jetzt bewusst wahrnehme was falsch läuft und hinterfrage. Ich versuche meine Ausrutscher nicht mehr zu beschönigen, sondern nenne die Dinge beim Namen. Dadurch geht es immer öfter gut und ich werde irgendwann nicht mehr in diesen alten Gewohnheiten hängen.

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