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Stress, Frust und andere Widernisse

Seit einigen Tagen habe ich Stress mit einer meiner Freundinnen und merke das ich mein gesamtes Verhältnis zu ihr überdenken muss. Nun, jedenfalls merke ich das sich ein alter Bekannter wieder meldet. Das Frustessen! Zu dem Stress kommt noch recht viel Arbeit und sehr wenig Geld. In solchen Momenten scheint mein Körper immer total durchzudrehen und zu denken, schieb rein was geht, bald gibt es gar nichts mehr. DAS WILL ICH ABER NICHT!!!
Heute nun war es ganz schlimm. Heute morgen im Bioladen ging, doch dann wollte der Liebste sich seinen monatlichen Ausrutscher bei ALDI gönnen und sich mit Marzipaneiern eindecken. Auf einmal stand ich da mit einer 1 kg Dose Haribo an der Schlange. Ich bin dann umgedreht nach dem ich mir klargemacht hatte, dass ich mich nach dem Verzehr (und in meiner heutigen Stimmung wäre das Teil komplett in mich gewandert) total Sch… fühlen würde. Nicht wegen Süßes essen, sondern wegen der Menge. Ich sah mich wieder wie früher, mit den riesigen Naschtellern und wie ich danach nicht mehr fähig war zu zwinkern. Also habe ich die zurückgestellt und bin raus. Aber war immer noch in dieser „Bäääh, alle dürfen alles, nur ich darf Nichts-Stimmung“. Dann stand an der Ampel jemand neben mir, der mir seinen Rauch ins Gesicht blies. Prompt wollte ich rauchen. Ich habe jetzt ein Vierteljahr nicht geraucht und eigentlich kein großartiges Problem damit gehabt, aber dem Typen hätte ich beinahe die Zigarette aus der Hand gepflückt. Das könnt ihr mir glauben. Also Atemtechnik. Tief ausatmen und Affirmation: Ich lebe rauch und nikotinfrei. Tief einatmen und mir vorstellen wie sich meine Lungen mit Sauerstoff fühlen und ich alle Zellen mit goldenem Licht durchflute. Gut, das wirkte, also ab nach Hause und an die Arbeit. 2 Stunden an einem Horoskop gearbeitet, dann habe ich mich dran gemacht und habe Essen gekocht. Viktor hatte Bandprobe und Samstags kommen dann immer alle zum Essen. Nachdem ich alles vorbereitet hatte, packte mich erneut diese Depris-stimmung und dieses „Bääh, alle dürfen blablabla“. Ich mir meine Tasche geschnappt und ums Eck zur nächsten Pizzabude. Bin schon dran und haue wieder ab: Ohne Pizza. Weiter ins Kaffee mit Plänen für mindestens 2 Stücken Torte und einen Kakao. Im Kaffee habe ich dann aber nur einen Latte Macciato bestellt und bin nach Hause.
Ich fühle mich immer noch bedrückt, habe immer noch das Gefühl das mir irgendetwas fehlt. Aber es ist ein wenig besser, weil es mir gelungen ist das Alte Muster bis jetzt zu durchbrechen. Ich weiß ja, dass ich eigentlich eine Klärung mit meiner Freundin will und das ich meine finanziellen Probleme lösen will und das es nicht darum geht Sachen zu essen, die mir nicht guttun, aber es ist verdammt schwer. Ich glaube ich gehe noch einmal ums Eck und dann zu Bett. Morgen sieht es denn sicher anders aus.
Ach ja, ich dürfte ja Süßes essen. Das ist ja gar nicht das Ding. Mein Problem ist heute, dass ich nicht aufhalten könnte wenn ich anfange. Das will ich nicht. Ich sage mir im Moment immer: Morgen wenn du dich besser fühlst gönnst du dir etwas Schönes und zwar ausgesucht und nicht in horrenden Mengen, das genießt du dann. Wenn du es heute ist ändert es nichts an der Situation. …und alle die Leckeren Sachen müssen nicht heute sein, denn sie sind bis morgen kaum von der Welt verschwunden.

5 Kommentare zu “Stress, Frust und andere Widernisse”

  1. Requendel schreibt:

    UiUi liebe Karin, da hat Dich der Frust aber komplett am Wickel Und WAHNSINN UND ALLE ACHTUNG wie Du ihm Paroli bietest. Du warst ja so oft nahe dran und hast Doch gemerkt dass es das nicht ist. In solchen Momenten wird der Süßkram zum Suchtmittel und dann ist es wirklich besser zum ersten Bissen Nein zu sagen. Deine Taktik ist genau richtig, es ist ja nicht das Essen nach dem Du Dich sehnst.
    Ich finde es erstaunlich und total bewundernswert, wie Du das nach so kurzer Zeit gelernt hast.
    Morgen wird Dein ausgesuchtes Teil dann umso besser schmecken…falls es dann überhaupt noch lockt!
    Lasse Dich mal ganz lieb knuddeln
    bis bald
    Renate

  2. KA-Rit schreibt:

    Danke Renate. Aber so kurz ist die Zeit ja nicht! Immerhin gab es eine Diät nach der anderen seit ich 16 bin und eine Fressphase nach der nächsten, bis vor 2 Jahren. Mit 47 habe ich dann begriffen das sich meine Probleme nicht übers Essen lösen lassen, da begann das umdenken, aber es gab immer mal Tage wie heute. Heute ist es mir das erste Mal gelungen standhaft zu bleiben. Das habe ich aber auch der Unterstützung bei AIQUM und hier im Blog zu verdanken. Ich glaube ich habe mich mit Schokolad, Weingummis und Messer und Gabel mehr verletzt, als es alle anderen Menschen konnten die mir jemals quer gekommen sind.
    Interessant war heute nachmittag, dass ich mich der Situation aussetzen musste. Und interessant war auch, dass ich beim Nachdenken über eine gesunde Alternative nur auf Sachen stieß die unerschwinglich sind im Moment. Hummerragout mit weißen und grünem Spargel, und Tagliatelle mit weißen Trüffeln. Im Gegensatz zum diesem Haribokunstprodukt. Ich hab sie doch nicht alle 🙂
    Aber ich bin auch stolz auf mich, besonders mit dem Rauchen, denn da habe ich früher gerne mal gemauschelt.

  3. Requendel schreibt:

    Ja, ich betrachte mein übermäsßiges Essen inzwischen auch als selbstverletzendes Verhalten.
    Es ist schon seltsam worauf man kommt wenn man dann mal wirklich in sich hineinlauscht worauf man Lust hat.
    Bei mir löst das dann immer eine Art Luxustrotz aus, nach dem Motto: „Wenn ich das nicht kriege oder wenn es das nicht gibt, dann will ich eben gar nichts. Ich gebe mich doch nicht mit miesen Ersatzsachen zufrieden“
    Und das mit dem Rauchen kenne ich auch. In diesem Jahr feiere ich meinen 10. Nichtraucherjahrestag. Und immer noch passiert es mir dass ich wie aus heiterem Himmel Rauch im Mund schmecke und ich denke mir dann: „Hm, jetzt ein Zigarettchen…das wärs“…aber dann käme sofort auch das Glas Rotwein dazu und vorher die Nudeln in Gorgonzolasoße…und da lasse ich das Ganze lieber sein.
    Ich glaube diese Momente werden immer seltener aber sie können einen das ganze Leben noch begleiten.
    lg
    Renate

  4. KA-Rit schreibt:

    Ich habe schon einmal ein Jahr nicht geraucht und dann wieder angefangen. Die ganze Zeit, und auch diesmal ist da von Zeit zu Zeit dieser Wunsch nach einer Zigarette, oder was manchmal am schwersten schmerzt nach einigen „inspirierenden Kräutern“ 🙂 doch die habe ich letztes Jahr ganz bewußt weggegeben. Das war etwas das ich nicht mehr brauche. Ich trinke ab und an ein Glas Rotwein und wenn ich es bei einem belasse komme ich auch Rauchtechnisch in die Bedrouille. Schon merkwürdig wie die Süchte zusammenhängen.

  5. Requendel schreibt:

    Ja, ich denke Suchtverhalten ist Suchtverhalten, in was es sich nun manifestiert ist eigentlich egal.
    Die inspirierenden Kräuter rauche ich tatsächlich noch ab und an, so zwei bis dreimal im Jahr, da macht mir komischerweise auch das bisschen Tabak nichts aus. Das war auch nie ein großartiges Thema für mich. Es ist wirklich seltsam. Ein Glas Rotwein würde bei mir dann aber alles gefährden.
    Hauptsache man erkennt wie es bei einem läuft und dann kann man sich eben danach richten.
    Wichtig ist es auch das süchtige Essen von normalem Essen zu unterscheiden.
    lg
    Renate

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