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Rhythmus

Jetzt dauert meine Strohwitwenzeit ja schon eine gute Woche und ich kann wirklich einige Veränderungen feststellen aus denen ich lernen kann. Ich merke deutlich wie wichtig mir mein eigener Lebensrhythmus ist.

Je länger ich alleine bin, desto mehr pendelt sich mein Tagesrhythmus ein. Ich bin ein totaler Frühaufsteher und liege, wenn nichts los ist, auch mal gerne um 20 Uhr im Bett, mache um 21 Uhr das Licht aus. Dafür kommt es durchaus vor dass ich ganz von selbst um 5 Uhr morgens, manchmal sogar noch früher, aufstehen will und mich eigentlich nichts mehr im Bett hält.

Früh am morgen bin ich körperlich am leistungsfähigsten, vorausgesetzt ich habe gut gefrühstückt und hatte meine Ruhe um mein Morgenritual durchzuführen, das heißt meine Mails zu lesen, einige Foren zu besuchen und meine Aiqum-Pläne zu machen.

Danach mag ich loslegen mit größeren Putzaktionen falls sowas ansteht, oder mit Sport. Morgens früh zu Walken ist ideal für mich. Ich habe dann Sport und Haushalt und was sonst noch so an Terminen ansteht bis zum Mittag geschafft und habe dann Zeit für mich. Das passt auch genau, denn Denken kann ich am besten so ab dem späten Vormittag bis zum Späten Nachmittag. Wenn ich also was schreiben will oder Schreibtischsachen zu erledigen habe, ist die Zeit am Nachmittag ideal für mich.

Wenn ich so lebe, dann fällt es mir nicht schwer regelmäßig zu essen, ich habe Hunger pünktlich wie die Uhr. Ich bin auch irgendwie konservativ mit meinen Essgelüsten. Wenn mir etwas schmeckt dann schmeckt mir das immer wieder, ich brauche nicht viel Abwechslung, jedenfalls nicht tagsüber. Gut, ich wechsle mal die Obstsorten, die Brotbeläge und die Milchreisgewürze…oder ich esse wirklich mal Tomatenreis oder Nudeln zu Mittag, aber im Großen und Ganzen bleibt es dabei dass ich in der Frühe eine Schnitte Vollkornbrot und einen Apfel esse, dann so gegen 11 Uhr mache ich mir einen großen Obstteller. Meist mit einer Orange, einem Apfel, und noch anderem Obst der Saison. Zur Zeit habe ich Orange, Apfel, Ananas und Kiwi zur Auswahl. Meist halte ich es so, dass ich um 11 mit den körperlichen Sachen fertig bin und auch meinen Sport gemacht habe, da schmeckt mir das saftige Obst am besten.

Gegen 13 Uhr gibt es dann meinen Mittagssnack, meist ist es Milchreis in allen Variationen, inzwischen nehme ich Vollkornreis dazu.

Um 15 Uhr ist dann Müslizeit, das heißt es gibt frisch geschroteten Hafer mit Honig und Joghurt, einer Banane und Leinsamen.

Zwischen 16 und 17 Uhr ist dann Kaffee- oder Teezeit mit einem Riegel Schokolade oder Knäckebrot mit irgendwas Leckerem drauf.

Abends esse ich dann zwischen 19 und 20 Uhr mein Hauptessen. Das ist sehr abwechslungsreich, ich bin eine experimentierfreudige Köchin und sammle Kochbücher, da kann ich dann auch meine Kochkreativität ausleben.

Dabei muß ich nicht viel nachdenken und planen, die Vorratshaltung dafür ich einfach und ich brauche also kaum einen Gedanken an Essen und Kochen zu verschwenden. Es geht inzwischen automatisch.

Wenn alles so läuft esse ich gut und regelmäßig und vor allem nicht zu viel. In den Tagen an denen ich jetzt alleine bin, bin ich selten über 1400 Kalorien gekommen und das ganz automatisch. Ich habe immer in mich hineingelauscht was ich jetzt essen will und ich habe mir absolut nichts verboten. Schokolade, Nuss-Nougat-Creme und guter fetter Camembert liegen bereit und werden in ganz kleinen Häppchen genossen. Mehr will ich nicht.

Mein Mann allerdings ist eine Nachteule, steht gerne spät auf und hat sein Leistungshoch erst so am dem späten Nachmittag. Für ihn wäre eine Arbeit ideal die erst Mittags beginnt. Wenn ich also morgens voller Energie aufstehe, liegt er noch im Tiefschlaf und ich muß leise sein, das heißt die meisten Putztätigkeiten fallen flach. Wir haben uns nun schon darauf geeinigt dass ich ab 8:30 Uhr loslegen darf, aber auch das ist mir oft schon zu spät. Gut, ich kann meinen Sport vorher machen, aber lieber würde ich die lästigen Pflichten vor dem Sport erledigen. Abends bleibt er dann natürlich entsprechend lange auf, er hört gerne bis 1 oder 2 Uhr Musik, was mich wiederum stört und seine Haushaltaktivitäten macht er am liebsten relativ spät am Abend.

Bei mir wird es dann so dass ich meinen Tagesablauf etwas nach hinten verschiebe, was eigentlich noch ganz gut geht, aber mich doch völlig aus der Bahn wirft. Diese zwei Stunden machen mir einen Menge aus und das Resultat ist, dass ich dieses Unbehagen mit Essen kompensiere. Wenn ich auch nur leicht außerhalb meines Rhythmus lebe, esse ich mehr.

Hier möchte ich eine Lösung finden, ich finde es spannend dass ich das mal so deutlich gemerkt habe.

Wenn mein Lebensrhythmus allerdings total auf den Kopf gestellt ist, dann geht es auch wieder, dann finde ich auch einen neuen Ablauf. In der Zeit als ich in einem Restaurant gejobbt habe und eine Arbeitszeit von 17:30 bis 24 Uhr hatte, ging es irgendwie. Schlimm finde ich diese leichten Verschiebungen, die man eigentlich nicht so ernst nimmt. Der Körper merkt es aber anscheinend doch und rächt sich mit Unbehagen.

Fazit, ich will jetzt einen Weg finden nach meinem Rhythmus zu leben ohne mit meinem Mann in Konflikt zu kommen. Ich denke es wird da Lösungen geben.

2 Kommentare zu “Rhythmus”

  1. Sianna schreibt:

    Hallo Renate,

    das hört sich absolut stimmig an und ich finde es spannend, Deine Erfahrungen hier zu lesen. Nun bin ich gespannt, wie Ihr das mit dem Frühaufsteherin-Nachtuhu-„Problem“ gelöst bekommt. So eine Strohwitwenzeit bringt doch wirklich tolle Erkenntnisse.
    Bei mir ist wohl irgendwann ein Wechsel eingetreten, denn war ich früher die totale Frühaufsteherin bin ich nun doch eine Nachteule – allerdings darf ich morgens auch nicht zu lange in den Federn bleiben, dann krieg ich nämlich gar nix auf die Reihe. So halb 8, 8 aufstehen und gegen 00 / 00.30 Uhr ins Bett, das paßt bei mir 🙂

    Liebe Grüße und weiterhin eine schöne Zeit,
    Sianna

    P.S. Dein Essensablauf klingt übrigens richtig prima!!!

  2. Requendel schreibt:

    Hey Sianna,
    huch, da brauche ich eindeutig mehr Schlaf, das wäre mir zu wenig. Aber ich kenne bei mir Zeiten da war es ähnlich.
    Mir geht es allerdings ähnlich wenn ich zu lange im Bett bleibe, dann ist der Tag irgendwie hin, es ist als oh ich die Abzweigung verpasst hätte.
    Es ist doch am besten wenn man auf seinen Körper hört.
    lg
    Renate

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