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Mut zum Bauch

Eigentlich bin ich durch eine Beobachtung darauf gekommen. In diesem Sommer sind ja so drollige Hängerchen die an Umstandsmode gemahnen „in“. Gleichzeitig sehe ich viele Schwangere die, wie ich bereits vor 26 Jahren, enge Sachen tragen und ihren Bauch nicht verstecken. Das brachte mich auf was. Warum verstecke ich meinen Bauch eigentlich? Ich meine, er ist ja nicht Ärgernis erregend. Warum hänge ich mir also T-Shirts und Blusen im WallaWalla-Look über und tue als wenn er nicht da ist? Das gab mir sehr zu denken und ich machte einen Versuch. Zog ein kürzeres eher figurbetontes T-Shirt an und eine enge, nicht hauteng, Hose an. Das fühlte sich gut an und unterwegs habe ich dann immer den Schaufenstercheck gemacht. Also ohne Bauch einziehen und fand es gar nicht schlecht. Das spannende war, dass mich 2 Leute die mich länger nicht gesehen hatten, direkt fragten ob ich abgenommen hatte, während ich neulich in Wallabluse gefragt wurde, ob ich nicht einmal abnehmen will.
Die ganze Geschichte warf aber auch noch einige andere Fragen auf! Warum verstecken wir eigentlich so permanent unser Fett? Da ist immer so ein: Es soll keinem Auffallen! Aber das tut es trotz Kleidern aus der Zeltabteilung ja doch. Denn diese Gewänder würde sich keine Normalgewichtige Frau annehmen. Kann es sein, dass unser Speck sich so hartnäckig hält, weil wir nicht sehr liebevoll damit umgehen? Sondern ihn wie Guftmüll behandeln, der weggesperrt und dem öffentlichen Auge entzogen werden muss.
Ich habe neulich in einem Buch von Luisa Francia gelesen, dass sie mit Krankheiten und Dingen die schieflaufen kommuniziert und sie nicht bekämpft. Das mache ich in Krankheiten auch, also warum nicht mit meinem Bauch. So nach dem Motto, liebe Speckschichten, ich habe euch gebraucht als Schutz für meine Verletzungen, ich danke euch dafür das ihr mir die Geborgenheit und das Polster gegeben habt das ich brauchte um der Welt begegnen, aber nun komme ich ohne euch klar und möchte mich verabschieden.
Diät hatte früher immer etwas von Kampf an sich. Von rigorosen Grenzen setzen, bei AIQUM ist das nicht so. Also warum soll ich mein Fett als Feind behandeln? Warum nicht als etwas das mir eine Zeitlang Hilfe war und das ich nun loslassen kann?

2 Kommentare zu “Mut zum Bauch”

  1. Requendel schreibt:

    Hi Karin,
    ich finde das sehr spannend was Du schreibst denn ich mache genau die gleichen Erfahrungen. Als ich das erste Mal einen langen schmalen Strech-Jeansrock an hatte, kommt ich es auch nicht fassen. Es war ein tolles Gefühl und das hat mir gezeigt dass ich mir die neuen Klamotten nur noch passend kaufe, nicht mehr zum verstecken. Die alten trage ich aber natürlich noch auf.
    Meine Theorie ist so, dass wir nicht wahr haben wollen was wir in dem Speck verborgen habe. Und deswegen müssen wir natürlich auch den Speck verbergen. Erst wenn wir uns mit den verborgenen Dingen auseinander gesetzt haben, schämen wir uns nicht mehr und könne dem Bauch eher dankbar sein dafür dass er uns die ganze Zeit die ungeliebten Erinnerungen bewahrt hat bis wir bereit für sie waren.
    Seit mir das klar ist, rede ich öfter mit meinem Bauch und mache manchmal ein spezielles Bauchfest bei dem ich meine Dankbarkeit ausdrücke.

    Den Bauch zu bemalen ist eine gute Methode, finde ich. Und wenn der Mann das übernimmt wird es sogar zu einer sehr erotischen Angelegenheit.
    lg
    Renate

  2. Karin schreibt:

    Erotische Angelegenheiten sind im Moment voll mein Ding. Interessanterweise ist meiner Freundin aufgefallen, dass ich mich, seit ich körperbetontere Sachen „erotischer“ bewege und ich fühle mich auch „weiblicher“, empfinde meinen Körper nicht mehr als Last.
    LG Karin

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