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Mein Besuch in Kiel

Das Wichtige hat Karin schon geschrieben, ich erzähle jetzt noch aus meiner Sicht was ich so erlebt habe.

In der letzen Zeit ging es meinem Mann und mir nicht so gut, wir hängen in der Luft, sind arbeitslos und wissen nicht so recht weiter. Wir haben uns in unseren Gedankenbahnen festgefressen und fanden nicht so einfach wieder heraus. Dass Jürgen morgen alleine nach Spanien fliegt um seine Schwester zu besuchen, sollte uns auch Gelegenheit geben jeder für sich nach neuen Wegen zu suchen.

Uns ist klar dass wir nicht mehr ortsgebunden sind und dass unsere jetzige Wohnung auf Dauer zu teuer ist. Nach Hannover sind wir ja damals nur wegen der Stelle gezogen, so viel hält uns hier nicht.

Die Fahrt nach Kiel sollte auch dazu dienen mal die Gegend auf uns wirken zu lassen und festzustellen ob wir uns im Norden wohlfühlen könnten. Ich kann, das steht fest. Jürgen konnte ja nun noch nicht mitkommen um zu gucken, aber im Sommer werden wir noch mal nach Kiel fahren, denn Bekannte von Karin können eine regelmäßige Mitfahrgelegenheit (Hannover Kiel) organisieren. Jürgen muss ja selbst sich alles ansehen und in sich hineinlauschen.

Diese Fahrt war also spannend in jeder Hinsicht. Erst mal war es sehr aufregend die Frau mal endlich zu sehen, die man schon so ewig übers Netz kennt und mit der man sich über die Jahre so intensiv ausgetauscht hat. Wir wissen so viel voneinander, hatten aber noch nicht die Stimme der anderen gehört. Das gehört zu den Merkwürdigkeiten des Internets.

Mein Bild von Karin hat sich innerhalb von wenigen Augenblicken mit der echten Karin zusammengefügt, das war also kein Problem und ab da konnte ich den Besuch wirklich ganz und gar genießen.

Ich habe eine etwas andere Lebensweise kennengelernt bei Viktor und Karin. Es ist möglich mit sehr wenig Geld sehr reich zu sein. Es bedeutet natürlich dass man von den „Selbstverständlichkeiten“ Abstand nimmt. Eine Wohnung muss nicht möglichst groß und luxuriös sein, um ein guter Lebensraum zu sein. Es tut auch ein Altbau mit Ofenheizung und kleinen Zimmern und nur in einigen Wohnungen Klo und Dusche, für die anderen ein Gemeinschaftsklo. Ich habe meine Grenze gemerkt, das Gemeinschaftsklo ginge mir zu weit, aber mit dem Rest könnte ich mich extrem gut anfreunden. In dieser Hausgemeinschaft geht es nicht ohne Kommunikation untereinander. Es werden etliche Sachen gemeinsam gemacht und finden in dem idyllischen als Garten gestalteten Hinterhof statt. Ein paar grundsätzliche Sachen sind gemeinsam, wie ein Sparbuch für Tierarztkosten für die Katzen und Hunde des Hauses. So bleibt nicht so viel auf einem selbst hängen, wenn ein Tier den Arzt braucht.

Es braucht auch Gelassenheit und Großzügigkeit sich nicht an den Eigenarten der einzelnen Leute zu stören, man muß Techno von oben und Kongagetrommel von unten ertragen können, aber man kann natürlich auch um Ruhe bitten wenn es mal zu weit geht. Und genau das gibt so viel Freiheit, man kann ja selbst so bleiben wie man ist und muß sich nicht verstellen. Man muß allerdings auch deutlich machen was man will und seine eigenen Grenzen wahren und verteidigen.

Ich weiß nicht ob ich dort leben könnte, ob ich nicht vielleicht schon zu eingefahren in meine Muster bin, aber es wäre einen Versuch wert. Das ist jetzt aber eher spekulativ, denn ursprünglich wollen Jürgen und ich ‚raus aufs Land.

Dieser Erfahrungen waren das eigentlich Anstrengende für mich. Viele neue Leute und ein volles Programm ist eigentlich normal für diese Art Besuche. Aber Erlebnisse die an den eigenen Strukturen und Mustern rütteln, aufrütteln und Dinge lostreten und in Gang bringen, das ist anstrengend. Das ist aber auch genau das was so gut tut, was diesen Besuch, mal abgesehen von Karin und Viktor (ja Karin, von Dir kann man nicht absehen, ich weiß) so wertvoll machte.

Die Session war klasse, ich habe Live-Musik so gerne und es war ein wunderbarer Einstieg zum Kennenlernen. Den Ablauf des Besuchs hat Karin gut geschildert, obwohl sie das mit den Kongas ja völlig falsch sieht….

Ich kann noch dazu sagen dass Seeluft hungrig macht!! Ich habe es aber nicht übertrieben und es bei drei (kleinen) Heringen belassen….na ja, Schwamm drüber! Ansonsten ist mir das Klima am Meer immer gut bekommen und hat meinen Körper zum Selbstheilen angeregt. Meine latente Erkältung an der ich seit Wochen, ja fast Monaten herumdoktore, hat einen neuen Schub bekommen und es löst sich jetzt jede Menge. Ich habe angefangen zu Husten, die Ohren tun weh, ich hoffe dass ich es danach endlich mal los bin.

Meine Haut hat heftig reagiert, Unreinheiten kommen heraus und ich habe einen leichten Sonnenbrand im Gesicht mit nach Hause gebracht. Ich konnte das gar nicht fassen, von dem bisschen…aber so ist das immer wenn ich an der See bin.

Ich kann nur immer wieder betonen dass es sehr schöne und wertvolle Tage waren und ganz bestimmt nicht mein letzer Besuch in Kiel.

2 Kommentare zu “Mein Besuch in Kiel”

  1. Karin schreibt:

    *gg* unser Cafe Absurd (so heißt unser Haus im Bekanntenkreis) scheint dich ja stark beeindruckt zu haben, obwohl ich ja schon oft darüber in anderen Foren geschrieben habe. Aber es freut mich das es dir was zum Nachdenken gegeben hat.
    Das schöne an diesem Haus ist wirklich das eine gute Gemeinschaft herrscht, aber das jede/r den eigenen Raum hat und zwar in sich abgeschlossen. Für WG wäre ich nicht mehr geeignet gewesen. Aber so genieße ich meine Wahlfamilie und ihre kleinen Eigenheiten.

  2. Requendel schreibt:

    Ja Karin. Lesen und erleben und Stimmung erspüren ist ja noch was ganz Unterschiedliches. Lesen ist wie in Reiseprospekten zu blättern :-).
    Cafe absurd ist ein passende Name.
    lg
    Renate

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