Mehr übergewichtige als hungernde Menschen

Gestern hab ich einen interessanten Artikel gelesen. Laut dem Weltkathastrophenbericht des Roten Kreuzes gibt es auf unserem Planeten tatsächlich mehr übergewichtige als hungernde Menschen!

Was für ein Hohn. Während auf der einen Seite Menschen wie die Fliegen an Unterernährung sterben, quälen sich auf der anderen Seite tagtäglich Millionen von Menschen mit ihrem Übergewicht herum. Während die einen nicht wissen, wo sie einen Bissen Brot für ihre Kinder herkriegen sollen, wälzen andere Kalorientabellen und versuchen im absoluten Überangebot an Nahrungsmitteln einen Weg aus der Verfettung zu finden. Welche Ironie! Wenn es nicht so furchtbar ernst und traurig wäre, müsste man echt darüber lachen.  Leider geht es aber um Menschenleben, um viel Leid, Not, Kummer und Elend.

Richtig schockierend fand ich die Zahlen in dem Bericht. 925 Millionen Menschen sind unterernährt und 1,5 Milliarden (!!!) haben Übergewicht. Geht man nun davon aus, dass es viele Länder gibt in denen man wohl nur sehr wenig Übergewichtige finden wird, weil dort die Menschen hungern, muss das wohl heißen dass in den Industrienationen eine hohe Anzahl von Menschen übergewichtig ist. Ich habe mich mit dieser Thematik noch nie wirklich näher auseinandergesetzt, habe den Artikel aber zum Anlass genommen mich mal ein wenig zu informieren. Und da wird einem wirklich übel.

In den Industrienationen ist laut einer Studie aus 2010 doch tatsächlich jeder zweite übergewichtig! Nämlich 60% der Männer und 45% der Frauen. Und jeder sechste ist fettleibig, hat also einen BMI über 30. Da gehöre ich auch noch dazu. Die Betonung liegt auf NOCH. Immerhin hab ich mich von einem BMI von über 53 bereits auf „nur noch“ ca. 36 heruntergearbeitet!

Ich kann an der weltweiten Problematik nichts ändern, aber ich nehme diesen Bericht für mich als Anlass, wieder verstärkt auf bewusstes Einkaufen zu setzen. Nichts verschwenden, nichts wegwerfen. Möglichst keine unüberlegten Spontankäufe, weil die Angebote so verlockend sind. Zwar kann ich unsere Essensreste leider keinem hungernden Kind zur Verfügung stellen, aber es erscheint mir dennoch wie Hohn wenn bei uns Essen weggeworfen wird während andere Menschen nicht mal genug zum Überleben haben. Ich achte zwar grundsätzlich eh sehr darauf, mit Lebensmitteln bewusst umzugehen. Dennoch nehme ich den Artikel zum Anlass, mich noch stärker zu bemühen.

 

Enigma

About Enigma

Ich bin Enigma, weiblich, Baujahr 1977, Mutter von 2 Jungs.

Seit meiner Kindheit kämpfe ich mit meinem Gewicht. Ich war immer schon pummelig, im Turnunterricht eine Niete und von klein auf gehänselt. Meine ersten Diäterfahrungen machte ich im Alter von ca. 12 oder 13 Jahren, seither hab ich eine Bilderbuch-Diätenkarierre hingelegt mit allem, was dazugehört. Unzählige Diäten, und auf jede davon folge der Jojo-Effekt wie das Amen im Gebet.

Im Sommer 2010 habe ich bei einem Gewicht von 152,3 Kilo die Reißleine gezogen, meine Lebensweise komplett umgestellt und seit diesem Zeitpunkt endlich wirklich Gewicht verloren. Im Lauf von 9 Monaten habe ich 40 Kilo abgenommen, danach ging es langsamer vonstatten und das Jahr 2012 bescherte mir aufgrund privater Probleme leider wieder ein paar Kilos mehr, aber ich bin weiter am Kämpfen und möchte meinen Traum verwirklichen, unter 80 Kilo zu kommen.

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