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Leistung

bei mir ist jetzt wirklich etwas losgetreten worden. Ich merke wie tief ich das Leistungsdenken und natürlich auch die Rebellion dagegen, die Verweigerung in mir habe.

Ein Zensor in mir drin erzählt mir immer, dass ich niemals genüge, egal was ich mache. Nichts ist gut genug und wenn ich was hinbekommen habe, dann war das ja so leicht und selbstverständlich, dass es nichts besonderes wert ist.

Immer wenn ich was geschafft habe habe ich schon die nächste Forderung an mich selbst in mir drin. Daraus folgt dass ich nie zufrieden mit mir bin und immer das Gefühl habe nicht genug getan zu haben und kein Recht zu haben mich zu entspannen.

Auf der anderen Seite steht die Rebellion dagegen, ich neige zum Totalverweigern und so schwanke ich hin und her zwischen Leistungsdenken und Totalverweigerung. Ich habe jegliches Gefühl dafür verloren was jetzt genug ist und in Ordnung ist und was nicht. Durch die Totalverweigerung habe ich mir natürlich im Laufe meines Lebens so einiges verbaut, so dass ich immer genug Beweise dafür habe, dass ich sowieso nichts hinbekommen habe etc. Die Katze beißt sich hier in den Schwanz.

Die Reaktionen von meiner Umwelt habe ich wohl verzerrt wahrgenommen, durch die Brille die ich als Kind aufgesetzt bekam. Früher lernte ich nie zu genügen und erntete im besten Fall ein „na wenigstens…“. Irgendwie erwarte ich von meiner Umwelt dass sie die Rolle weiter spielt, alles andere verunsichert mich.

Meine Gegenwehr zum Leistungsdruck war die Totalverweigerung, da weiß ich wie das geht, damit könnte ich umgehen. Nur weiß ich ja genau dass Rebellion mich nicht aus dem Muster heraus bringen kann, denn sie ist nur die Kehrseite der Medaille. Sie hat nichts mit dem freien Willen zu tun seinen eigenen Weg zu gehen. Ob nun von vorne oder von hinten, das Muster wird weiter bedient.

Ich will diese alten Stimmen aus dem Kopf kriegen, die mir von Anfang an erzählten dass ich nie genüge, schon von Geburt an, so scheint es mir. In der Therapie haben wir herausgearbeitet dass ich meinen vor meiner Geburt an PKU verstorbenen Bruder ersetzen sollte. Ich bin aber ein Mädchen geworden und überhaupt bin ich ganz anders als mein Bruder war.

Das klingt jetzt irgendwie schon abgedroschen, aber es könnte was dran sein.

Na ja, die Stimmen sind da und verzerren mir den klaren Blick. Da muss ich wirklich heran und die Vorbild-Geschichte hat mir da die Augen geöffnet, ganz einfach weil die Leute nicht bereit waren mein Muster zu bedienen.

Ist das jetzt der Lernschritt den ich machen muss bevor ich die 80 Kilo Grenze knacken kann? Ich denke mal.

2 Kommentare zu “Leistung”

  1. Silke schreibt:

    puh das sind heftig sachen die du da zu knacken hast. Ich denke auch das das wieder ein Lernschritt ist bevor die 80 Kilo Grenze fällt.

    Ich schicke dir Kraft dafür

    LG
    Silke

  2. Requendel schreibt:

    Hi Silke,
    mir fällt dabei ein, dass ich mit dem Essen genauso umgegangen bin. Hungern oder Fressen, ein Maß hatte ich nie. Leistungsdruck oder Totalverweigern. Schritt für Schritt auf meine Ziele zugehen, das kenne ich nicht. Ob da ein Zusammenhang ist?
    Dann habe ich das beim Essen ja gut gelernt und vielleicht kann ich es nun auch auf andere Bereiche übertragen.
    lg
    Renate

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