Kraft geschöpft

p1000022.JPGUnsere kleine Feier ist nun zuende ich könnte schnurren vor Zufriedenheit. Die 9-Kräuter-Suppe hat geschmeckt und ich hoffe dass wir etwas von der ganzen vor Leben strotzenden Kraft der jungen Frühjahrespflanzen in uns aufgenommen haben.

Noch besser geschmeckt hat uns dann die herrliche türkische Schlemmerei. Wir haben uns je einen Lammfiletspieß mit Salat und Reis bestellt und vorher eine Vorspeisenplatte gemeinsam. Insgesamt war es so viel dass wir für morgen auch noch genug haben. Ich habe den Eindruck dass die Leute Jürgen immer die doppelte Menge der bestellten Sachen geben. Ich habe zugelangt ohne einen Gedanken an die Kalorien. Für heute habe ich mir schlicht und ergreifend 3000 Kalorien eingetragen und gut ist. Das geht eben in die Bilanz ein und ich kann noch ausgleichen, wenn ich das will.

Ostara ist nur einmal im Jahr und ich brauche das manchmal mich total gehen zu lassen. Es fordert auch eine Art Mut die Beherrschung zu lockern und dem gierigen Tier in sich Raum zu geben. Und dabei stellte es sich heraus dass dieses Tier eigentlich ganz vernünftig ist und zwar viel aber nicht übermäßig viel wollte. Und das hat es dann auch bekommen.

Die Sumbel Runde war auch zu zweit schön und besinnlich und nachdenklich. Ich fühle mich jetzt wieder gut geerdet und verwurzelt in meiner Familie und Wahlfamilie, den Ahnen und der Religion. Das gibt Kraft und Halt und das verpflichtet auch. Diese Verpflichtung gehe ich gerne und freiwillig ein.

Jürgen und ich haben uns einmal mehr vorgenommen unsere Praxis mehr der Theorie anzupassen. Das ist ein ständiger Kampf und eine andauernde Herausforderung. Wie gut dass auch mein Mann da mitzieht.

Ach ja, nachdem ich das mit meiner Therapeutin mehrfach besprochen hatte, habe ich seit langem mal wieder ein paar kleine Schluck Met getrunken. Es war ganz merkwürdig, aber innerhalb dieses Rituals ist Met eben nicht nur Alkohol. Etwas von der Wirkung habe ich gemerkt nach der langen Abstinenz, aber darauf könnte ich eigentlich verzichten, ich empfand es eher als störend. Ich glaube am Saufen lockt mich wirklich nichts mehr.

Tja, dass ich jetzt so in Plauderlaune bin, könnte allerdings doch damit zusammenhängen. Auch das hat Mut gefordert mich der Gefahr auszusetzen. Es ist einfacher nach starren Regeln und Verboten zu leben als immer wieder von neuen verantwortungsbewusst zu entscheiden was gut für einen ist oder nicht.

So, bevor ich jetzt vom Hundertsten ins Tausendste komme, gehe ich lieber ins Bett, sonst erschrecke ich mich morgen, was ich hier heute so geredet habe.

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