Kleine Veränderungen

Seid meinem Absturz hat sich etwas verändert. Ich denke auch die Bachblütenessenz die ich zur Zeit nehme tut ihr übriges. Ich schaffe es seit einigen Tagen ohne das Gefühl von Verzichten müssen, besser gesagt ohne Vernunftentscheidung, mich in Dingen einzuschränken die sonst eher im Übermaße genossen wurden. Eis zum Beispiel Wenn wir sonst Eisessen gingen, dann musste es ein großer Becher mit Sahne sein, gestern habe ich mich für 2 Kugeln entschieden. Die letzten Male hatte ich nämlich Schwierigkeiten den großen Becher wegzukriegen. Dann ist noch was. Durch das fett reduzierte Kochen, kann ich auch weniger Fett ab. Sahne zum Beispiel bereitet mir Schwierigkeiten. Ich mag sie noch immer, aber ich kann nicht mehr soviel essen.

Auch bei den Normalen Mahlezeiten ist jetzt ein Sattgefühl da. Das kannte ich kaum. Außerdem welche/r stark Übergewichtige isst schon aus Hunger, oder hält auf weil er/sie satt sein könnte? Gestern habe ich morgens 1 Banane gegessen und dann zum 2. Frühstück 1 Mango. Nachmittags 2 Kugeln Eis und abends 3 Brötchen mit Aufschnitt und Käse, und viel Tomaten, Gurken, Obst drauf. Normal wären bei mir nach nur Obst 5 Brötchen gewesen, aber nach drei war Schluss. Ich habe Viktor dann gebeten mir noch 2 übrig zu lassen, falls ich später Hunger bekommen. Aber ich bekam keinen, nur Appetit auf was Obstiges und da habe ich mir denn noch eine Nektarine gegönnt.

Ich bin so grottenstolz das ich soweit gekommen bin und gleichzeitig bin ich ängstlich, dass es nicht einhält das da wieder ein Absturz kommt, das ich wieder zu Fressen anfange. Im Moment habe ich starke Angst vor Veränderungen in meinem Tagesrhytmus. Habe Angst das neu erarbeitete nicht mit rüber retten zu können. Vielleicht ist diese Angst aber auch ganz gut, sie macht vorsichtig und verhindert Leichtsinn. Hoffe ich zumindest.

Es ist wirklich interessant was sich alles verändert. Nicht die Großen Dinge, wie eine Kleidergröße weniger oder so, sondern die ganzen kleinen Dinge, wie das Essverhalten. Die Vorlieben und das Loslassen von alten Gewohnheiten. Früher habe ich mir zum Beispiel oft wenn Viktor Probe hatte eine Pizza kommen lassen. Ich habe die Abende alleine immer ganz bewußt zelebriert. Das mache ich heute auch noch. Aber heute koche ich mir etwas leichtes, leckeres oder gönne mir eine exotische Obstplatte. Auch Tee spielt eine wichtige Rolle. Für diese Abende gehe ich gerne mir einen besonderen Tee kaufen und den genieße ich dann. Es macht Spaß zu entdecken was mir Freude macht und nicht mehr automatisch auf die alten Tröster zurückzugreifen.

KA-Rit

About Karin

Hobbys: Lesen, Schreiben, Fotografieren, Freunde, Sport, Kochen uvm.
Beruf u/o Berufung: Hexe und Künstlerin
Alter: 51
Familienstand: glücklich mit dem Liebsten, 1 Tochter, 1 Enkelin

12 thoughts on “Kleine Veränderungen

  1. Hey Karin, herzlichen Glückwunsch zu diesen gar nicht so kleinen Veränderungen. Genau darum geht es doch. Du bist dabei von Grund auf um zu lernen und Du ersetzt alte Erfahrungen (nur riesige Mengen verschaffen Befriedigung) durch neue, gesündere (leichte Mahlzeiten verschaffen den gleichen Genuss). Ich glaube das ist mit die wichtigste Erfahrung die Du beim Abnehmen machen kannst. Erst dann ist es nämlich wirklich kein Verzicht mehr, denn erst dann willst Du das alte überhaupt nicht mehr.
    Ich könnte mir jetzt überhaupt nicht mehr vorstellen einfach so in eine Tafel Milchschokolade hinein zu beißen, wie ich es früher immer gemacht hat. Nugat-Creme löffeln? Oh mein armer Magen. Nudeln mit Käse-Sahne-Soße? Bitte nur ganz wenig sonst wird mir schlecht.
    Ja, mit Sahne, fettem Käse oder auch dem Kirsch-Michel von gestern geht es mir genau so. Wenn ich zuviel davon esse, kriege ich Bauchkrämpfe und mir wird schlecht.
    Das ist klasse, das ist ja eine eingebaute Sperre auf die ich mich verlassen kann.
    Mit Kohlenhydrat-Sachen ist das allerdings noch anders. An Nudeln mit Gemüsesoße oder Reis könnte ich mich immer noch hemmungslos weit übers Kalorienlimit bringen, da habe ich leider noch keine Grenze.
    lg
    Renate

  2. Danke Renate. Ja, es doch gar nicht so kleine Veränderungen. Eben habe ich übrigens noch etwas festgestellt. Zur Zeit trinke ich ja keinen Kaffee und wenn ich früher ins Café ging, dann gehörte immer zum Kaffee ein Stück Kuchen. Seit ich nur noch Tee trinke ist da auch kein Verlangen mehr nach Kuchen. Irre nicht?
    Was das Mengen essen betrifft habe ich auch so meine Lieblinge und Nudeln mit Tomatensauce oder Gemüsesauce gehören absolut dazu. Da könnte ich auch alles vergessen und nur noch essen. Aber da ist wieder ein Satz aufgetaucht den ich einmal gelesen habe: Ich muss nicht alles gleich essen! Nichts verschwindet von diesem Planeten. Bei solchen Gerichten habe ich mir angewöhnt kleine Portionen zu kochen. Nicht wie sonst 2 Pfund Nudeln für 2 Personen, sondern die nur 1 Pfunde. Das ist immer noch viel. Aber eben nicht soviel und wie gesagt, wenn ich solche Dinge zu kochen plane, esse ich meistens nur Obst über den Tag.

  3. Hey Karin,
    ja, das geht mir genau so. Ich bin inzwischen bei 150 g Nudeln oder 100 g Reis pro Nase angekommen, schon ganz schön ‚runterdosiert. Aber wenn ich merke dass mich die Nudelgier packt, dann esse ich sonst entsprechend weniger 🙂
    Reis und Nudeln sind nach wie vor meine größten Fallen.
    lg
    Renate

  4. trebelia

    Hallo ihr Beiden,

    auch ich habe große Probleme mit Reis und Nudeln. Obwohl ich fast nur die Vollkorn-Variante nehme, bin ich jedesmal erschrocken, was diese doch so gesunden Nahrungsmittel so an Kalorien bringen. Und allein dies lässt mich manchmal weniger davon essen. Es fällt aber sehr schwer. Die „Gier“ kommt immer beim Essen und dann ist alles zu spät. Werde mir wohl auch angewöhnen müssen, weniger zu kochen.
    Lg
    trebelia

  5. Hey Trebelia,

    wie Du liest haben wir da auch noch kein Rezept für gefunden, bis dahin muss wohl die Küchenwaage und der Energiebilanz-Rechner herhalten :-/.
    Ich denke es dauert einfach bis man sich an kleinere Mengen gewöhnt hat, wohl wirklich ein paar Jahre. Und, wie Karin schon schrieb, hilft der Gedanke wirklich dass es morgen auch noch Nudeln gibt und man heute deswegen nicht auf Vorrat zu essen braucht.
    lg
    Renate

  6. Kerstin

    Hallo Ihr Nudel- und Reis-Fans,
    seit ich bei Aiqum bin wiege ich meine Nudeln und Reis vor dem kochen ab. Je 60 Gramm….
    Ich sehe noch den Blick meiner Tochter als sie diese Kleinstmengen das erste mal sah, herrlich der Blick.
    Und auch wenn ich es jedes mal aufs Neue nicht glauben kann, diese Menge macht mich tatsächlich satt. Allerdings nur, wenn ich langsam esse.

    LG Kerstin

  7. Hey Kerstin,
    tja, das Abwiegen mache ich auch im Normalfall, aber manchmal möchte ich einfach schwelgen. Und Satt heißt nicht immer unbedingt auch gleich Zufrieden.
    Wie gesagt, das ist noch eine Baustelle bei mir.
    lg
    Renate

  8. Ich bin nicht so die supergenau Abwiegerin, aber ich arbeite daran. Ich denke so nach und nach bekomme ich es in den Griff. Heute werde ich mal probieren eine kleine Menge zu essen. Es gibt Lasagne und auch wenn ich das Rezept schon sehr entfette so ist es doch eine heavy Angelegenheit.
    Übrigens gibt es dazu Foccacia, ein Gewürzbrot, das ist relativ mager und ein guter Füller. Zumal ich auch noch Salat mache.
    LG KArin

  9. Kerstin

    Ich wiege ja vorher ab, damit ich dann nicht weiteressen KANN.
    Wäre mehr da…ich würde weiteressen. Ist also nur Selbstüberlistung. Und es gibt leider noch genug andere Möglichkeiten für mich zu übertreiben…

    LG Kerstin

  10. Hey Kerstin, Hey Karin

    ich glaube das ist immer ein Balanceakt von jedem einzelnen, wie er es am besten in den Griff bekommt. Ich mache mir immer Unterschiede zwischen „in der Regel“ und „Ausnahmen“ das heißt im Alltag, im Normalfall, wiege ich ab. Aber wenn mir mal danach ist lasse ich Ausnahmen zu. Ich wiege dann auch ab aber ich gönne mir eben mehr.
    Und bei den Sachen bei denen ich weiß dass ich da immer Lust auf mehr habe, plane ich das eben auch von vornherein ein.
    Bei Nudeln ist es ja nun auch so dass sie für manche Beilage und für manche Hauptgericht sind. Wenn ich thailändisch koche und die Mie-Nudeln dazu mache, dann brauche ich wirklich nur 60 Gramm pro Nase weil es eben noch so viel anderes dazu gibt.
    lg
    Renate

  11. Hallo Ihr Lieben, bei uns sind die Nudeln denn schon Hauptgericht und da ich in der Regel fleischlos koche (es gibt Ausnahmen, ist es denn einfach entsprechend mehr an Nudeln. Das andere ist, dass es einfach so ein paar Lebensmittel gibt bei denen ich nicht so das Maß finde und wenn ich dann schon so eine beschränkte Menge auf dem Teller habe, bricht der Frust aus und dieses „du darfst aber auch gar nichts Gefühl“, dass zieht in der Regel nach sich, dass ich dann den Kühlschrank plündere. Es wird sich sicher reduzieren irgendwann und dann auch in Ordnung sein. Ich denke Renate hat recht, da muss jede/r ihren/seinen Weg finden. Lg KArin

  12. Kerstin

    Ja, da werden wir wohl alle noch ein bisschen rumtesten müssen. Eine Sache bekommt man hin und vor lauter Freude darüber isst man ne Tüte Gummibärchen auf, so geschehen heute morgen…Aber da die nächste Woche bei mir eh testen für den Ernstfall sein wird (Bitte bitte Daumendrücken dass ich den Satz „Ich bin satt“ auch rausbekomme wenn es denn so ist) mach ich mich nicht verrückt.

    Also weitersuchen nach dem eigenen Weg und viel Erfolg
    Lg Kerstin

    PS: So ein „Du darfst nicht“-Gefühl habe ich nicht, da sage ich mir immer „in spätestens 2-3 stunden gibt es ja wieder was zu essen“. Aber an den Macadamianuss-Tüten im Laden bin ich gestern eisern vorbeigegangen…die MUSS ich nämlich ganz aufessen, sind ja nicht viele aber fast eine Tagesration.

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