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Hungrig – Essen – Satt

Heute ist mir mal wieder so richtig bewusst geworden, wie sehr ich mein Gefühl für Essen gestärkt habe.

Früher habe ich mich so weit von meiner Körperwahrnehmung entfernt, dass ich nicht mehr wusste wie es sich anfühlt satt zu sein und hungrig zu sein. Ich habe das Essen vergessen oder unterdrückt, habe gehungert bis es nicht mehr ging, und dann habe ich alles was ich in die Finger bekam in mich hineingestopft. Ohne Maß und bis mir schlecht wurde. Die Übelkeit und das Gefühl mich nicht mehr bewegen zu können, war das einzige Halt-Zeichen das ich wahrnahm. Beim Hunger wusste ich auch nie woher der kam. War es echter Hunger, verlangte der Körper nach Nahrung oder war da ein anderes Bedürfnis das ich nicht befriedigen konnte und das ich als diffusen Hunger wahrnahm?

Wenn ich Alkohol getrunken habe, war das Ganze noch verschwommener und ich konnte überhaupt nicht mehr erkennen wann ich nun was essen sollte und wann ich satt war. Da es mir meistens schmeckte, habe ich eigentlich immer gegessen.

Zu Beginn hier auf Aiqum, habe ich mich erst mal strickt an die Mengen gehalten, um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen. Das Verhaltensseminar hat mich dazu angehalten langsam und bewusst zu essen um ein Gefühl für den Punkt zu kriegen, an dem ich satt war.

Es hat lange gebracht und gelingt mir immer noch nicht immer, aber heute habe ich es ganz deutlich gespürt. Ich hatte Hunger und als ich auf die Uhr gesehen habe, habe ich gemerkt dass es schon längst Zeit für meinen Snack war. Also habe ich mir mein für heute geplantes Müsli gemacht und es langsam und genussvoll gegessen. Ich wusste dass die Menge genau richtig für mich ist und dass es immer eine Weile braucht bis sich das Sättigungsgefühl einstellt. Ich habe ganz ruhig aufgehört zu essen und ein paar Minuten später breitete sich ein sattes und zufriedenen Gefühl in meinem Bauch aus. So also fühlt sich „Satt“ an. Und das was ich vorher gespürt habe war „Hunger“. Den Hunger erkenne ich jetzt leicht wieder und das Satt sein meistens auch.

Wenn ich da noch sicherer geworden bin, kann ich langsam wieder damit beginnen ganz normal zu essen ohne alles aufzuschreiben. Es ist ein langer Lernprozess, bei mir dauert er nun schon gut 1 1/2 Jahre. Es lohnt sich aber, es gibt so viel innere Sicherheit. Ich kann dafür sorgen dass immer ausreichend gesunde Nahrung im Haus ist und für Fahrten kann ich gut einschätzen wieviel ich mitnehmen muß. Ich kann sinnvoller einkaufen weil ich besser planen kann wieviel ich essen werde, das spart unter anderem auch Geld. Und vor allem muss ich dann nicht immer an Essen denken, weil ich ja weiß dass ich genug habe um satt zu werden und nicht mehr brauche.

Und es ist ein schönes Gefühl, der Moment an dem man merkt dass man satt ist. Es ist ein so zufriedenes, energiereiches Gefühl. Genau diese Dinge die ich gelernt habe sind mir so unendlich wichtig und genau das ist für mich das Handwerkszeug mit dem ich weiter abnehmen kann und dann nicht wieder zunehmen werde.

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