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gestern beim Equal Pay Day

Gestern war ich in der Stadt und habe dabei einer Kundgebung zum Equal Pay Day gelauscht.

Ich stand etwas abseits weil die Stimme so laut war und so habe ich unfreiwillig einige Kommentare mit bekommen, die mich entsetzt und empört haben.

Meist kamen sie von Männern, aber manchmal auch von Frauen. Vom Alter her waren sie bunt gemischt, ich würde sagen zwischen 25 und 75 Jahren.

Stimmen von Männern:

  • Seit wann ist es Aufgabe der Männer sich um Kinder zu kümmern?
  • Wieso beklagen die Frauen sich? Sie sind es doch die Kinder bekommen
  • Frauen arbeiten auch weniger, sie hängen dauernd auf dem Klo und haben ihre Tage
  • Frauen arbeiten freiwillig, sie könnten doch heiraten und den Haushalt machen. Wieso  verlangen die genau soviel Geld wie ein Mann der doch eine Familie ernähren muß?
  • Es gäbe viel weniger Elend und verwahrloste Kinder, wenn Frauen sich wieder auf ihre gottgegebene Aufgabe besinnen würden und für ihren Mann und die Kinder sorgen würden.

Stimmen von Frauen:

  • Wieso jammern die so herum? Wenn ich Kinder will dann habe ich genug zu tun und mache keine Karriere
  • Ich will den Männern nicht die Arbeitsplätze wegnehmen, schließlich versorgen die Männer die Familien
  • Es ist unverantwortlich für eine Mutter zu arbeiten und nicht für ihre Kinder zu sorgen.
  • Ich habe mein Leben lang für meine Familie gesorgt und war glücklich. Die jungen Frauen wollen zu viel und sind nie zufrieden. Wenn sie sich damit zufrieden gäben was für alle Frauen immer schon richtig war, wären sie heute nicht so unglücklich und unzufrieden.
  • Sollen sie doch einen Mann mit Geld heiraten

Diese Stimmen habe ich am hellen Vormittag mitten in Hannover, auf dem Opernplatz gehört, während ich den Reden von Frau von der Leyen und Frau Elke Twesten gelauscht habe. Ich konnte es nicht glauben, aber anscheinend ist das die dominante Meinung. Ich frage mich echt in welchem Jahrhundert wir leben????

2 Kommentare zu “gestern beim Equal Pay Day”

  1. Karin schreibt:

    Diese Rückschritt in Sachen Feminismus bemerke ich seit ca. 3 Jahren. Auf einmal hat Selbstbestimmung für Frauen damit zu tun, einen Push Up und High Heels zu tragen und die Brutpflege zu übernehmen, und zugeschanzt zu kriegen. Bücher von Autorinnen wie Eva Herman: „Frauen sollten nicht immer soviel meckern, sondern es ihren Mann bequem machen“ und Hera Lind „Vier Kinder, Haushalt, eine Talkshow und ein Beruf sind für mich kein Problem“ tun dazu noch ihr übrigens.
    Wir sind auf dem direkten Weg zurück in die 50ziger. Das ist einfach erschreckend. Werbung wird immer sexistischer und das männliche Imponiergehabe auch. Ich persönlich höre schon mal Kommentare wie: Na ja, du lebst anders. Aber ich möchte nicht das die Männer mich für eine Kampfemanze halten.
    Emanze und dann noch Kampfemanze wird von vielen Frauen scheint es als Schimpfwort empfunden. Ein Mann der für seine Rechte und seine Bedürfnisse eintritt ist ein tougher Kerl, eine Frau rutscht in so eine „unweibliche“ Ecke. Krank ist das!
    Lg Karin

  2. Requendel schreibt:

    …und leider leider so altbekannt…
    lg
    Renate

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