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Gedanken

Heute ist hier wunderschönes Wetter in Kiel. Ein herrlicher Wintertag und ich war eben Leinwand kaufen und Farben. Dabei habe ich mir einmal Gedanken über mein neues Projekt gemacht. Die März Ausstellung ist komplett und nun werde ich Bilder zu einem bestimmten Thema malen. Das Thema hat mit meiner anderen Arbeit dem Hexenhandwerk zu tun und der Obertitel wird Hagazussen sein. Hagazussa ist althochdeutsch und bedeutet Zaunreiterin. Der Begriff Hexe stammt davon ab. Es befasst sich also mit Frauen die zwischen den Welten wechseln und auf dem Zaun zwischen ihnen reiten, balancieren. In allen Welten zu hause sind und doch ewige Reisende ohne festen Wohnsitz in einer. Dann fielen mir wieder die Märchen meiner Kindheit ein. Die Hexe als ewige böse und doch faszinierend. Entweder als hässliche Alte, oder aber als wunderschöne Verführerin dargestellt. Das da was nicht stimmen konnte wusste ich sogar schon als Kind. 🙂 Als ich so bei den Märchen ein, dachte ich: Merkwürdig wie sich einige Überlieferungen verändern. Die Märchen von Andersen und Grimm wie wir sie kennen, sind ja schon mit der Christianisierung verändert worden, dass meine ich nicht. Mir ging so das Märchen vom Froschkönig im Kopf herum und der schöne Spruch: Frau muss viele Frösche küssen, um einen Prinzen zu finden! Aber, fiel mir da ein, die Prinzessin in dem Märchen hat den Frosch ja gar nicht geküsst. Sie sollte es, ekelte sich aber (ist halt nicht jeder frau ihr Ding Amphibien zu küssen) und hat den Frosch gegen die Wand geschmiessen. Hier erst verwandelte er sich in einen Prinzen (ich hoffe mal, dass sie sich nie gewünscht hat das er wieder ein Frosch wird). Was ich mich nun frage ist; entstehen solche Veränderungen absichtlich. Ich denke zwischen an die Wand knallen und küssen ist doch ein deutlicher Unterschied. Ich meine in meinen Ehen haben beide Gefühle schon einmal eng bei einander gelegen, aber waren doch noch deutlich zu unterscheiden. Wird sowas nun bewusst umgedacht, also ist da jemand der meint: „Nee, ne Frau die einen Typen gegen die Wand schmeisst geht gar nicht. Lass sie ihn mal lieber küssen und, sozusagen durch Sanftmut und Zärtlichkeit verwandeln“? hmm, ich weiß es nicht. Aber mir gefällt die erste Version besser, denn da entscheidet die Prinzessin wo die Grenze ist für sie. Und nicht Vater oder Frosch bestimmen ihr Tun.

Lesetipp: Es gibt von der Anne Sexton ein wunderschönes Buch in dem sie Märchen erzählt die wir alle kennen, aber eben auf eine etwas andere Weise. Es heisst Verwandlungen und eignet sich sehr gut zum Verlesen.

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