Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Abnehmen und Tipps – erfolgreich abnehmen

persönliche Tagebücher und Tipps über das Abnehmen

Kategorien

Archiv

Login

Abonnieren

Back to top


Freude am Essen – Struktur im Tag – Plauderei

Heute früh bin ich aufgewacht, es war schon hell draußen obwohl es sehr früh war aber mich hat es nicht im Bett gehalten, ich bin sehr früh aufgestanden.

Und dann musste ich grinsen, denn einer der Antriebe aufzustehen war die Vorfreude auf mein Frühstück. Als ich weiter drüber nachdachte, habe ich gemerkt dass das schon seit langer Zeit so ist. Ich freue mich aufs Essen. Ich genieße es zu essen. Ich plane mein Essen sorgfältig und lausche genau in mich hinein was mir schmeckt und was mir gut tut. So wird jede Mahlzeit zu einem kleinen Fest für mich, besonders wenn mir die Kombination von Gesunden und Schmackhaften gelingt. Es befriedigt mich dann auf der ganzen Linie weil ich weiß dass ich mir was Gutes tue, dass ich gut für mich sorge, und dass ich genieße. Warum hat das früher so auseinander geklafft? Ich verstehe mich selbst nicht mehr weil so viele unsägliche Dinge mir Genuss suggerierten. Irgend etwas war da völlig aus der Bahn geworfen. Und dass mich der Gedanke an ein Frühstück mal aus dem Bett wirft, das hätte ich vor zwei Jahren auch noch nicht gedacht. Es ist keineswegs ein üppiges Festtagsfrühstück, ich esse morgens eine Schnitte selbstgebackenes Roggen-Sauerteigbrot mit Hefeextrakt und Quark bestrichen, mit Kresse bestreut und dazu gibt es eine Tasse Kaffee. Das schmeckt mir so gut dass ich keine Abwechslung brauche, das esse ich tagein tagaus.

Es passiert mir öfter dass ich früh morgens im Bett liege und schon den Kaffeeduft in der Nase habe und den Geschmack von dem Brot auf der Zunge. Es ist ja so einfach sich selbst kleine Freuden zu bereiten.

Dazu kommt noch eine wichtige Sache. Es war wohl kein Zufall dass ich AIQUM „fand“ in der Zeit als bei uns eigentlich alles den Bach ‚runter ging, als wir beide Arbeitslos wurden. Gerade in dieser gefährlichen Zeit hat mir das was ich bei AIQUM gelernt habe, dabei geholfen dem Tag Struktur zu geben. Ich habe mich an ganz regelmäßige Mahlzeiten gewöhnt, das erfordert regelmäßige Handlungen. Um diese festen Zeiten herum habe ich nun meinen Tag organisiert und stelle fest dass so auch andere Dinge ihre festen Zeiten bekommen. Putzen, nach Arbeit schauen, Sport, Kontakte, alles hat seinen festen Platz bekommen und so langsam merke ich dass ich viel mehr schaffe als früher.

Wichtig ist auch das sichere Gefühl dass ich habe. Weil ich weiß dass ich morgens gleich nach dem Aufstehen ein gutes Frühstück bekomme, habe ich am Abend vorher nicht das Bedürfnis viel zu essen. Früher war das immer so eine Vorratsesserei, denn ich habe mir das Frühstück verboten um es möglichst lange ohne Essen auszuhalten. Das war natürlich Blödsinn denn ich habe mir die tagsüber eingesparten Kalorien abends wieder doppelt und dreifach angefuttert. Morgens reicht mir das kleine Frühstück weil ich weiß dass ich in ein paar Stunden meinen Obstsalat bekomme etc etc. Dieses regelmäßige Essen hat mich von meinen riesigen Portionen ‚runter gebracht und da ich nie mehr ausgehungert und gierig und ungeduldig bin, nehme ich mir zu jeder Mahlzeit die Zeit sei liebevoll zuzubereiten und uns beiden oder mir alleine zu servieren.

Ach ja, weil mein Tag nun so eine feste Struktur hat, habe ich trotz Arbeitslosigkeit jeden Tag das Feierabendgefühl, wenn alle Dinge erledigt sind die zu erledigen waren. Das ist auch sehr sehr wichtig für das Befinden.

Und dazu kommt noch dass ich immer gelassener werde was das Abnehmen betrifft und, das freut mich jetzt besonders, ich habe die perfekte Hilfe von meinem Mann. Übermorgen habe ich meine Figurtest und ich fühle mich so als ob ich wieder etwas zugenommen hätte. Da ich zwar immer gelassener werde aber eben noch nicht ganz gelassen bin, habe ich mich wieder dabei ertappt gerade in den letzen Tagen wenig zu essen und viel zu verbrauchen. So wollte ich gestern nachmittag eigentlich das Eis verweigern, das ich eigentlich gerne essen wollte und das wir uns für gestern nachmittag gekauft hatten. Mein Mann brachte die Dinge auf den Punkt indem er mir sagte dass ihn das jetzt an früher erinnern würde und dass es mich bestimmt nicht dünner machen würde wenn ich dieses Eis nicht essen würde. Meine Laune wäre allerdings im Keller und viel schlimmer, ich wäre wieder in alten Gleisen. Ich habe mich so darüber gefreut dass ihm das aufgefallen ist, dass er genau den Punkt erkannt hat und dass er mich wieder zur Ordnung gerufen hat. Das Eis hat ganz wunderbar geschmeckt.

3 Kommentare zu “Freude am Essen – Struktur im Tag – Plauderei”

  1. Kerstin schreibt:

    Moin Renate!
    Ich bewundere Dich besonders dafür, dass Du es geschafft hast Deinen „arbeitslosen“ Tagen diese Struktur zu geben. Ich war auch mal arbeitslos und weiss was das bedeutet.
    Deine Beiträge sind immer wieder wunderbar!

    Danke!
    LG Kerstin

  2. Requendel schreibt:

    Danke Kerstin,
    ich bin eigentlich unheilbar positiv eingestellt und habe mich dazu entschlossen diese freie Zeit ganz und gar für meine Gesundheit zu verwenden. So habe ich nie das Gefühl dass die Zeit verloren ist und Zeit ist ja für viele der totale Luxus. So kann ich die Dinge am besten nehmen wie sie kommen.
    lg
    Renate

  3. trebelia schreibt:

    Liebe Renate,

    ich habe erst seit zwei Tagen diesen Abnehm-Blog entdeckt und bin dabei, viele Deiner Beiträge nachzu“arbeiten“. Sie gefallen mir jedesmal super! Vor allem dieser Beitrag hat mir wieder mal gezeigt, dass ich vieles nachzuholen und zu ändern habe. Mein Tag ist sehr chaotisch, nicht organisiert. Man lebt aus verschiedenen Gründen manchmal einfach so in den Tag hinein. Das ist manchmal erdrückend, verursacht Stress und Unzufriedenheit. Dein Beitrag wird mir (wieder mal – grins) eine Anleitung sein, etwas in meinem Leben zu verändern. Den Anfang könnte man wirklich mit regelmäßigen Mahlzeiten beginnen, jedenfalls anfangs.
    Liebe Grüße
    trebelia

Kommentar schreiben