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Fragile Sicherheit in neuen Gewohnheiten

In der letzten Woche schrieb ich ja, dass ich mich allmählich sicherer fühle und dass meine Umstellung in der Ernährung allmählich zur Gewohnheit wird. Das ist auch schön und ich freue mich daran. Aber durch den Umzug, bei dem ich am Wochenende geholfen habe, merkte ich dann doch wie fragil, und wie abhängig diese neuen Gewohnheiten von meiner täglichen Struktur sind.

Ich habe mir ja in den Monaten bei AIQUM einen Tagesablauf gebaut der sich um die Mahlzeiten arrangiert. Mit dieser täglichen Routine sind Ausrutscher kontrolliert und kleinere Sünden werden bewusst zugelassen. Alles passt in den Plan. Und sogar auf gesunde Mineralien wie organisches Germanium achte ich neuerdings.

Nun am Wochenende war das nicht so. Meine tägliche Routine ließ sich nicht halten. Ich musste früher aufstehen, musste mehr körperlich arbeiten, war von sehr vielen Menschen umgeben und es herrschte viel Stress. Das war irgendwie nicht meines. Die vielen neuen Leute und keine Ruhe für mich, dass ging nicht sehr gut.

Ich habe zwar Kalorienbewusst gekocht, dass ja, aber ich war schnell mit den kleinen Ausrutschern dabei. Wie es Eis zwischendurch gab, waren es nicht meine üblichen 2 Kugeln, sondern schon mal der von früher gewohnte Amarenabecher. Den ich denn auch nicht mit Lust, sonder eher aus dem Frust heraus gegessen habe. Das ist nicht gut und das ist ein Punkt an dem ich noch zu arbeiten habe.

Gestern habe ich dann meinen gewohnten Tagesablauf wieder aufgenommen, jedenfalls fast. Es war wieder sehr viel los. Überraschend kamen viele Leute vorbei, die mich nervlich sehr forderten und mir war als zerrte jeder an mir und ich fühlte mich einfach nur noch genervt. Da habe ich dann etwas Neues gemacht, ich habe mich zurück gezogen. Bin nach oben in die Wohnung gegangen, habe Viktor gebeten sich um die Leute unten zu kümmern und habe mich hingelegt. Das war gut. Ich bin mir sicher, dass es sonst in einer Fressattacke geendet wäre.

Aber ich fühlte mich den ganzen Abend sehr schuldig, dass ich nicht da war für die Leute. Da fiel mir dann aber die Göttinnenkarte ein, die ich morgens gezogen hatte. Die Erinnyen -Krise- hieß die. Die Bedeutung dieser Karte ist: Du bist in einer Krise, hole dir Hilfe von außen und stelle dich deinen Problemen nicht alleine. Eine weitere Bedeutung ist: Menschen die in einer Krise stecken kommen zu dir und erwarten Hilfe. Diese Hilfe kannst du im Moment nicht geben ohne dich selber zu gefährden.

Wie gesagt: Morgens fand ich die Karte unpassend, aber abends war mir klar, warum ich die gezogen hatte. Mehr oder weniger steckten alle mit denen ich gestern zu tun hatte in der Krise und ich war selber sehr mit mir beschäftigt und konnte (und ehrlich gesagt: WOLLTE) keine Hilfe sein, wollte mich einfach mal einen Tag nur auf mich konzentrieren und meine Sachen klären.

Besonders übergriffig habe ich gestern einen Bekannten gefunden, der morgens mit mir telefoniert hatte und dem ich in diesem Gespräch gesagt hatte, ich möchte heute keinen Besuch haben. Der stand dann nachmittags vor der Tür und meinte, er hätte aber da eine Sache die er dringend mit mir besprechen müsste. Leider war hier noch die Bude voll und jemand anders hatte ihn rein gelassen. So konnte ich nicht so deutlich wie ich es mir gewünscht hätte sagen, dass ich es nicht ok fand. Aber da bin ich dann auch später gegangen.

Ich finde es schwer Menschen die ich mag Grenzen zu setzen. Zumal sie es ja nicht gewohnt sind, von mir Grenzen was meine Zeit und mein Verständnis für ihre Probleme betrifft gesetzt zu kriegen. Ich habe meinen Beruf immer so gesehen, dass ich die Fähigkeit habe vielen zu helfen und es auch tun sollte. Aber ich merke immer mehr, dass ich es übertrieben habe und mir so viel Aufmerksamkeit entzogen habe, die ich dringend für mich gebraucht hätte. Aber eben wie gesagt: Ich bin noch ungeübt im Grenzen setzen und habe oft Schuldgefühle wenn ich es tue. Dann komme ich ruppige und abweisender rüber als ich es möchte. Das wird wohl eine neue Aufgabe sein. Höflich nein zu sagen!

2 Kommentare zu “Fragile Sicherheit in neuen Gewohnheiten”

  1. Requendel schreibt:

    Hey Karin,
    ich finde das sind sehr wichtige Schritte, die Du da machst. Und es ist sicher sehr sehr schwer weil es nicht Dich alleine, sondern Dein gesamtes Umfeld betrifft.
    Freue Dich an jeden kleinen Fortschritt den Du machst und sei Dir immer bewusst dass Du erst seit Anfang des Jahres dabei bist und dass Du für diese relativ kurze Zeit extrem viel verändert hast.
    Wie Tom immer so schön sagt: „Die Eisbecher sind gegessen, in mehrfacher Hinsicht und morgen ist ein neuer Tag“
    lg
    Renate

  2. Karin schreibt:

    Hi Rebate, danke! genau das versuche ich mir immer zu sagen. Meistens klappt es, aber manchmal ist da einfach eine enorme Angst in ein Loch zu fallen und diesmal nicht wieder rauszukommen. Aber ok, ich werde mal versuchen weniger streng zu mir zu sein. LG Karin

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