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Ernährungsumstellung auch in den Gedanken

Heute sind mir mal einige Unterschiede aufgefallen zu der Art und Weise wie ich an Essen denke, zwischen früher und heute.

Ich habe immer schon mit Genuss gegessen, das ist geblieben. Ich habe immer schon Essen mit Behaglichkeit und Lebensfreude verbunden. Auch das ist geblieben und das lasse ich mir auch nicht nehmen. Mit Essen feiere ich schöne Ereignisse oder tröste mich auch mal über nicht so gute Phasen hinweg. Ein Essen zu planen, zusammenzustellen und zuzubereiten ist auch immer eine kreative Tätigkeit die mir gut tut.

Früher habe ich immer wenn ich mal wieder was Schönes zu essen machen wollte, an große Fleischragouts in Sahnesoße, an Pasta mit Meeresfrüchten auch in Sahnesoße oder an Aufläufe dick mit Käse überbacken gedacht, manchmal auch an traditionelle Sachen wie Pfannkuchen, Kartoffelpuffer etc. Die Vollwertvariante des Pfannkuchens mit Porree und Pilzen, natürlich in Sahnesoßen, war sehr beliebt.Fett gebratene Sachen waren Favorit, viele Kohlenhydrate und Fleisch. Gemüse war eher eine Beilage, ein Salat erst recht. Das Dessert bestand aus mächtigen Cremes mit vereinzelten Früchten. Gemüse wurde meist in Olivenöl schwimmend zubereitet. Alles war zwar sehr lecker aber nicht unbedingt gesund und erst recht nicht kalorienarm.

Wenn ich gesunder leben wollte dann musste ich mir immer Gedanken darüber machen, musste erst die Bilder von den mächtigen Schlemmereien aus dem Kopf kriegen und das durch gesündere Varianten ersetzten. Meist war das dann mit dem Gefühl des Verzichts und des Bedauerns verbunden. Kompensieren konnte ich das nur dadurch dass ich mir immer wieder klar machte dass ich jetzt was Gesundes esse.

Heute war wieder ein Tag an dem ich Lust hatte uns heute was Schönes zu kochen. Und als erstes Bild stand in meinem Kopf eine große Platte mit Pellkartoffen umgeben von einer Auswahl bunter frischer und schonend zubereiteter Gemüsesorten.

Es kam ganz automatisch und ohne dass ich daran denken musste was Gesundes zu essen. Es ist genau das was ich haben will und was ich genießen werde, deswegen ist für Verzicht kein Platz. Verzicht von was auch?

Ich habe die Gegenprobe gemacht und mir klar gemacht dass ich heute alles essen darf was ich will. Frikadellen in Pfifferling-Sahne-Soße zum Beispiel mit grünen Bohnen und Kartoffeln. Oder ein Risotto? Oder ein Nudelauflauf mit Eiern Käse und Schinken? Alles ist möglich aber ich will das nicht. Ich will genau meine Gemüseplatte mit einer Soße aus dem Gemüsekochwasser, ganz wenig Butter und vielen gehackten frischen Kräutern.

Das Wichtige daran ist, dass ich anscheinend auch meine Gedanken, Gewohnheiten und Automatismen umgestellt habe. Leckeres gutes genussreiches Essen bedeutet jetzt nicht mehr unbedingt nur die alten kalorienreichen Schätzchen, ich habe sozusagen meine Datenbank erweitert um viele gesunde und leichte Genüsse und die kommen dann zum Glück ganz oft und automatisch bei der Abfrage als Ergebnis.

Ich muss nicht mehr nachdenken wenn ich was Gesundes essen will, es gehört jetzt zu meinem Alltag.

Das ist die wahre Ernährungsumstellung, wenn es auch in die Gedanken eingesickert ist. Eine Weile gesund zu essen ist vergleichsweise einfach. Wenn man das weiter macht wird es langsam lästig weil man immer aufpassen muss und man gibt leicht wieder auf. Aber wenn man dann den Knackpunkt überwunden hat und nicht mehr darüber nachdenken muss, dann fällt es wieder leicht.

Ich habe das geschafft mit Hilfe der sanften und freiwilligen Kontrolle, die ich bei Aiqum habe.

Ich wünsche allen Abnehmwilligen die Geduld und Ausdauer über genau diesen Punkt hinwegzukommen.

Danach wird alles leichter.

2 Kommentare zu “Ernährungsumstellung auch in den Gedanken”

  1. Karin schreibt:

    Hallo Renate, dein Beitrag spukte mir seit Erscheinen im Kopfe herum. Ich bin scheint es noch nicht so weit wie du. Nun ja, du hast mir ja einiges an Zeit zum Üben voraus. 🙂
    Bei mir ist es sehr merkwürdig. Wenn ich Trostessen brauche kommt da oft der Gedanke an das richtige Nahrungsmittel. Wie Weintrauben oder mageren Aufschnitt, aber dann kommt eine Stimme die sagt: Das kann doch gar nicht funktionieren. Du solltest gleich zu Eiscreme oder Pizza greifen. Da kannst du dir wenigstens sicher sein. In letzter Zeit gelingt es mir immer öfter mal dieser Stimme zu widersprechen, aber mein inneres Kind das Trost braucht glaubt noch immer nicht so richtig das die gesunden Sachen funktionieren. Aber ich bin zuversichtlich. LG Karin

  2. Requendel schreibt:

    Hi Karin,
    ich glaube das ist wirklich eine Frage der Zeit. Es ist doch toll dass Du schon mal auf das Echte Lust hast. Zwing‘ die blöde Stimme in den Hintergrund. Deine Instinkte funtionieren es geht wohl darum Dir selbst zu vertrauen.
    Hm, und vielleicht wäre es auch mal ein Experiment wert. Du hast Dich verändert. Bist Du sicher dass Eis oder Pizza immer noch wirken? Probier das mal aus, ich kann mir vorstellen dass Du eine Überraschung erleben wirst. Bei mir ist es so dass es mal wirklich die Pizza ist, aber eben nicht immer, eher so in einem viertel der Fälle. Und dann gönne ich sie mir auch.
    lg
    Renate

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