Diät in der Menopause – Die Ziele verändern sich

Seit Renate vom Blitzschlag der Erkenntnis getroffen wurde, dass sie nun auch in den Wechseljahren ist und über ihre Veränderungen berichtet wird mir vieles klar.

Renate schrieb ja bereits das sie am Anfang bei AIQUM recht gleichmäßig abgenommen hat. Das war bei mir nicht so. Es gab große Erfolge, aber auch enorme Rückschläge. Es gab Zeiten in denen ich viel gegessen habe und abnahm und Zeiten in denen ich eine vorbildliche Energiebilanz hatte und es tat sich nichts. Also gemischtes Programm und viel Frust. Das Interessante ist, dass ich es nie mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht habe, sondern immer mir die Schuld gab. Die letzten Tage habe ich viel nachgedacht und bin mal tief in mich getaucht. Dabei ist mir einiges klar geworden. Ich muss meine Ziele anders definieren, oder genauer ich muss meinen Weg zum Ziel anders gestalten. Eigentlich nicht einmal anders, denn unbewusst habe ich es ja für mich richtig gemacht.

Baumfrau

Wie gesagt, für mich war es richtig. Aber im Grunde habe ich mich an den Vorgaben anderer orientiert. Renate nahm gleichmäßig ab und ich nicht. Also bin ich Schuld das es bei mir nicht so ist, weil ich irgendwas falsch mache. Nur im Grunde habe ich nichts verkehrt gemacht, außer das ich mir diese blöden Schuldgefühle gemacht habe. Denn mein Weg ist ein anderer und meine körperlichen und seelischen Voraussetzungen sind andere als bei anderen Frauen. Wie gesagt das vieles was bei mir nicht vorbildlich klappte mit den körperlichen und seelischen Veränderungen der Menopause zu tun hat, dass ist mir erst jetzt deutlich geworden. Ich erlebe es ja das erste Mal das eine andere Frau darüber schreibt und erzählt wie es ihr ergeht. Und das es bei mir vorher so war, was ein Wunder, ich bin 5 Jahre älter wie Renate.

Es ist schon interessant was sich so verändert am eigenen Verhalten wenn frau in die Menopause kommt. Ich spüre eine Konsequenz in mir die ich früher nicht immer hatte. Missfallen äußere ich sehr deutlich. Setze Grenze und ahnde Grenzverletzungen ohne Warnschüsse. Da geht es gleich in die Vollen. Dann ist da noch etwas das mich sehr irritiert hat, ich kann unglaubliche Wut entwickeln und genieße die Energie die dahinter steckt. Wenn ich richtig wütend werde dann hat diese Wut eine Kraft in sich die sagt: Hier stehe ich und da kommt keine/r dran vorbei. Das ist ein tolles Gefühl sich so eigenmächtig zu fühlen.

Was bedeuten nun für mich diese Veränderungen in Sachen Abnehmen? Das ich weiter abnehmen möchte steht außer Frage, aber wie soll das aussehen, denn strikt nach Plan leben, kann ich nicht im Moment, dafür ist alles jeden Tag anders und ich will mir nicht noch mehr Druck machen. Im Moment trage ich mein Essen nur ein wenn ich merke das es zu sehr aus dem Ruder läuft. Mein Ziel ist Kleidergröße 44, das reicht mir. Wenn ich denn noch weiter will, kann ich ja ein neues Ziel definieren.

Ich merke auch, dass die Loslösung von der Waage gut für mich war. Denn immer wenn die mehr anzeigte obwohl mein Maßband etwas anderes sagte, hing ich wieder im Loch und war deprimiert und frustriert.

Fazit: Ich werde mir Zeit lassen. Das schrieb ich ja bereits in anderen Beiträgen, aber damals immer mit einem leichten Schuldgefühl und Mutters Stimme im Ohr: Du hast eben keine Disziplin, du bist schwach! Jetzt sage ich mir, und posthum ihr: Ich bin nicht schwach und undiszipliniert, nein, ich gebe meinen Weg und erreiche meine Ziele auf eine mir gemäße Art. Das heißt nun nicht, dass ich AIQUM nicht mehr brauche. Ganz im Gegenteil, die Community dort und die Unterstützung der Leute die ich dort kennengelernt habe sind mir extrem wichtig und ich brauche den Austausch und die Anregungen die mir dieses Abnehmen Forum gibt.

KA-Rit

About Karin

Hobbys: Lesen, Schreiben, Fotografieren, Freunde, Sport, Kochen uvm.
Beruf u/o Berufung: Hexe und Künstlerin
Alter: 51
Familienstand: glücklich mit dem Liebsten, 1 Tochter, 1 Enkelin

2 thoughts on “Diät in der Menopause – Die Ziele verändern sich

  1. Hey Karin,
    ich finde Du hast das gut für Dich erkannt! Irgendwie haben wir immer noch in uns dass wir an allem schuld sind, nur weil es nicht so läuft wie bei anderen.
    Ehrlich gesagt bin ich dem auch aufgesessen und werde nun eines Besseren belehrt.
    Ich glaube unser neues Wechsel-Blog wir mir gut tun und mir helfen mich zu sortieren.
    lg
    Renate

  2. Ja, der Wechselblog war eine tolle Idee. Ich denke da wird sich einiges klären. Alles Liebe Karin

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