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Abnehmen und Tipps – erfolgreich abnehmen

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…das noch und dann reicht es erst mal…aber Fortsetzung folgt…

…bin ich begeistert von Aiqum. Ich merke die Wirkung auf allen Ebenen. Ach da wo es weh tut. Endlich wird eine Fessel lockerer, die meine Seele seit meiner Kindheit eingezwängt hat.
Diese Demütigung, diese Verzweiflung, dieses bösartige Gerede von außen, diese Verachtung von Mutti für das dicke Kind.
Für die Worte die wich Stacheln mit Widerhaken wirkten. „Zieh‘ Dir was Langärmeliges an, ich schäme mich sonst mit Dir auf die Straße zu gehen“ Diese aufgezwungenen Diäten von Mutti, diese Andeutungen dass es immer so schön ist mit meiner Schwester Klamotten zu kaufen.
Unausgesprochen steckte dahinter: „Ganz im Gegensatz zu Dir“ Verachtung aus der eigenen Familie, Demütigung bei der Tanzstunde, gute Ratschläge von Freunden die eher wie Schläge wirkten.
Deswegen eine leicht vorne übergeneigte Haltung, die den Bauch verbergen sollte. Dauerverspannung deswegen. Ach, die Liste ist endlos.

Hier mit diesem Programm kann ich selbstbestimmt das Essen wieder richtig lernen. Ich kann die Art und das Tempo bestimmen, ich kriege nur Vorschläge und Tipps. Der Zuspruch im Forum ist gewaltig und es gibt immer Leute denen das ähnlich geht.
Ich habe das erste Mal im Leben das Gefühl eine reelle Chance zu haben mein Gewicht loszuwerden.
Ich will es nicht, ich habe mich nie wohl damit gefühlt und es war mir nie egal.

Nun habe ich mich in gut vier Wochen, in denen ich regelrecht geschlemmt habe, von 122 Kilo auf 116,8 Kilo gebracht. Das ist wirklich schon ein netter Erfolg.
Aber der eigentliche Erfolg liegt auf einer anderen Ebene. Ich fasse Mut, ich mache Sport, ich bekomme bessere Laune und ich gebe mir mehr Raum und Luft. Die Fessel wird lockerer und nun kann der angestaute Schmerz über die Verletzungen und Übergriffe ‚rauskommen.

Heute Nacht bin ich aufgewacht und musste über eine Frage aus dem Forum nachdenken. Plötzlich flossen die Tränen. Ich habe mir meinen Kummer über mein Dicksein von der Seele geweint und nun weiß ich dass ich mich verstehen kann, ich weiß wie es dazu gekommen ist, ich hasse mich nicht mehr dafür, ich akzeptiere das und vor allem sehe ich einen Weg
der hinausführt.
Dieser Weg ist nicht einmal sehr steil, aber sehr sehr lang.

Aber was sind schon ein paar Jahre im Gegensatz zu den 43 Jahren die ich schon auf der Welt bin?

Ich will in meiner zweiten Lebenshälfte gesünder sein. Ich bin bereit was dafür zu tun, ich bin es mir wert mich für mich selbst anzustrengen!!!
Als ich das meiner Therapeutin sagte, bekam sie Tränen in die Augen vor Freude.

(das war Ende Februar 2006)

2 Kommentare zu “…das noch und dann reicht es erst mal…aber Fortsetzung folgt…”

  1. Kerstin schreibt:

    Hallo Renate,
    als ich vorhin Deinen Text las, besonders den letzten Absatz, ging es mir genauso wie Deiner Therapeutin, und jetzt wo ich dies schreibe wieder.
    Ich finde Du bist was ganz besonderes!

    LG Kerstin

  2. Requendel schreibt:

    Danke!!
    lg
    Renate

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