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Abnehmen und Tipps – erfolgreich abnehmen

persönliche Tagebücher und Tipps über das Abnehmen

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Das Abnehmen wurde zur Obsession

Gestern Abend, nachdem ich meinen Entschluss zur Pause veröffentlicht habe, habe ich darüber nachgedacht was da eigentlich passiert ist mir mir in der letzen Zeit.

Ich bin in eine Falle getappt die ich bisher umschiffen konnte, die mir aber immer als mögliche Falle bewusst war. Das Abnehmen ist fast zur Obsession geworden, es war fast ein Suchtverhalten.

Meine stetigen Erfolge sind mir etwas zu Kopf gestiegen, ich habe das Lob und die Anerkennung eingesogen und genossen. Das ist ja auch nicht verkehrt, aber ich habe dem eine zu hohe Wertigkeit gegeben. Ich lief in Gefahr mein Selbstwert von genau diesem Lob abhängig zu machen, ich lief in Gefahr immer mehr in meinem Leben dem Abnehmen unter zu ordnen. Ich wollte mehr und mehr vom Erfolg vom Lob, aber es wurde immer schwerer. Ich habe vieles andere verdrängt und hatte immer weniger Zeit und Energie mich um anderes zu kümmern. So kam es dann dass ich soweit war dass mein Wohl und Wehe von der Waage und vom Maßband abhing.

Zum Glück habe ich das rechtzeitig bemerkt und kann gegensteuern. Es ist nicht schlimm in Fallen zu tappen, man muss sich nur darum kümmern wieder herauszufinden.

Zuerst muss ich mir überlegen was es war das ich da am liebsten verdrängen wollte. Ein paar Ideen habe ich schon dazu und jetzt habe ich auch den Kopf wieder frei um mich damit zu befassen.

Ich merke wie gut mir der Gedanke tut jetzt erst einmal Pause zu machen, das heißt auch die Kontrolle über mein Essen zu lockern. Es tut mir gut und macht mir gleichzeitig Angst. Es wird wohl so laufen dass ich nur noch grob überschlage was ich gegessen habe und dann den geschätzten Kalorienwert eintrage. Die Figurtests werden dann bestätigen ob ich richtig schätze oder nicht.

Es ist ein komisches Gefühl und es wird auch einige Zeit dauern bis ich wirklich abschalten kann und bis ich wirklich das Abnehmen wieder an den richtigen Platz verwiesen habe. Ein sehr wichtiges Projekt zwar, aber nicht das einzig wichtige.

Es ist auch wichtig für mich zu sehen, dass ich auch Anerkennung, so ich sie denn brauche, bekomme in Bereichen die nichts mit dem Abnehmen zu tun haben.

Und ganz wichtig ist es auch dass ich nicht die gleichen Komplexe, die gleichen Mechanismen, die ich mit meinem sehr starken Übergewicht hatte, einfach auf meine schlappe Haut übertrage. Dann hätte ich ja überhaupt nichts gelernt und das wäre jammerschade.

Der jammernde Beitrag über mein Erlebnis am FKK-See war Alarm für mich. Die Haut war zum Glück nur Symbol für das was im Inneren stattfand. Jetzt, mit einigem Abstand, sehe ich zum Glück dieses Thema wieder gelassen.

Ach ja, heute Nacht habe ich wunderbar ruhig geschlafen und bin erholt aufgewacht, mit einem Hauch Abenteuerlust in mir. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Diese blöde Waage hat sich in meinen Kopf geschlichen und ich habe es leider zugelassen dass sie sich viel zuviel Platz genommen hat.

Das wird jetzt anders.

Ich muss immer an einen Spruch denken, den ich in einem meiner Lieblings-Krimis gelesen habe. Das Buch ist von Sarah Dreher geschrieben und aus der „Stoner-MacTavish“ Reihe. Die Schriftstellerin legt es einer unkonventionellen Psychotherapeutin als Wahlspruch in den Mund:

„Nichts ist so erfrischend wie eine richtig schöne Krise“

Ein Kommentar zu “Das Abnehmen wurde zur Obsession”

  1. Karin schreibt:

    Ich finde du hast da eine sehr wichtige Erkenntnis gemacht. Ausserdem, du hast in der Zeit deines Abnehmens soviel gelernt, dass du dir ruhig mehr vertrauen kannst. Ich denke du wirst überrascht sein, wie genau du in deinem Limit bleibst.
    Ich freue mich, dass du es so erkannt hast. Dein Beitrag über deine schlapperige Haut hat mir sehr zu denken gegeben und ich habe gehofft, dass du erkennst was da hinter steckt. LG Karin

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