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Abnehmen und Tipps – erfolgreich abnehmen

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Das Abnehmen hat zwei Seiten

Im Moment sehe ich deutlich, dass das Abnehmen nicht nur Vorteile hat, bzw dass es ungeahnte Probleme geben kann. Umso wichtiger ist es, sich das vorher klar zu machen. So wird man dann nicht überfallen davon und ich nicht in Gefahr aufzugeben.

Hier im Blog muss eben auch Platz sein für die nicht so schönen Seiten.

Mein Mann und ich waren am Montag an einem FKK-See schwimmen und dort habe ich mich plötzlich so verunsichert gefühlt wie als Teenie in der Zeit als ich dick wurde.

Es war irgendwie das Gleiche, nur anders herum. Ich kenne mein Körperbild noch nicht wieder, ich habe es noch nicht gespeichert. Ich bin jedesmal von Neuem erstaunt und eben auch erschrocken, wenn ich mich jetzt sehe. Meine Haut ist eben noch der Meinung dass sie 40 Kilo mehr Inhalt umschließen muss. Sie hängt in Falten und Säckchen an mir herunter, das ist wirklich nicht mehr schön. Mein Gesicht wird immer schlaffer und wirft Falten, von meinen Oberarmen schlabbern die Hautsäckchen ab und von meinen Oberschenkeln gar nicht erst zu reden. Die Haut wirkt so als hätte ich eine hautfarbene Hose an die Falten wirft. Die Falten schoppen über den Knien so richtig auf. Mit meinem Fett kam ich klar, diesen Körper kannte ich seit Jahrzehnten. Selbst in meinen dicksten Zeiten konnte ich mich unbefangen an Badeseen oder am Strand auch im FKK-Urlaub bewegen. Jetzt gelingt es mir plötzlich nicht mehr. Ich muss gestehen dass ich mich für meine Schlabberhaut schäme. Ich weiß noch nicht wie ich dagegen angehen kann, ich werde daran arbeiten müssen, aber das Gefühl ist nun erst einmal da und es hat mir den Spaß am Sonnenbaden dort am See doch ziemlich genommen. Ich war dort nur schwimmen, gesonnt haben wir uns anderswo…und eben nicht mehr nackt sondern halb angezogen.

Ich bekomme eine ganz neue Art von Komplexen es ist verrückt. Die Euphorie so viel geschafft zu haben bekommt einen gehörigen Dämpfer. Mein Erlebnis in der Stadtbahn sprach ja schon für sich. Angezogen gefiel ich mir, da sah ich meine Haut nicht. Aber fremd war ich mir doch schon.

Es kommen wirklich ganz alte und sehr ungeliebte Gefühle hoch, wie ich sie aus meiner längst hinter mir geglaubten Zeit kenne. Komplexe, sich nicht zeigen mögen, verstecken wollen und eine totale Verunsicherung.

Es wird wohl noch dauern bis ich mich an mich selbst wieder gewöhnt habe und alles was da neu ist auch akzeptiert habe. Es ist nicht so dass ich mich plötzlich danach sehne wieder mehr zu wiegen, aber ich glaube ich brauche eine längere Pause um mein Bild von mir der Realität anzupassen.

Nicht dass es sich jetzt so anhört als würde ich irgend etwas bedauern, aber es ist eben nicht alles eitel Sonnenschein auf dem Weg zum Normalgewicht und ich bin gerade an einer Stelle angelangt an der ich gehörig zu tun habe.

Insgesamt möchte ich noch 15 Kilo abbnehmen, aber vielleicht werde ich das erst im kommenden Jahr angehen.

Ich werde mich also in der nächsten Zeit weiter mit Sport beschäftigen um gesünder zu werden und meinem Körper eine bessere Form von innen her zu geben.

6 Kommentare zu “Das Abnehmen hat zwei Seiten”

  1. trebelia schreibt:

    Hallo Renate,
    lass Dich erst mal ganz doll drücken! Das hört sich ja erst mal ziemlich deprimiert an. Aber wie Du schon selbst erkannt hast: Der Körper, Du selbst – und auch die Haut – muss sich erst an das neue Gewicht gewöhnen. Lass die nächsten 15 Kilo gaaaanz in Ruhe angehen oder besser, verschieb sie. Lass Deinem Körper und Dir Zeit, sich zu straffen und sich an das neue Ich zu gewöhnen. Hilf ihm und Dir mit einer kleinen Pause, Massagen, Sport und gesunder Ernährung. In einiger Zeit wird sich auch Deine Haut daran gewöhnen und sich zusammenziehen. Aber das kann evtl. etwas länger dauern als das Abnehmen selbst.
    Bitte bleib Dir treu und fall deswegen nicht in alte Muster, wie: ich esse wieder mehr. Da hättest Du vieles umsonst gemacht und würdest Deine ganzen bisherigen guten Vorsätze zunichte machen. Es wird schon wieder! Glaub daran! Und so wie wir uns bisher alle geholfen haben, helfen wir Dir in dieser Phase mit Worten und Zuspruch, auch diese Etappe zu bestehen!
    Liebe Renate, Kopf hoch und bleib am Ball! Stabilisiere Dein Gewicht und lass dem Körper Zeit! Auch für ihn ist es eine große Veränderung.
    Sei nochmals ganz lieb gedrückt und getröstet von

    trebelia

  2. Karin schreibt:

    Hi Renate, ich verstehe dich sehr gut. Es ist eben so, dass wir mit dem Fett nicht unsere Komplexe und das Gefühl nicht zu entsprechen und zu genügen abnehmen. Leider! Diese Dinge sitzen hartnäckiger und sind tief in unserer Seele verhaftet. Trebelia hat recht. Sei sanft zu dir und deinem Körper. Erlaube ihm sich an das neue Gewicht zu gewöhnen und deiner Haut sich zu straffen. Jetzt ist wirklich erst einmal angesagt, Pflege, Sport und Auseinandersetzungen mit dem neuen Renatebild. Das wird schon und wie gesagt ich kann dich gut verstehen. Und ich bin mir sicher das du auch diesen Teil bewältigen wirst.
    Sei umarmt und geherzelt.
    Karin

  3. Requendel schreibt:

    Danke ihr Lieben,
    das tut so gut. Mir war überhaupt nicht klar dass sich mein Geschreibsel deprimiert anhört aber ich habe es mir jetzt noch mal durchgelesen und es stimmt wohl. Warum also nicht dazu stehen.
    Vom Verstand her weiß ich das alles ja, aber es dauert noch bis es auch im Inneren angekommen ist.
    Ja, ich werde mir Zeit lassen und nein, ich werde auf keinen Fall in alte Muster zurückkehren.
    Mich macht es auch traurig zu sehen was ich meinem Körper bisher angetan habe. Meine Haut ist unwiederbringlich hin. Sie ist gerissen und vernarbt. Das wird nicht wieder.

    Sanft zu mir zu sein, das ist ein guter Vorsatz. Ich werde es versuchen…und dabei fällt mir ein, auch in dieser Hinsicht muss ich aufpassen dass ich nicht in alte Muster zurückfalle und von mir nur fordere und fordere. Es hängt alles zusammen.

    bis bald
    Renate, die zwar monentan etwas deprimiert ist, aber die auf keinen Fall den Mut verloren hat und auf keinen Fall aufgeben wird.

  4. Karin schreibt:

    Hallo Renate!

    Ja, das ist dan wohl die Kehrseite der Medaille. Solange man angezogen ist, sieht man die kleinen fehler nicht so sehr, aber wehe man netrachtet sich im Spiegel und sieht sich mal mit klarem Blick.
    Ich weiß, wie du dich fühlst, denn mir geht es auch so. Bei mir ist es allerdings – und für mich auch Gott sei Dank – nur am Bauch so ausgeprägt. Wenn ich eine Hose anziehe, dann hängt die Haut immer wieder über den Bund. Und es ist nur Haut und nichts anderes. Da zieht man nicht so gerne ganz enge Teile an, weil da immer was hängt.
    Mein Mann meinte jetzt allerdings, es wird besser. Ich vermag es nicht zusagen, es stört mich sehr und es depremiert mich auch.
    Aber zurück will ich auch nicht – niemals, niemals, niemals!!!!

    Renate, ich habe gelesen, dass die Haut bis zu zwei Jahren braucht um sich wieder zurückzuziehen, also noch ist nicht Hopfen und Malz verloren, aber wir werden wohl doch immer durch unser Übergewicht gekennzeichnet sein. Ich betrachte es immer als Mahnmal und meistens laufe ich ja auch angezogen rum……

    Und warte es mal ab, je mehr Zeit vergeht, desto mehr gewöhnst du dich an dich. Du wirst dir dann nicht mehr so fremd vorkommen.

    Achja, Sport hilft dabei natürlich auch ungemein…..

    Knuddel dich,

    Karin 🙂 🙂 🙂

  5. Requendel schreibt:

    Hey Karin,
    hast Recht, die Zeit wir das Ihrige dazu tun. Und irgendwann bin ich auch mal so weit dass ich das als Mahnmal betrachten kann, aber im Moment stürzt es so fremd auf mich ein dass ich echt durcheinander bin.

    Und noch mal gemeinsam sprechen.

    Niemals Niemals Niemals wieder zurück!!!

    lg
    Renate

  6. Karin schreibt:

    irgendwie sind es Kriegsverletzungen. Denn letztendlich haben wir gegen unseren Körper Krieg geführt. Wichtig das wir jetzt nicht damit weitermachen, das jetzt nicht statt dem Fett die schlapperige Haut der Feind wird.
    Ich finde es recht traurig wie wichtig diese Äußerlichkeiten sind. Werde ich gleich noch was zu schreiben.
    LG
    Karin

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