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Ansprüche

Mir geht gestern und heute so durch den Kopf, dass es oft ganz seltsam ist woher so manche Ansprüche kommen, die ich für die meinen gehalten habe.

Jetzt, wo ich alleine bin, sehe ich die Wohnung mit anderen Augen. Erst mal merke ich dass ich sie gut in Ordnung gehalten habe, jedenfalls meinen Teil davon, und nur die Routinesachen machen muss, was wirklich nicht viel Zeit braucht. Sicher, ich könnte die Schränke ausräumen und wienern, ich könnte mein Regal abstauben und den Kleiderschrank ausmisten, aber wozu??

Woher habe ich nur das permanente Gefühl nicht zu genügen? Mir ist die Wohnung niemals gut genug aufgeräumt und sauber. Im Gegenzug habe ich natürlich auch überhaupt keine Lust was zu machen. Das läuft dann darauf hinaus dass ich nichts mache und permanent unzufrieden mit mir bin, ja mich sogar schäme. Hm, wie dumm!

Nichts zu tun ist in Ordnung. Warum erlaube ich mir das nicht? Seit gestern bin ich sozusagen im Training. Ich übe das Nichtstun ohne schlechtes Gewissen, genau wie ich bei Aiqum das Essen ohne schlechtes Gewissen gelernt und geübt habe. Noch ist das Gefühl da dass ich ja eigentlich müsste und sollte. Ach wenn ich solche Wörter wie: „Sollen“ oder „Müssen“ aus meinem Kopf kriegen könnte. Ich habe es selbst gerne einigermaßen sauber und ordentlich um mich herum, dann mache ich das doch eher aus eigenen Antrieb heraus wenn es meine Grenze überschreitet und nicht von irgendwelchen Regeln von außen abhängig.

Puh, ich merke noch wie tief in in solchen Mustern stecke und wie wenig ich das bis jetzt gemerkt habe. Diese Zeit nutze ich jetzt für mich um mich damit auseinander zu setzen.

Zur Zeit habe ich mir wirklich das reine Nichtstun verordnet, besser gesagt das Nichtstun dann wenn die Routine erledigt ist. Heute habe ich Waschtag und das reicht dann auch.

Ich überlege gerade ob mir der Sport so schwer fällt, weil ich ihn genauso einordne wie dieses verflixten Haushalt? Ich mache auch keinen Sport zur Zeit. Mit den Versuchen wie ich mich vorher versucht habe zu motivieren klappt es nicht. Mal sehen ob ich einen anderen Ansatz finde.

Als ich mit Karin und Viktor bei Kiel am Strand war, überkam mich ein plötzliches Lauf- und Tobebedürfnis. Vielleicht ist das der Punkt? Ich bin losgelaufen und es war total schön. Ich versuche mal darauf zu achten wo ich das Bedürfnis spüre Sport zu machen. Einzig und alleine wichtig soll die Lust auf Bewegung sein und ich will den Sport nicht, wie vorher auch das Essen, missbrauchen und benutzen.

Ich habe gegessen aus Ersatz für andere Dinge, das heißt ich habe eigentlich andere Dinge gebraucht. Mache ich das mit dem Sport auch so? Mache ich so regelmässig Sport, ja sogar nach der Uhr Sport, weil ich diese Sicherheit der Routine brauche? Versuche ich den Tag mit Gewalt zu strukturieren weil ich vor der Leere weglaufen will? Zwänge ich meine Zeit in ein künstliches Korsett weil ich nicht weiß wohin mit der Zeit?
Das geht auf Dauer nicht gut, das heißt das ist nicht krisensicher. Wenn ich durch eine Kleinigkeit aus der Routine komme, dann bricht gleich das ganze schöne künstliche Gebäude zusammen und ich mache gar nichts mehr. Das passiert mir gerade jetzt.

Also gilt für mich in der nächsten Zeit dass ich nur Sport mache wenn ich das Bedürfnis dazu habe, nur esse wenn ich Hunger habe und nur was im Haushalt mache wenn meine Sauberkeits- und Unordnungsgrenze überschritten ist.

Ja, diese Zeit mit mir alleine werde ich gut nutzen.

2 Kommentare zu “Ansprüche”

  1. Amanleian schreibt:

    Back to the roots würde ich sagen… Die Kinder toben,laufen, fahren Rad, usw. und würden nie sagen „ich muss noch Sport machen“ weil sie eben ganz nach ihren Bewegungsbedürfnissen gehen.
    Liebe Grüße

    Anja

  2. Requendel schreibt:

    Genau Anja, und das ist anscheinend bei mir tief verschüttet. Ich werde es wieder ausbuddeln!
    lg
    Renate

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