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Alte Freundinnen und ein Gefühl von Abschied

Gestern war ich zum Essen eingeladen. Meine Freundin Beate hatte mich und 2 andere Frauen zu sich gebeten. Wir haben früher recht regelmäßig etwas unternommen und sind eigentlich immer ganz gut klar gekommen. Seit einiger Zeit nun merkte ich, dass ich nicht mehr so viel Spass mit den Damen habe wie früher. Dann akm die Einladung und ich dachte, na mal sehen. Genau genommen hatte ich mich richtig gefreut mal wieder einen Frauenabend zu verbingen. Die meisten meiner Bekannten, Freunde und Mitstreiter sind männlichen Geschlechtes und ausser meinen Treffen mit meiner Freundin Wu Dao ist da nicht so viel weibliches in meiner Nähe. Also im weiteren Umfeld schon, aber eben nicht so Weiblichkeit pur. Eigentlich für eine Feministin wie mich überraschend, dass sie so gut mit Männern klarkommt.
Nun also gestern abend. Wir trafen uns bei Beate, sie hatte gekocht. Ich hatte eine Apfeltarte mit Tonkabohnencreme zum Dessert mitgebracht, es wurde ein Film geguckt und zwischendrin geredet, und die ganze Zeit dachte ich: Was mache ich eigentlich hier? Als ich dann auf dem Heimweg kam, fühlte ich mich sehr schlecht und hatte so das Gefühl, dass es der letzte Abend dieser Art gewesen ist. Das der Versuch an die frühere Nähe anzuknüpfen gescheitert ist, und das ich vielleicht ein ziemlicher Snob bin, weil ich einfach nicht damit zufrieden sein kann, dass es so ist wie es ist. Das ich mir Gespräche wünsche die sich kontrovers mit Dingen auseinander setzen und nicht um kleine Gemeinheiten mit dem Exmann gehen, die ein wenig über Männer und Klamotten herausgehen. Ich habe ja nichts dagegen wenn es mal Thema ist. Aber das Beerentöne die Farben der Saison ist und was der und der Partner zu den und den häuslichen Episoden gesagt hat, ist für mich nicht abendfüllend.
Ich sass jedenfalls da, hatte das Gefühl so eine Art Mülleimer zu sein, der dicht geschwallt wird und für den mensch sich sonst nicht weiter interessieren braucht. Denn das mal eine, ausser Beate mit der ich sonst recht gut klarkomme, fragte keine mal: Was machst du im Moment? Wie geht es dir? Oder zeigte auch nur das geringste Interesse an meinem Leben, es ging nur darum das ich da sass und mir anhörte was bei denen los ist.
Diese Treffen, haben die drei beschlossen, sollen nun regelmäßig stattfinden. War doch so schön mal wieder miteinander zu reden und einen Film zu gucken. Und überhaupt. Ich habe zu einem weiteren Treffen nichts gesagt, aber auf dem Heimweg stand für mich fest, dass es für mich keines geben wird. Da ist mir meine Zeit zu schade zu. Aber es macht mich auch traurig, dass die alte Nähe fehlt. Ich bin zwar glücklich und zufrieden wie ich mich entwickelt habe und vor allem, dass ich noch so viele Möglichkeiten sehe mich weiter zu entwickeln, aber es macht mich traurig, dass ich immer wieder Menschen zurücklassen muss wenn ich weiter gehe. Eigentlich bleiben sie zurück, weil sie immer nur wollen, dass alles so bleibt wie es immer war. Das ist mir nun aber zu langweilig, ich will weiterkommen. Sehen was sich noch bietet und meine Zeit gut nutzen. Ich glaube eigentlich nicht das ich snobistisch bin, aber nach solchen Treffen komme ich mir immer so vor.

Ein Kommentar zu “Alte Freundinnen und ein Gefühl von Abschied”

  1. Idefix schreibt:

    Hallo Karin, Du sprichst mir absolut aus der Seele! Ich glaube, dass der Kontakt zu alten Freunden oder Bekannten nur da wirklich schön ist, wo es auch heute noch Gemeinsamkeiten und gegenseitiges Interesse gibt. Für mich sind gerade Reisen in meinen Geburtsort auch immer Zeitreisen, ich werde da in eine Welt versetzt in der sich nicht viel geändert hat, während ich heute völlig andere Lebensinhalte und Ideale habe als vor 20 Jahren. Ich versuche dann auch daraus noch etwas für mich mitzunehmen, aber es fällt mir zunehmend schwerer. Liebe Grüße von Idefix

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