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Alle Diäten vergessen

(Dieser Beitrag ist ausgelöst worden durch eine Diskussion im Aiqum-Forum zur Frage, ob es richtig ist Kohlenhydrate am Abend zu essen)

Kurz bevor ich bei Aiqum anfing war ich total durcheinander und völlig verwirrt. Ich hatte so unendlich viel gelesen und gehört zu der gesunden Ernährung und zur gesunden Lebensweise, so dass ich überhaupt nicht mehr durch fand. Einige der Aussagen widersprachen sich ganz direkt und vor allem setzen zu viele dieser Diäten den Glauben an irgendwelche angeblichen medizinischen Tatsachen voraus. Es wurde so schön von einer natürlichen Lebensweise gesprochen, das klingt ganz schön aber was ist das eigentlich für uns, die wir hier und heute im Hier und Jetzt leben?

Bestimmt nicht wie in der Steinzeit.

Selbst wenn das Ernährungsprogramm in unseren Körpern noch so abläuft, das Einlagern von Fetten, das Vorbereiten auf Hungerzeiten, ist unser Alltag doch ein anderer und man kann nicht einfach versuchen wieder so zu leben wie in der Steinzeit. Und woher wissen wir wie die Menschen damals gegessen haben? Einige behaupten dass es rein vegetarische Kost war, einige sprechen von Rohkost als Urkost, einige sagen die Menschen waren totale Fleischfresser und Körner wären unnatürlich und nur für Vögel gesund. Als sogenannte Beweise wurden dann Dinge angefühlt wie unser Aussehen, dass unsere Hände zum Pflücken von Obst angelegt wären, also dass Fleischessen unnatürlich ist. Unser Darm wäre ein Pflanzenesserdarm, aber ich habe mich immer gefragt warum wir dann nicht wiederkäuen? Diese Argumente erinnerten mich an die Lehren von Lamarck.
Dann kamen diese Kohlenhydratgeschichten dazu. Mal waren sie gut, mal schlecht, mal durften sie nur tagsüber gegessen werden und mal nur in bestimmter Zusammenstellung. Mal durfte man Fett essen und mal nicht, ich habe sogar ein Buch in dem propagiert wird durch Biostoffe abzunehmen. Um das umsetzen zu können brauchte man ein Computerprogramm um auszurechnen wieviel man von diesem und jenem braucht in Abhängigkeit vom augenblicklichen Stresspegel und so weiter und so weiter.

Ich habe es versucht, ich habe über Tabellen gebrütet, ich habe versucht mir einen Ernährungsplan zusammen zu stellen der möglichst alle Empfehlungen berücksichtigt und garantiert habe ich dann wieder eine Seite im I-Net oder einen Artikel in irgendeiner Zeitung gefunden, der alles wieder über den Haufen warf und das Gegenteil beschwor.

Einige bezogen den Sport mit ein und man dürfe nur zu ganz bestimmten Zeiten nach oder vor dem Essen, natürlich auch nur nach bestimmten Essen, trainieren, dann sollte man unbedingt vor dem Schlafengehen ein Stückchen Fisch und eine ganze Zitrone essen, das würde die Muskeln zum Wachsen bringen. Ach herrje, ich bin nicht mehr durchgestiegen und habe alle meine Bücher in die Ecke geworfen oder bei Tauschticket eingetauscht gegen spannende Krimis. Die bekamen mir besser und haben mich entspannt.

Die Menschen dürfen doch nicht von Natur aus Ernährungswissenschaftler sein müssen. Sie können nicht alles das Wissen haben, das an den Unis gelehrt wird. Man muss es doch hinbekommen gesund zu leben ohne dazu studiert zu haben, also brauchen die Normalsterblichen auch nicht das Wissen von Ernährungswissenschaftlern. Um diese erwähnten Ernährungsweisen korrekt durchführen zu können, müsste aber jeder das Wissen eines Ernährungswissenschaftlers haben.Eine Weile habe ich mich ganz losgelassen und gegessen was mir so in den Kopf kam. Das war einerseits gut und notwendig, es war Pause von Diäten, aber ich wurde doch dicker dadurch. So kam ich auf den Gedanken dass bei mir von Grund her etwas nicht stimmt, dass ich einfach nicht weiß wie das geht, das richtige Essen!

Irgendwann habe ich eine Art innerer Reinigung gemacht und versucht mich mit einem kleinen Ritual von diesen Ernährungsweisheiten zu befreien. Ich habe beschlossen erst mal niemanden mehr zu glauben und einfach nur darauf zu hören was mir und meinem Körper gut tut. Für das Ritual habe ich ein Räucherstäbchen angezündet und habe alle diese Lehrsätze, die sich so in mir angesammelt hatten in den Rauch gesprochen und haben dann zugesehen wie er sich verflüchtigt. Ich wußte ich wollte was bei mir ändern, aber ich musste mich erst mal von alten Dingen befreien. Der Spruch: „Eine Schale kann erst dann gefüllt werden, wenn sie vorher ausgeleert wurde“ hat mich sehr beeindruckt.
Genau das habe ich versucht. Sicher, vieles blieb noch in mir hängen, aber im Großen und Ganzen hat es gut funktioniert.

Die wichtigste Vorbereitung war für mich also erst einmal das Vergessen!

Erst dann war ich offen für die einfachsten und einsichtigsten Dinge. Als ich von der Energiebilanz hörte war ich hin und weg. Das lag auf der Hand, daran konnte ich mich erst mal festhalten. Da war mein Fundament. Und nun konnte ich ausprobieren, mich und meine Reaktionen beobachten, konnte auch bei den alten Dingen die ich mal ausprobiert hatte gucken ob nicht vielleicht doch was Nützliches dabei war, ich hatte meinen Halt, meinen Dreh und Angelpunkt, eben die Energiebilanz. Alles was dort hineinpasst ist in Ordnung und schadet nichts, manches nützt vielleicht und solange ich in der negativen Bilanz bleibe ist alles in Ordnung und sind alle Experimente erlaubt.

Wie man das umsetzt ist eigentlich egal, abnehmen tut man wenn man es umsetzt. Ich mache es mit Hilfe von AIQUM und fahre gut damit.

5 Kommentare zu “Alle Diäten vergessen”

  1. Karin schreibt:

    Renate,

    du sprichst mir mal wieder aus der Seele! jahrelang habe ich versucht so zu essen oder so. gerade was im Moment gerade so aktuell war, aber abgenommen habe ich eigentlich nie richtig.
    Es war alles so unnatürlich und aufgedrückt – es entsprach überhaupt nicht meinem Naturelle.
    Und wie du schon schreibst – es gab einfach tausend Regeln, die man wissen und beachten mußte, dass man nicht einfach essen konnte sondern erstmal das Essen studieren mußte, ob es überhaupt geeignet ist.
    das verfliegt doch die Lust zum Essen. Und es hat mich auch nicht befriedigt. irgendwie fehlte immer etwas, so dass ich dann doch immer wider ganz schnell zum alten essen zurückgekehrt bin. ….und gefrustet war……

    durch AIQUM habe ich auch endlich alles hinter mir lassen können. Ich kann das essen, was mir schmeckt! Ich muß nur auf meine Energiebilanz achten und das ist dank AIQUM ja nun gar nicht schwer.
    Nach und nach konnte ich anfangen an meiner Art des Essens und an meiner Wahl des Essens zuarbeiten.
    Ich würde sagen, ich ernähre mich jetzt gesund und für mich befriegend.
    Und ich brauche kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich meine geliebten Naschereien esse….

    LG, Karin 😀 😀 😀

  2. Requendel schreibt:

    Gesund plus individuell befriedigend plus dem jeweiligen Alltag und den Finanzen angepasst.
    Das ist das Ziel und wir sind auf dem besten Weg dorthin, oder haben es schon erreicht.
    Das ist super!!
    lg
    Renate

  3. KA-Rit schreibt:

    Meine Erlebnisse sind auch recht ähnlich und kollidierten dann noch mit der Schulmedizin. Nachdem wir ein Arzt allen Ernstes riet „Doch Sauerkraut und Quark“ zu essen, dass würde ihm immer wundervoll helfen wenn er mal 1 – 2 Kg zuviel hätte (ich habe darauf gesagt: Oh gut, damit nehme ich den 2 kg ab und wie werde ich die anderen 58 los? Da steckten wir fest und er beschloß, dass ich nicht „sehr kooperativ“ wäre), und mir einer seiner Kollegen anriet, doch Marmeladebrötchen zu essen, denn die sind fettarm und mein Bedarf an Süßen wäre auch gleich gedeckt, habe ich gedacht: Neee, das kann es nicht sein! Dann war da auf einmal so ein Gedanke: Warum brauche ich „Fachleute“? Diese Bücher die Widersinnige Ideen propagierten. Ärzte die mir anrieten Marmeladebrötchen zu essen und ausser Acht liessen das ich mittlerweile eine Diabetes hatte. Diesen Mist befand ich dann so überflüssig wie einen Kropf. Ich fragte mich aber auch, warum zum Geier gibt es diese ganzen Bücher, diese Diätbegleitärzte, warum brauchen wir immer jemanden der uns sagt wo es längs geht? Das Ergebnis meiner Überlegungen war: Sie nehmen uns unsere Eigenverantwortung und machen uns unsicher weil sich damit Geld verdienen läßt. Darauf hin habe ich mir geschworen mir meine Eigenverantowrtung zurückzuerobern.
    Wenn ich ganz ehrlich bin, wäre ich ohne Renates positiv Berichte niemals bei AIQUM gelandet, also wenn ich im Netz drüber gestolpert wäre. Ich wäre einfach zu skeptisch gewesen. So bin ich aber froh, dass ich den Sprung geschafft habe und das ich dort soviel Unterstützung finde.
    LG Karin

  4. Tom schreibt:

    „Erst dann war ich offen für die einfachsten und einsichtigsten Dinge. Als ich von der Energiebilanz hörte war ich hin und weg. Das lag auf der Hand, daran konnte ich mich erst mal festhalten. Da war mein Fundament. Und nun konnte ich ausprobieren, mich und meine Reaktionen beobachten, konnte auch bei den alten Dingen die ich mal ausprobiert hatte gucken ob nicht vielleicht doch was Nützliches dabei war, ich hatte meinen Halt, meinen Dreh und Angelpunkt, eben die Energiebilanz. Alles was dort hineinpasst ist in Ordnung und schadet nichts, manches nützt vielleicht und solange ich in der negativen Bilanz bleibe ist alles in Ordnung und sind alle Experimente erlaubt.
    Wie man das umsetzt ist eigentlich egal, abnehmen tut man wenn man es umsetzt.“

    Das hast Du sehr schön gesagt, liebe Renate – so einfach kann man Wesentliches auf den Punkt bringen! 🙂

  5. Requendel schreibt:

    Danke 😉
    lg
    Renate

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