Ärztefrust die II. und ein Hoffnungsschimmer

Nachdem der Besuch beim letzten Orthopäden nicht so erfolgreich war. Näheres hier, war ich heute in einer anderen Praxis. Der letzte Arzt meinte ja meine Probleme chiropraktisch lösen zu können und hat mir damit Migräneanfälle und weitere Einschränkungen in meinem Arm beschert. Also bin ich heute mit einem bangen Gefühl in die andere Praxis. Ich hatte wirklich Angst davor, dass es auch hier so verquer laufen konnte. Wurde aber angenehm überrascht. Die Praxis ist eine sehr moderne Praxisgemeinschaft von 4 Ärzten und ich bin sehr angenehm überrascht.

Ich habe dem behandelnden Arzt gesagt, dass ich bereits mit der Problematik bei einem anderen Orthopäden war und auch geschildert welche Maßnahmen dieser für angebracht hielt. Nachdem der neue Arzt seine Diagnose gestellt hatte, nämlich nicht ein verrenkte Schulter, sondern eine fette Schleimbeutelentzündung in der Schulter, eine daraus resultierende Epikondulitis und eine Knochenhautentzündung im Ellenbogen, schüttelte der nur den Kopf. Er fragte dann ob meine Schulter geröntgt worden sei und als ich das bejahte, und auch erwähnte das diese medizinische Koryphäe die mich zuerst behandelt hat keinen Befund feststellen konnte, meinte er: Nach dem was sie mir erzählen will ich mir da lieber selber ein Bild machen. Also hat er die Bilder angefordert.

Dieser Arzt war ein totaler Unterschied zu Nr. 1. Auch in dieser Praxis wird sehr sachlich gearbeitet, aber er hörte zu. Nahm mich und meine Beobachtungen ernst. Zog meine Vorerkrankungen und meine Neigung zu Depressionen mit in Betrag ohne sie über zu bewerten und handelte umsichtig. Eine wirksame Therapie wäre, eine Cortisonspritze direkt in den Schleimbeutel. Das löste nicht gerade Freude, sondern echten Widerwillen bei mir aus und so schlug er sofort vor, dass ich erst einmal zur Krankengymnastik gehe. Ansonsten meinen Arm schone und wenn es sich so verbessert, dann lassen wir das Cortison Verfahren weg. Er gab mir noch Tips für Dinge die ich selber tun kann. Quarkpackungen und Übungen zum Muskelstrecken um den Folgen der Schonhaltung entgegen zu wirken.  Mit so einem Menschen kann ich arbeiten.

Leider ist es nun auch so, dass ich die nächste Zeit aufs Nordic Walken verzichten soll, da der Arm dort belastet wird. Aber ich werde so walken, also schnelles Gehen, praktizieren, damit ich nicht aus der Übung komme.

Es geht mir ein wenig besser. Jetzt wo ich weiß was los ist, kann ich damit umgehen. Der heutige Besuch hat mir noch eine Erkenntnis gebracht. Ich habe eigentlich ein gutes Gefühl dafür was für mich richtig oder falsch ist. Nur bei Ärzten versagt es immer mal, weil ich der Schulmedizin in vielem sehr skeptisch gegenüber stehe. So stört mich, dass eigentlich nur noch Symptome aber keine Ursachen behandelt werden. Aber zurück zu den Gefühlen. Als ich bei Orthopäden Nr. 1 war und er mich was fragte und mich dann bei jeder Antwort nach drei Worten unterbrach, dachte ich: Was willst du hier? Steh auf und gehe, der ist nicht richtig. Aber ich habe es nicht getan und ich denke der Frust über den Arzt war nicht so schlimm wie der Frust darüber, dass ich nicht auf mein Gefühl gehört habe. Das zog denn ja auch einen Fressanfall nach sich, der alles schlug was ich jemals in der Richtung hatte seit einem Jahr. Diesmal war es ok. Ich habe eben 2 Brötchen gegessen und nun kann ich zur Sitzung gehen, ohne Heißhungerattacken fürchten zu müssen.

KA-Rit

About Karin

Hobbys: Lesen, Schreiben, Fotografieren, Freunde, Sport, Kochen uvm.
Beruf u/o Berufung: Hexe und Künstlerin
Alter: 51
Familienstand: glücklich mit dem Liebsten, 1 Tochter, 1 Enkelin

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