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Abnehmen und Veränderungen im täglichen Leben

Das Abnehmen nicht nur die Reduktion des Körpergewichtes ist, habe ich ja schon lange fest gestellt.

In den letzten Tagen sind mir weniger die großen Veränderungen aufgefallen, als die kleinen in den täglichen Gewohnheiten. Ich mochte zum Beispiel nie Frühstücken, mag ich auch immer noch nicht besonders, aber ich habe mir angewöhnt morgens ein Stück Obst zu essen und einen Getreidekaffee zu trinken. Die letzten Tage hatte ich es morgens manchmal eilig, und war überrascht das es mich förmlich drängte trotzdem meinen Kaffeersatz zu trinken und eine Banane zu essen bevor ich das Haus verließ. Das kannte ich gar nicht. Denn morgens bin ich eigentlich gleich immer von null auf hundert im Tagesgeschehen und habe für so profane Sachen wie Frühstück keine Zeit. Das hat sich geändert. Ich kann immer noch keine Mengen essen morgens, das kommt er gegen Mittag. Aber das ist ja auch in Ordnung.

Das zweite was sich verändert ist mein Bewegungsdrang. Ich hatte es die letzten beiden Tage gründlich übertrieben mit dem Sport, einmal hatte ich ja im Fitnesscenter trainiert und bin im Anschluss noch gut eine Stunde spazieren gegangen und gestern morgen war ich eine Stunde Nordic Walking machen und dann noch mal gut 2 Stunden spazieren, einkaufen und und und. Alles zu Fuß. Heute nacht hatte ich dann Gelenkschmerzen und habe mir einen Ruhetag verordnet. Das Einweisungstraining im Fitnesscenter habe ich verschoben auf Montag. Aber ab Mittag konnte ich nicht mehr ruhig sitzen. Ich bin dann eine gute Stunde langsam spazieren gegangen und dann ging es. Mein Körper braucht die Bewegung einfach. Wo mein Körper früher vor jeder Anstrengung gesagt hat: Nee, lass mal, dass schaffst du eh nicht! Schreit er jetzt: Los, lass mal gucken wie weit du kommst. Das führt allerdings manchmal dazu, dass ich über die Strenge schlage. Hier muss ich noch meine Grenzen entdecken.

Überhaupt ist es spannend. Ich kenne meinen Körper nun seit nahezu 50 Jahren und die letzten 20 davon als dick, und nun auf einmal, obwohl ich immer noch dick bin, sind seine Reaktionen auf bestimmte Sachen nicht mehr berechenbar. Auf einmal will ich, absolute Tanzmuffelin tanzen. Auf einmal ist eine Stresssituation und ich greife auf einen alten Tröster zurück, ein Nuts oder ein Mars, und mein Körper sagt: Was soll ich mit dem Mist? Gib mir Obst, oder wenn schon Schokolade, dann einen Kakao mit Magermilch! Ich habe heute Tatsache ein gerade angebissenes Nuts weggeschmissen. Früher wäre mir alleine bei dem Gedanken an einen solchen Frevel die Luft weggeblieben. Heute habe ich mich nur geärgert das ich das verdammte Ding überhaupt gekauft habe. Sogar bei meinem geliebten, wöchentlichen Eisessen gibt es eine grundlegende Veränderung: Ich esse keinen großen Becher mehr mit Sahne, sondern es langen 2 Kugeln und statt dem Milchkaffee tut es eine Tasse Tee. Wenn das nicht ein Fortschritt ist.

Ich glaube das diese Veränderungen ein wichtiger Grund sind, warum Abnehmen langsam gehen sollte. Also wenn es große Mengen an Gewicht sind, die es zu reduzieren gilt. Im Laufe des „dicken“ Lebens haben sich so viele Gewohnheiten eingeschlichen, und es sind so viele Überzeugungen unverrückbar geworden, (Wie: „Nie im Leben komme ich diese Steigung mit dem Rad hoch!“ Natürlich kommst du mit der Einstellung nicht mehr da hoch), dass es Zeit braucht um diese falschen Denkmuster aus dem Kopf zu kriegen. Ich meine nicht sie zu unterdrücken, sondern sie als falsch wahr zu nehmen, bewusst los zu lassen, und sie durch positive zu ersetzen. Vor allem ist es wichtig während dieses Prozesses liebevoll mit sich umzugehen. Rückfälle gehören dazu, denn nur wenn ich es noch einmal mit meinen jetzigen, theoretischen Erkenntnissen tue und dann erkenne es ist nicht mehr meins, kann ich es auch praktisch und ganz bewusst loslassen.

4 Kommentare zu “Abnehmen und Veränderungen im täglichen Leben”

  1. Cora schreibt:

    Liebe Karin,

    danke für diesen Beirag. Es ist so viel Wahres dran und regt an, über die eigenen Veränderungen nachzudenken. Letztens sagte mein Sohn zu mir: „Seitdem du auf dem Abnehmtrip bist, bist du komisch!“ Komisch??? Wieso bin ich komisch??? Ne bin ich nicht! Nur anders. Anders im Denken, im Essen. Mein Verhalten hat sich einfach geändert. Und das merkt auch meine Umgebung. Genau so wie meine Kinder auch den Erfolg für mein „komisch sein“ erkennen und es positiv kommentieren.

    Liebe Grüße
    Cora

  2. Requendel schreibt:

    Hey Karin,
    das kenne ich genau so und ich finde das sind die eigentlich wichtigen Dinge. Sie wiegen fast noch schwerer als die abgenommenen Kilos. Seitdem ich mich von so manchen alten schädlichen Mustern befreit habe, habe ich tatsächlich an Freiheit gewonnen, an Unabhängigkeit. Das ist berauschend und das kann auch Angst machen.
    Immerhin hatten wir ja vorher ein sehr süßes Gefängnis.
    Aber diese Freude die ich jetzt empfinde ist durch nichts aufzuwiegen. Ich habe die wirklich freie Wahl ob ich was essen will oder nicht. Kein Muster, kein Trotz, keine Hilflosikgkeit oder Wut funkt mir mehr da zwischen und verfälscht meine Entscheidung.
    Ich sage ja weil ich das essen möchte und nicht weil ich Trost brauche. Ich sage nein weil ich keinen Appetit darauf haben und schon satt bin und nicht weil ich abnehmen möchte.
    Mein Mann sagte mir mal dass auch er das Essen mehr genießen kann weil ich entspannt dabei bin und er nicht mehr das Gefühl hat andauernd auf mich aufpassen zu müssen. Es war für ihn wohl schwer mit anzusehen wie ich mir schade.
    lg
    Renate

  3. Karin schreibt:

    Hallo Ihr beiden, diese Sache ging mir schon seit Tagen im Kopfe herum. Und Auslöser waren eigentlich die unterschiedlichen Reaktionen auf mein verändertes Verhalten. Ex-Mann-Nr. 2 versuchte wieder die alte Tour: Jede Veränderung von mir zu boykottieren, damit sein Stillstand nicht auffiel und mein Liebster, dass genaue Gegenteil: Unterstützt mich wo er kann, macht mit mir Sport. und und und. Exmanns Nr. 2 Verhalten hat dazu geführt, dass ich mich noch weiter von ihm entfernt habe, ihn noch weniger zulasse. Ich brauche diesen ganzen destruktiven Scheiß einfach nicht mehr.
    Lg Karin

  4. Martin Winkler schreibt:

    Nur Mut. Beim Abnehmen kommt es nicht auf schnelle Erfolge an. Im Gegenteil. Gesund Abnehmen ist eine Einstellungs- und Verhaltenssache. Offenbar spielt auch der Freundeskreis eine Rolle, die man jetzt erst diskutiert. „Dicke“ Freunde sind natürlich klasse, wenn man durch dick und dünn gehen kann. Adipositas bei Freunden und Arbeitskollegen ist dagegen sozial ansteckend. Interessant, finde ich…

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