1. Blutdruck

Es ist mir immer noch ein Rätsel wieso jetzt plötzlich, das heißt ziemlich genau vor einem Jahr, das gelungen ist was ich seit der Grundschule verzweifelt versucht habe.

Ich habe damit begonnen ganz ernsthaft abzunehmen und ich hoffe sehr dass es dauerhaft ist. Gut, da muß ich natürlich einiges für tun, aber ich weiß jetzt was es ist.

Es liegt auch nicht daran dass ich im Netz auf AIQUM gestoßen bin, es gehörte schon vorher was dazu. Die Zeit war wohl einfach reif dafür.

In dem Jahr vorher habe ich sehr unter meinem Gewicht gelitten, so stark wie noch nie. Dazu kamen gesundheitliche Probleme, davon war das erschreckendste mein Bluthochdruck. Er lag oft über 200 und hatte als zweiten Wert nie unter 100. Manchmal war der untere Wert sogar 130 und es ging mir ganz mies dabei, ich fühlte mich kurzatmig und ständig ganz wörtlich unter Druck, aufgeblasen wie ein Truthahn. Als erste Hilfe wurde mir der Sport, ja jede überflüssige Bewegung verboten, bis ich gründlich untersucht war und medikamentös eingestellt wurde. Es ging zum Nephrologen und Blutdruckspezialisten, ich wurde gründlich durchgecheckt und an mir wurden diverse Medikamente ausprobiert. Ich vertrug die wenigsten, am schlimmsten waren dabei die Betablocker. Es gab da ein Medikament, einen CA-Antagonisten, der mir ca eine halbe Stunde nach Einnahme ein himbeerrotes Gesicht bescherte und mir war schwindelig und mies. Diese verschiedenen Medikamente waren der pure Horror. Irgendwann hat die Ärztin dann eins gefunden, das ich gut vertrage. Das sollte ich morgens und abends nehmen und mittags dann noch den ungeliebten CA-Antagonist. Ich kannte sowas nicht, ich nehme nicht einmal die Pille. Und nun plötzlich dreimal am Tag Tabletten schlucken mit heftigen Nebenwirkungen? Und nicht einmal davon ging der Blutdruck nennenswert herunter. Immerhin durfte ich jetzt mit Ausdauersport beginnen, ganz langsam. Ich wußte noch nicht so recht wie und habe mir angewöhnt auf meinem Mini-Trampolin herumzuhüpfen. Das war schon mal nicht schlecht.

Es fehlte mir aber ein Plan und es war ein heißer Spätsommer und mir ging es nicht gut, ich war mit meinen damals 42 Jahren kaum mehr in der Lage die Treppen zum dritten Stock hochzukommen, ohne Pause. Ich habe mir dreimal überlegt bevor ich aus der Wohnung gegangen bin und ich fühlte mich so als wäre ich doppelt so alt und am Ende. Das war eine wirklich schlimme Zeit. Täglich hatte ich mein Himbeergesicht von dem Medikament das ich mittags nehmen sollte, das heißt ich habe mich ab Mittag eingeigelt weil ich mich so nicht in die Öffentlichkeit traute.

Ich wurde depressiv und verkroch mich nur noch. Fast hätte es in dieser Zeit einen Alkoholrückfall gegeben, obwohl ich mir das Trinken ein paar Jahre vorher abgewöhnt hatte.

Mein Mann war besorgt und wußte auch nicht so recht was er mit mir machen sollte. Er bemühte sich darum meine Angst nicht noch zu schüren und mir Mut zu machen.

Meine damalige Hausärztin war da anders. sie verbreitete bei jedem meiner Besuche Panik und hatte nur eins im Sinn. Abnehmen. Es galt nichts anderes, ich wäre selbst schuld am Hochdruck wenn ich nicht abnehmen würde. Selbst wenn sie recht damit gehabt hätte und in einem gewissen Rahmen hatte sie das, war das bestimmt nicht der richtige Weg mich zum Abnehmen zu motivieren. Zum Glück schickte sie mich zu einer Spezialistin mit der ich gut klarkam und die die weitere Behandlung übernahm. Aber es kam wie es kommen mußte, als die Packung Tabletten für mittags leer war, bin ich nicht mehr hingegangen und habe mir kein neues Rezept geholt. Mir ging es auch besser, das Himbeergesicht kam nicht wieder und mein Blutdruck ging nicht sehr viel mehr in die Höhe.

In dieser Zeit bekam ich von irgendwo her inneren Antrieb. Ich machte mir klar dass ich mich dem nicht so ergeben möchte. Ich wollte meine Gesundheit selbst in die Hand nehmen soweit ich das kann. Die Spezialistin war sensibel und hat mich ganz locker und ohne moralischen Zeigefinger darauf hingewiesen dass schon fünf Kilo weniger eine Wirkung auf den Blutdruck haben würden. Damit ließ sie mich in Ruhe und erwähnte mein Übergewicht nicht mehr. Genau das war gut, so konnte dieser Satz bei mir sacken und seine Wirkung tun. Es wurde Herbst und mir wurde klar dass ich nicht nur was ändern will, sondern auch genau jetzt damit anfangen will. Ich begann einfach so auf mein Essen zu achten und nahm schon einige Kilo ab, ganz schnell und unproblematisch. Gleichzeitig holte ich mir Informationen aus dem Netz. Und hier gelang es mir sehr bald seriöse von unseriösen Informationen zu unterscheiden. Ich kam auf Seiten in denen von Energiebilanz die Rede war. Ich las dass es beim Abnehmen auf nichts anderes ankommen würde als auf die negative Energiebilanz und dass man gleichzeitig nicht zu wenig essen dürfte. Also muß die Bilanz mit Bewegung und Kalorienverbrauch erarbeitet werden. Dinge wie Grundumsatz bekamen plötzlich Sinn für mich und ich begann mein Übergewicht eher nüchtern zu sehen als Ergebnis von einer zu langen positiven Energiebilanz. Wenn ich was ändern will, dann muß ich an der Bilanz was ändern. So einfach klang das. Aber dann kam die große Frage nach dem WIE.

Erste einmal wurde mir klar, dass mein Blutdruck ganz dringend Ausdauertraining braucht und dass ich das am besten und am regelmäßigsten zuhause mache. Also haben wir uns dazu entschieden ein Fahrradergometer anzuschaffen. Einen Crosstrainer habe ich mir damals noch nicht zugetraut, heute würde ich lieber tauschen.

Es zog sich alles hin, inzwischen kam die Weihnachtszeit und ich habe wieder zugelangt, allerdings immer mit einem blöden Gefühl im Kopf und mit dem Wissen dass ich was ändern will und muß.

Ich las immer mehr in Internet, tat mich auf Foren um und es wurde immer klarer wo der Weg langgeht…eines Tages stieß ich auf den AIQUM-Banner, der mir zwei kostenlose Probewochen versprach. Das klang seriös und wasserdicht, ich konnte ja immer noch kündigen. Tja und nun bin ich hier und blogge über meine Erfahrungen und meine Begeisterung, habe 30 Kilo weniger und brauche nur noch morgens eine Tablette zu nehmen. Aber das ist eine andere Geschichte.

2 thoughts on “1. Blutdruck

  1. Höpper

    Hallo Requendel,
    es ist eine wahre Freude, Deinen Bericht zu lesen. So schön schlüssig, wie Du das Wesentliche beschreibst, lässt fast vergessen, welche Höhen und Tiefen Du durchgemacht und gemeistert hast und an denen Du uns alle zu unser aller Nutzen hast teilhaben lassen. Du lebst vor, das machbar ist, was viele sich und anderen vorgaukeln. Dafür erst einmal Danke und natürlich die aller herzlichsten Glückwünsche zu allem, was Du erreicht hast.
    LG, Höpper

  2. Grüße,

    ich finde es atemberaubend, wo du die enorme KRaft hernimmst, um deine Ziele zu erreichen. Von dir können sich viele Leute eine Scheibe abschneiden.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

    beste Grüße
    Henning

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

*