Gehe zu: Hauptmenü | Abschnittsmenü | Beitrag

Abnehmen und Tipps – erfolgreich abnehmen

persönliche Tagebücher und Tipps über das Abnehmen

Kategorien

Archiv

Login

Abonnieren

Back to top


Tyr, Thor und der Sport

p1000022.JPG

Seitdem ich versuche meine persönliche Auffassung von Asatru zu leben, habe ich mir angewöhnt mich jeweils für ein Jahr intensiv mit einer Gottheit zu beschäftigen. Ich lese was ich finde und versuche auf die eine oder andere Art Kontakt aufzunehmen und ein Gefühl für die verschiedenen Aspekte dieser Gottheit zu bekommen.

Da ich ein Jahr Zeit dafür habe, habe ich auch reichlich Gelegenheit das wofür diese Gottheiten stehen, in mein Leben einzubeziehen besser gesagt mein Leben daraufhin zu überprüfen.

Oft werde ich da auf Wesenszüge gestoßen die mir fremd sind, die ich sogar abgelehnt habe, über die ich nie nachdenken wollte. So erging es mir als die Entscheidung fiel ein Jahr dem Gott Tyr zu widmen. Ich war verunsichert und wußte nicht was ich mit einem Kriegsgott anfangen soll und umgekehrt was er mit mir anfangen soll. Aber dann begriff ich dass der Krieg nur ein Aspekt ist, er steht für mich jetzt vor allem dafür, ein Ziel zu haben und seine ganze Kraft einzusetzen um dieses Ziel zu erreichen. Dazu gehört die Richtung nicht zu verlieren, auf dem Weg zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen.

Im Jahr vorher beschäftigte ich mich mit Thor und würde so mehr auf die körperlichen Aspekte und die Stärke gebracht. Ich begriff dass ich mich ganz ganz dringend um meinen Körper kümmern muß und vor allem dass es wünschenswert ist stark zu sein. Komisch, ich habe mich vorher nie darum gekümmert und habe es nie für nötig gehalten körperlich stark zu sein. Es kann sein dass da noch die alte Erziehung von den typischen Frauenrollen mitgeschwungen ist, ich weiß es nicht. Ich weiß nur dass ich es mir regelrecht verboten habe und das Starksein immer sofort mit Krieg, mit Gewalt und Machtmissbrauch in Verbindung gebracht habe. Das war eine fatale Verknüpfung.

Indem ich mich aber näher mit diesen beiden Gottheiten beschäftigt habe, habe ich andere Seiten der körperlichen Stärke wahrgenommen, es gelang mir diese Verknüpfung zu lösen. Sicher, es ist gut im Krieg stark zu sein aber es gibt auch andere Kämpfe in denen Stärke gut ist und die man in seinem Leben öfter mal ausfechten muß. Zudem begriff ich dass man die innere Stärke nicht von der äußeren Stärke trennen kann. Ich kann mich innerlich besser stark zeigen, wenn das auch durch menien Körper ausgedrückt ist, und umgekehrt.

Alles lief auf eins hinaus, ich mußte Sport machen um das zu erreichen was ich wollte, einen kräftigeren Körper zu bekommen, abzunehmen und gesünder zu werden. Dazu braucht es ein klares Ziel, Durchhaltefähigkeit, den Willen zum Sieg, Geduld, Mut, das sind alles Eigenschaften eines Kriegers. Tyrs Eigenschaften. Und Tyr half mir durch mein erstes Aiqum-Jahr hindurch. Dadurch dass ich mich mit ihm beschäftigte wurde ich immer wieder auf diese Eigenschaften gestossen. Wenn ich den Mut verlor konnte ich ihn um Hilfe bitten, wenn mir das Ziel zu weit weg und zu hoch gesteckt schien, konnte ich mich mit ihm beraten. Er machte Mut, trieb mich an, gab mir die Kraft mein Ziel nie aus den Augen zu verlieren. Dafür schenkte ich ihm so manch vergossenen Schweisstropfen und so manchen Wutanfall, so manche Jubelschreie und die ekstatische Freude wenn ich über die toten Punkte beim Ergometertraining weg war und, wie mir schien, endlos weiter trampeln konnte.
Ja, Tyr ist ein guter Begleiter im Kampf gegen die Trägheit, alte Glaubenssätze und das Übergewicht.

Kommentar schreiben