keine Fressanfälle – Erleichterung

Ich bin so glücklich darüber dass ich in den letzen Tagen keine Fressanfälle gehabt habe. Nicht einmal die Ahnung davon. Gut, wenn sie gekommen wären hätte ich gewußt wie ich ihnen begegnen kann, aber das war nicht einmal nötig weil da keine Gefahr war.

Das tat so gut und war so erleichternd, denn gesundes Leben steht bei mir stets an erster Stelle. Ich weiß jetzt dass ich auch durch angespannte Tage kommen kann ohne dass gleich die alten Muster wieder los gehen und ich meine nahrhaften Trösterchen haben will.

Mit diesem Bedürfnis umzugehen und es umzulenken ist eine Sache, die war schon mal gut und wichtig und hat diesen Fressanfällen ihren Schrecken genommen.  Aber es war doch immer anstrengend weil ich dagegen an gehen mußte und mich damit auseinander setzen mußte.

Jetzt war es aber so dass nicht einmal dieses Bedürfnis da war, ich mich als ganz und gar auf die Ursache des Stresses konzentrierne konnte.

Seit Freitag habe ich nur noch vernünftig essen wollen und das habe ich dann natürlich auch getan. Ich wollte viel Vollkornprodukte, viel Quark und noch mehr frisches Obst und Gemüse. Und ich habe so deutlich wie selten gespürt wenn ich genug hatte. Meine Portionen haben sich ganz automatisch klein gehalten.

So etwas habe ich noch nie erlebt und erst Recht nicht an Tagen an denen eben einiges im Argen liegt.

Aber ich lerne daraus dass ich mit Problemen oder Unbehagen einfach besser klar komme, wenn ich mich vernünftig ernähre und meinem Körper das gebe was er braucht. Genauer gesagt war es neben der vernünftigen Ernährung auch noch ausgiebiges Ausdauertraining und auf Alkohol hatte ich auch überhaupt keine Lust. Es war nicht so dass ich ein Bedürfnis unterdrücken mußte, es war einfach nicht da. Und ich mußte mich nicht zum Sport zwingen, ich habe ihn einfach gebraucht.

Ich scheine mein Programm umgestellt zu haben. Wenn ich durcheinander bin dann schreit mein Körper und meine Psyche nach Schonung, liebevoller Pflege, Vernunft und Ordnung. Früher hätte ich immer noch einen drauf gesetzt indem ich meinen Körper bis zur Übelkeit belastet hätte und dann wäre es mir richtig schlecht gegangen.

Jetzt war das Gegenteil der Fall. Ich habe drei Nächte hintereinander wunderbar tief und fest durch geschlafen, ich habe getan was ich im Moment tun kann damit die Situation besser wird und ich fühle mich heute wieder gelassen und zufrieden und aufgeräumt und eben auch körperlich wohl.

Der Abschiedsgruß den unsere Therapeutin der Gruppe immer mit nach Hause gegeben hat lautete: „Sorgt gut für euch“

Das habe ich inzwischen zum Glück gelernt.

Sehr gespannt bin ich auf meinen morgigen Figurtest. Ich denke schon dass ich einiges von dem Wasser los geworden bin, mal sehen.

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