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Drei Jahre bei Aiqum

Heute bin ich seit drei Jahren bei Aiqum und denke gerade darüber nach was sich in der Zeit verändert hat.

Mein Höchstgewicht war ja 136 Kilo und ich hatte schon, bevor ich Aiqum entdeckte, 14 Kilo abgenommen. Ich hatte damals einfach darauf geachtet nicht ganz so wahllos Essen in mich hinein zu stopfen.

Aber es kamen die Feiertage und schon brach ich mit allen Schwüren und fing wieder an mit dem Fressen. Wäre es so weiter gegangen, hätte ich unaufhaltsam zugenommen. Ich hätte ein Panikfasten veranstaltet und mir eingebildet dass ich dabei abnehmen würde, ich hätte mir 800 Kalorien täglich verordnet und  vielleicht eine Rohkostzeit und irgendwelche Mittelchen, angeblich auf natürlicher Basis was immer das auch heißen möge. Es hätte kein Ende genommen und es wäre teuer, sehr ungesund und sehr frustrierend gewesen.

Zudem hätte der JoJo immer und immer wieder zugeschlagen, weil ich mich immer wieder in den Hungerzustand gebracht hätte.

Zum Glück hatte ich den richtigen Gedanken, dass es mir an Bewegung fehlen würde. Mein Blutdruck war extrem hoch und da war Ausdauertraining das Mittel der Wahl. Nur wie mache ich das mit so viel Gewicht?

Komischerweise hatte ich mir immer eingebildet dass es doch nicht am Essen liegen könne. Ich habe doch schon so lange vollwertig gegessen, viel frisches Obst und Gemüse etc. Jetzt weiß ich dass es zwar für die Gesundheit nicht verkehrt war, mit Junk-Food wäre es mir noch schlechter gegangen, aber dick hat es trotzdem gemacht. Es war einfach viel zu viel. Tja und wenn ich ehrlich mit mir selbst bin, dann habe ich meine normalen Mahlzeiten in der Regel vollwertig gegessen. Aber was war mit dem Fischbrötchen zwischendurch? Mit der ganzen Packung Kinderschokolade auf einen Rutsch? Was war mit der anderen Tafel Schokolade die ich zur Tarnung mit einer dünnen Scheibe Brot belegte? Was war mit dem halben Käsekuchen den ich an einem Sonntagnachmittag aufgegessen habe? Das zählte doch nicht, das war doch ein Sonntag. Nur die Sonntage kamen regelmäßig und zwischendurch zum Kaffee gab es Kekse (natürlich Vollkornkekse) aber bestrichen mit dick Marmelade oder Gelee. Manchmal wollte ich auch ein Leberkäsebrötchen, in einem weichen Hamburgerbrötchen, dick bestrichen mit Fertigsoßen und Röstzwiebeln bestreut.

Getrunken habe ich zwar keinen Alkohol, aber dafür Bitter Lemon und Co. Das hatte gewaltig viele Kalorien und ich war nur darauf fixiert dass ich ja keinen Alkohol trinke und mir die Getränke doch nicht schaden können. Nun gut, in Glas ab und zu schadet bestimmt nicht, aber mit einem Liter pro Tag sah das schon ganz anders aus, besonders weil dieser Liter so ziehmlich alles war, was ich außer Kaffee noch getrunken habe.

War es dann ein Wunder dass ich mich kaum mehr aus dem dritten Stock heraustraute? Nur einmal am Tag, das war meine Devise. Ich überlegte also was ich alles erledigen muß, damit ich es auf dem Weg hin bekomme. Mehr als einmal die Treppen hoch zu kommen, das ging nicht. Ich hatte sowieso schon einen halben Kreislaufkollaps wenn ich in der Wohnung war.

Putzen? Nur in ganz kleinen Einheiten. Mich hat es immer viel zu sehr angestrengt.

Ach es war ein elendes Leben, ich weiß im Nachhinein ehrlich gesagt nicht mehr wie ich das ausgehalten habe. Mein Blutdruck war in höchsten Höhen, ich mußte extreme Medikamente nehmen die natürlich die entsprechenden Nebenwirkungen hatten und mir ging es wirklich schlecht.

Irgendwann dachte ich mir das es das doch nicht gewesen sein kann? Dass ich noch recht jung bin und nicht für den Rest meines Lebens vor mich hin vegetieren will und mich nicht immer wie eine gestopfte Gans oder ein Truthahn mit rotem Kopf fühlen wollte.

Also Sport!

Nur wie mache ich das? Wie fange ich das an ohne einen Herzanfall zu bekommen? Ich komme ja noch nicht einmal die Treppen hoch, wie soll ich denn dann Laufen etc durchhalten? Nach meiner Recherche im I-Net entschieden mein Mann und ich uns, ein Fahrradergometer zu kaufen. Das war die richtige Entscheidung, das Teil nutze ich heute noch.

Inzwischen war es kurz vor dem Jahreswechsel und ich freute mich auf die Lieferung. Irgendwie hatte ich schon den Drang was zu verändern und das, was ich auf bestimmten Seiten im Netz las, war eher ermutigend. Abnehmforen haben mich nie interressiert, irgendwie hätte ich denen vorbeten können, so viele waren genau auf dem gleichen Stand wie ich. Den Kopf vollgestopft mit überflüssigen und komplizierten Informationen über die richtige Uhrzeit beim Essen, über „neuste“ Erkenntnisse bezüglich Low-Fat oder Low-Carb, über Entgiftungstheorien etc. Es mag was dran sein, aber es war definitiv nicht das was ich suchte. Warum waren denn die Leute die sich so ausgiebig darüber verbreiteten auch noch so dick, oder eben kurz vor der Untergrenze des gesunden BMIs auf dem Weg ins Untergewicht (ich habe jetzt etwas übertrieben, aber so habe ich die Dinge dort gesehen).  Ich wollte eigentlich auch nicht abnehmen. Ich wollte mich mit meinem Gewicht abfinden, aber eben durch Ausdauersport fitter und gesünder werden. Ich wollte alles tun was ich selbst gegen meinen Blutdruck tun kann.

Als ich Aiqum fand und mich für das dort angebotene Sportprogramm interessierte, meldete ich mich an. So teuer fand ich es nicht und ganz bestimmt günstiger als das, was ich sonst für obskure Pülverchen ausgegeben hätte.

Tja und was da passierte, kann man an meiner Kurve sehen. Obwohl ich mich mit Feuereifer auf den Sport stürzte und lernte dass es durchaus in Ordnung wäre mit nur drei Minuten auf dem Ergometer anzufangen, und dass ich wirklich nicht die einzige bin die so angefangen hat, machte mich das was ich über die Energiebilanz las neugierig. Ich achtete auf mein Essen und ehe ich mich versah hielt ich die Kalorienvorgaben ein, die Aiqum mir empfohlen hat. Ich nahm ab. Ich nahm ab ohne jemals wieder hungrig zu sein und ohne mich mit dem Studium von Tabellen und komplizierten Ernährungsvorgaben beschäftigen zu müssen.

Alles was von meiner Seite her nötig war, war das sorgfältige Eintragen von dem was ich gegessen habe.

Aiqum rechnete mir dann aus wie meine Energiebilanz aussieht, empfahl mir Kalorienmengen für die nächste Zeit, gab mir Prognosen wann ich mit wieviel Einsatz die Chance habe mein Wunschegewicht zu erreichen. Als ersten Wunschwert hatte ich 90 Kilo eingetragen. Eigentlich wollte ich nur unter 100 kommen und 90 kam mir schon vor als würde ich nach den Sternen greifen. Dann wurden es 80 Kilo und nun sind es 67 Kilo, die meinem Normalgewicht entsprechen. Es wird noch lange dauern bis ich dieses Ziel erreiche, weil ich mir Zeit lassen will und weil es noch andere wichtige Dinge auf der Welt gibt, als das Abnehmen.

Mein Blutdruck ist um Einiges gesunken, so dass ich mit einer Minidosis Medikament auskomme. Ich fühle mich fitter und selbstbewußter, mein Leben hat sich gründlich verändert. Eine Sache wie die Fotosession hätte ich mir nie träumen lassen. Ich dachte immer das wäre nur was für andere, die „normal“ sind. Für mich ist das nichts.

Ich habe nun ungefähr ein Jahr lang mein Gewicht gehalten. Und selbst in dieser Zeit, in der mich die Schmerzen quälen und ich über die Feiertage wieder etwas zugelegt habe, besonders auch weil der entwässernde Effekt der Tabletten fehlt, fühle ich mich nicht mehr meinem Gewicht ausgeliefert. Ich weiß genau was ich machen kann um wieder abzunehmen.

Vor einer Woche bin ich wieder in das Programm eingestiegen und es geht mir gut damit.

Gestern nach der PRT habe ich mir einen Schlemmertag gegönnt und das Schlemmern auch ausgiebig genossen. Der gestrige Tag war weit in der positiven Energiebilanz aber das macht mich nicht verrückt, denn ich weiß dass ich das an den kommenden Tagen wieder ausgleichen kann.

Vor drei Jahren hätte ich mir auch nicht vorstellen können, dass ich jemals am Schreibtisch sitzen würde und ein Blog über meine Abnehmgeschichte schreiben würde.

Diese Gelassenheit dem Essen und dem Gewicht gegenüber ist mit das Schönste, was ich gelernt habe. Und meine Schule dafür ist Aiqum. Ich werde dort bleiben, weil es für mich immer noch viel zu lernen gibt und mindestens so lange bis ich mein absolutes Wunschgewicht erreicht habe.

Ein Kommentar zu “Drei Jahre bei Aiqum”

  1. Idefix schreibt:

    Hallo Renate, ich finde es toll, was Du alles erreicht hast und auch wie Du uns daran teilhaben lässt. Herzlichen Glückwunsch zum 3. Geburtstag 😉 und zu Deinen Erfolgen. Liebe Grüße von Idefix

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