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Abnehmen braucht lange Zeit – Erinnerungen und Plauderei

Ich merke immer wieder wie wichtig es ist sich lange lange Zeit zum Abnehmen zu gönnen. Bei so viel Übergewicht wie ich abbauen will ist es realistisch in Jahren zu denken. Fünf Jahre wären nicht zu viel. Zur Zeit habe ich die Hälfte davon hinter mir und habe fast 45 Kilo abgenommen. Gute 10 Kilo sollen noch dazu kommen und genau diese letzen Kilos dauern am längsten. Ich bin schon sehr froh, wenn ich in einem Jahr 3-5 Kilo ‚runter bekomme. Lieber langsam mit guter Laune und Lernerfolgen und vor allem dauerhaft. Würde ich mich jetzt permanent unter Druck setzen und mehr und mehr wollen, wäre ich in Gefahr wieder in mein altes Diät-Muster hinein zu gleiten. Ich würde mich immer mehr einschränken und würde den Sport immer mehr übertreiben, bis ich nicht mehr kann oder bis ich einen solchen Stress bekomme dass ich alles über Bord werfe und aufgebe. Dann käme der Frust, das schlechte Gewissen und ich würde mir sagen dass das alles ja doch keinen Zweck hätte….die beste Ausrede um wieder hemmungslos zu fressen.

Nein, soweit will ich nie wieder kommen. Ich muß mir selbst immer wieder klar machen dass diese letzen Kilos die ältesten und somit auch die zähsten sind. Mein Körper und meine Seele wollen sie nur ganz ganz langsam los lassen. Ich denke das ist auch gut so.

Das Gewicht das ich jetzt habe, hatte ich vor ca 33 Jahren das letze Mal. Das ist nun wirklich gewöhnungsbedürftig. Vielleicht ist es kein Zufall dass ich gerade wieder Sachen von den Stones höre? Vor ca 33 Jahren war meine fanatischste Zeit als Fan. Damals habe ich sie auch das erste Mal im Konzert gesehen. Dieses Konzert hat mein Leben verändert denn danach habe ich mich von meinem damaligen Freund getrennt mit dem ich immerhin gut 5 Jahre zusammen war und damals hatte ich einige wichtige Entscheidungen getroffen. Zu dem Konzert bin ich alleine gefahren und merkte dass das kein schlechter Zustand ist. Ich konnte machen was ich will ohne auf einen Nörgelkopp Rücksicht nehmen zu müssen. Außerdem habe ich meine Angst überwunden und bin das erste Mal alleine per Anhalter Autobahn gefahren. Das war vorher immer so ein Tabu und so hatte ich meinen Radius erweitert denn ich konnte plötzlich umsonst von Stadt zu Stadt fahren. Damals war es noch möglich für eine Frau alleine per Anhalter zu fahren.

Tja, in dieser Zeit wog ich genau so viel wie jetzt, es ist schon ein komisches Gefühl. Na gut, mein Körper sah anders aus, die Haut begann gerade sich zu dehenen und war noch nicht überall gerissen. Sie lag noch relativ gut an, dadurch wirkte ich dünner.

Ich merke deutlich dass ich die Zeit brauche, aber andererseits würde ich gerne diese berauschende Freude immer und immer wieder erleben, wenn der Figurtest wieder super ausgefallen ist. Ich glaube dieses Suchen nach Erfolgserlebnissen, nach immer besseren Abnahmen, kann fast süchtig machen und es besteht die Gefahr dass man sich völlig darauf fixiert. Deswegen ist es viel besser wenn ich mir meine Abnehmerfolge über die ganze Zeit vor Augen halte und nicht nur über die letzen Wochen.

Ich muß mir auch immer wieder sagen dass der Mensch keine Maschine ist und dass ein Auf und Ab ganz natürlich ist. Es gibt Zeiten in dene ich einfach mehr essen will als in anderen Zeiten, das ist auch ganz normal. Selbst wenn ich genau weiß dass das ein Funktionsessen, wie zum Beispiel ein Trostessen ist. Man kann Gewohnheiten die sich über das ganze Leben ausgeprägt haben und einem anerzogen wurden, nicht in gut zwei Jahren völlig umdrehen. Man kann aber sehr wohl dafür sorgen dass es einem bewusst ist und dass man es im Rahmen hält bzw lernt diese Zeiten wieder auszugleichen.

Vieles davon ist mir klar geworden als ich das Aiqum-Verhaltensseminar gemacht habe.

Es ist viel einfacher über lange Zeit nach einem festen Plan zu leben und sich für eine gewisse Zeit zusammen zu nehmen. Während dieser Zeit befindet man sich im Ausnahmezustand und das hat mit dem normalen Alltag nichts zu tun.

Wenn etwas Unvorhergesehenes wie eine Änderung des Lebensrhythmus oder eine Krankheit oder, wie bei mir, die Wechseljahre mit ihren Hormonschwankungen dazwischen kommt, dann kann man diesen Plan oft nicht mehr durchhalten und man ist in großer Gefahr die ganze Diät wieder aufzugeben.

Schwieriger, aber letztenendes einzig dauerhaft erfolgversprechend,  ist es die geänderten Gewohnheiten in den Alltag einzubauen so dass man nicht mehr ständig darüber nachzudenken braucht. Ich muß mich erst mal an das Auf und Ab gewöhnen. Es kann passieren dass ich über Monate im gleichen Gewichtsbereich hin und her pendle. Mal an der unteren Grenze und mal an der oberen. Dabei brauche ich keine Panik zu kriegen, das ist ganz normal. Wenn ich dann auf eine gut negative Energiebilanz achte, kann ich sicher sein dass ich irgendwann wieder einen Sprung nach unten machen, wie bei meinem letzen Figurtest geschehen.

Dann kann das Gewicht wieder etwas nach oben gehen und so weiter und so fort.

Mein mentales Ziel ist es zur Zeit, in Jahren zu denken und nicht in Wochen.

Ein Kommentar zu “Abnehmen braucht lange Zeit – Erinnerungen und Plauderei”

  1. Jens schreibt:

    Beim Abnehmen sollte wirklich die Zeit keine Rolle spielen. Als ich mit meiner Ernährungsumstellung anfing, glaubte ich meiner Waage nicht. Die Kilos purzeln. Endlich! Die Hürde ist überwunden und es geht vorwärts. Ich bin sehr mit dem Ergebnis zufrieden. In nur drei Monaten zwanzig Kilogramm an Gewicht verloren.

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