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Abnehmen und Tipps – erfolgreich abnehmen

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Körperbild ändert sich beim Abnehmen

Seit meinem Erlebnis im Bio-Laden beschäftige ich mich wieder intensiver mit dem neuen Körperbild. Ich habe jetzt festgestellt dass ich meine Vorstellung von meinem Körper so langsam dem Spiegelbild angepasst habe. Ich bekomme keinen Schock mehr wenn ich mich sehe und der Bauch fehlt, bzw nicht mehr so auffallend vorstehend ist. Da gibt es noch genug Speckrollen, immerhin habe ich noch ca 15  Kilo Übergewicht, aber eigentlich bildet der Bauch jetzt eine Fläche und steht nicht mehr vor als der Busen.

Auch wenn ich vom Knochenbau her schmal bin und auch ein schmales Becken habe, bilden die Hüftknochen jetzt eindeutig eine Begrenzung und geben dem Körper Kontur. Weiter unten quillt noch der Speck hervor, aber insgesammt hat sich mein Körper doch sehr verändert.

Es ist seltsam, ich habe lange dazu gebraucht mich daran zu gewöhnen dass der Bauch weg ist. Manchmal hat er mir sogar gefehlt und ich habe mir ein Kissen auf den Bauch gelegt um das Gefühl wieder zu haben. Dabei fallen mir nun Parallelen zu der Schwangerschafts-Geschichte ein. Geht es Müttern auch so? Vermissen sie auch ihre schwangeren Bäuche nach der Geburt?

Eine Zeitlang empfand ich meinen dünneren Bauch als leer und ohne Inhalt. Es ist kaum zu glauben aber ich habe ihn echt vermisst. Das wird wohl so ein Mechanismus sein der es mir früher immer unmöglich gemacht hat ab zu nehmen. Ich glaube auf irgendeiner unbewussten Ebene wollte ich meinen Bauch und wollte ihn nicht hergeben.  Abnehmen und Selbstwertgefühl hängen sehr zusammen. Aber nicht so dass man automatisch Selbstwertgefühl bekommt wenn man abgenommen hat, eher anders herum. Das Abnehmen gelingt erst wenn man Selbstwertgefühl entwickelt hat. Dann nimmt man sich im Leben wichtig genug und braucht kein äußeres Gewicht mehr um seinen Platz einzunehmen. Die innere Motivation zum Abnehmen mußte erst da sein, und zwar aus dem Gefühl heraus es sich selbst wert zu sein was für sich zu tun. Man muß es für sich selbst tun und nicht weil andere das so wollen. Wenn man dann abgenommen hat, geht es Hand in Hand. Durch das Abnehmen kommt mehr Selbstbewußtsein und das hilft wieder weiter beim Abnehmen. Sicher bin ich mir aber inzwischen dass der erste Anstoß dazu aber von innen kommen muß, das heißt es muß ein gewisses Grundselbstwertgefühl vorhanden sein um überhaupt die Mühe auf sich zu nehmen und vor allem um auch mit den Folgen klar zu kommen.

Immerhin verändert sich der vertraute Körper, der Bauch der auch eine gewisse Funktion hatte, verschwindet. Man braucht äußerlich nicht mehr so viel Raum also muß man von innen her dafür sorgen dass man seinen Raum einnimmt.

Als Beispiel dafür sind die Busfahrten gut. Früher hatte ich Platz. Ich war körperlich sehr ausladend und so nahm ich automatisch meinen Raum ein. Dadurch konnten die Leute mir nicht zu nahe kommen, es war wie ein Schutzschild. Ich brauchte nicht mehr um Raum zu kämpfen, ich brauchte niemanden zu erklären warum ich so viel Platz haben will.

Heute ist das anders.  Ich nehme nicht mehr automatisch durch meine Körpermassen so viel Raum ein. Wenn mir jetzt jemand zu nahe kommt, dann muß ich anders dafür sorgen dass er meine Sicherheitsgrenzen respektiert, ich muß anders dafür sorgen dass sich nicht jemand neben mich zwängt und mir seinen Alkoholatem ins Gesicht bläst. Wenn mir jetzt jemand körpernah kommt, dann ist er ganz dicht an meinem Inneren, an meinem Gesicht.  Das ist mir meist zu nahe. Es braucht Übung und Selbstbewußtsein dann dafür zu sorgen dass man den notwendigen Raum behält. Früher ging das automatisch, da hat der Speckmantel schon dafür gesorgt.

Diese Überlegungen machen mir klar dass das Abnehmen viel mehr bedeutet als einfach Fett abzuwerfen und die Kalorienbilanz einzuhalten. Gerade wenn man ein so starkes Übergewicht hatte wie ich und vor allem wenn man es so lange schon mit sich herum schleppt, dann sollte man die seelischen Komponenten nicht übergehen. Dort könnte die Ursache für das periodisch wiederkehrende Erstarken des inneren Schweinehunds liegen.

Es lohnt sich sich mit diesen Dingen auseinander zu setzen, auch wenn man eigentlich nur dünner werden will und nicht seine Zeit mit Innenschau vertun möchte.  Etwas Aufmerksamkeit dem Inneren zu geben lohnt sich sehr, denn es kann das Abnehmen gewaltig erleichtern, ja vielleicht sogar erst möglich machen.

10 Kommentare zu “Körperbild ändert sich beim Abnehmen”

  1. Karin schreibt:

    Hallo Renate, das ist ja der Grund warum ich mich für ein sehr langsames Abnehmen entschieden habe. Am Anfang habe ich schnell viel Gewicht verloren und fühlte mich auf einmal nackt und angreifbar. Es fehlte mir was und ich konnte es nicht benennen. Einerseits war das leichter sein ein tolles Gefühl und andererseits die Angst das mit jemand zu nahe kommt. Komisch. Da habe ich dann ja gesagt: Ich will eher mein Gewicht halten und an 2. Stelle kommt das reduzieren. So kann ich klarkommen und mich erst einmal gewöhnen. Alles Liebe Karit

  2. Jens schreibt:

    Schön das Du so viel abgenommen hast. Langsam abnehmen ist nicht schlimm. Auch wenn die Kilo-Skala eine Weile stehen bleibt. Wichtig und entscheidend ist, dass das Abnehmen funktioniert, wenn das Richtige und in Maßen gegessen wird.

  3. Requendel schreibt:

    Hey Jens, ja ich finde es auch schön. Es ist schon erstaunlich, wenn ich mein Ziel erreicht habe, dann werde ich mich halbiert haben, vom Gewicht her. Das ist kaum vorstellbar. Aber zu Beginn meines Abnehmens war es schon fast nicht vorstellbar unter 100 Kilo zu kommen und nun bin ich gut unter 80. Je länger man dabei ist, desto mehr will man auch erreichen. Ich bin gespannt wie lange ich auf meinem Weg noch brauchen werde, besonders weil ich dazu entschlossen bin das Essen zu genießen und ab und zu mal richtig zu schlemmen.
    lg
    Renate

  4. Hennii schreibt:

    Ja, mit dem Grundselbstwertgefühl ist das so eine Sache, wenn man lange mit seinem Übergewicht rumgelaufen ist, kann man sich schwerlich noch ein stabiles Selbstwertgefühl vorstellen. Man kann sich auch nur noch vage vorstellen, wie man schlank aussieht und daher auch das Ziel vage wird. Eine gute Hilfe und Motivation ist: Häng dir ein „schlankes“ Bild von dir hin und guck es immer wieder an. Es sollte dein Bild sein, kein fremdes schlankes Modelbild, das frustet nur. Das baut auf und dein Bewußtsein wächst und dein Ziel wird damit konkret. So ein Foto von dir kann man machen lassen, also ein aktuelles existierendes Foto auf Schlank trimmen, das ist eine sehr gute Motivationshilfe und deine Abnehmbemühungen werden leicht(er).

  5. Requendel schreibt:

    Hey Henrii,

    der Tipp ist nicht schlecht, vielleicht hätte ich den früher brauchen können. Aber meist ist es dann ja doch anders als man sich das vorstellt, sprich man nimmer an anderen Stellen ab.
    Inzwischen brauche ich mich ja nur im Spiegel zu betrachten und meine Vorstellung von mir mit dem Bild das ich sehe zusammen zu bringen.
    Das gelingt mir auch noch.
    lg
    Renate

  6. Svea schreibt:

    Hallo Renate,
    In den letzten Jahren habe ich auch verlernt mich selbst zu lieben. Ich habe mein Inneres und mein Sein einfach verschlossen und bis vor einigen Wochen nicht mehr geöffnet, als ob ich den Schlüssel verloren hätte. Ich habe einfach wieder gelernt mich selbst so zu nehmen, wie ich einfach bin. Meine Freunde sagen seit einigen Wochen, dass ich wieder vor Energie nur so strahle und ich gestehe, ich fühle mich auch so!
    Liebe Grüße Svea

  7. Andreas schreibt:

    Ansich find ich das cool, wenn sich der Koerper veraendert. Doch! Sobald die Knochen da sind, geht einfach nichts mehr weiter. Ist leider meine Erfahrung.Dass das letzte am laengsten sitzt.

  8. Andrea schreibt:

    Also so lange abzunehmen bis die Knochen da sind möcht ich eigentlich nicht – aber mich würde interssieren wie das geht – gar nix mehr essen?

  9. Henning schreibt:

    Das Wichtigste beim Abnehemen ist doch eigentlich, dass man auf jede Art von Diät verzichtet. Denn mit einer Diät ist zwangsläufig eine Fehlernährung verbunden.
    Am Besten ist es alles in Maßen zu essen und natürlich auf Kalorienbomben zu verzichtet.
    Und zum Thema Abnehmen bis die Knochen zum Vorschein kommen: Wer eine starke Persönlichkeit hat und genügend Selbstvertrauen besitzt, kann darauf mit gutem Gewissen verzichten, weil es einfach überhaupt keinen Sinn macht.

  10. Christine schreibt:

    Hallo Henning,
    so sehe ich das auch. Man kann es drehen und wenden wie man will, ich bin davon überzeugt, was Fachleute auch sagen: Der Erfolg hängt davon ab
    20% Training
    70% Ernährung
    10% Wissen
    Geht so an den Speck ran und es wird dauerhaft Erfolg geben.
    Viele Grüße
    Christine

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