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Feiern und Auszeiten

Heute ist der erste morgen nach zwei Festtagen für mich, an denen ich mich mal ganz bewusst habe gehen lassen. Heute bin ich aber auch wieder froh in meine Routine hinein zu kommen. Mir ist leicht übel und ich habe etwas Kopfschmerzen, es fühlt sich an wie ein Kater. Ob das von dem ungewohnten Essen und der Schokolade kommt?

Die zwei Tage habe ich sehr genossen und ich habe mich dabei selbst beobachtet, ich war gespannt darauf wie ich damit umgehen würde.

Am Mittwoch also habe ich ganz normal gegessen, bis zum Mittagessen, das sogar in Hinblick auf das große geplante Abendessen klein ausfiel. Nachmittags habe ich mir einen Toast gegönnt, das war schon mehr als sonst. Abends habe ich dann wirklich geschlemmt.

Ich glaube ich habe selten etwas so sehr genossen wir genau das Essen. Die Stimmung war gut, das Essen war lecker und ich hatte viel Ruhe in mir. Die besten Vorraussetzungen zum Genießen. Ich habe ganz bewusst Bissen für Bissen genommen, gut gekaut und geschmeckt. Ich habe die ganze Geschmacksvielfalt des leckeren türkischen Essens mitbekommen. Es lohnt sich langsam zu essen. Das Lammfleisch zerging auf der Zunge, der Reis war lecker gewürzt und der Salat einfach köstlich. Insgesamt habe ich gegessen bis ich satt war, die Hälfte des Essens blieb noch übrig für den nächsten Tag. Früher hätte ich das auf einen Rutsch gegessen.

Hinterher habe ich mir dann noch ein Schokoladenei gegönnt und das war es dann.

Am Donnerstag früh habe wir dann ein ausgedehntes Frühstück gemacht, mit leckerem Aufschnitt den ich mal gekauft habe ohne auf die Kalorienzahl zu achten. Vollfetter Ziegenfrischkäse war dabei, nach dem ich mir alle 10 Finger schlecken konnte und eine Leberpastete….hmmmmmm……Dazu gab es Eier und Honig und Krabbensalat und dazu frische Brötchen etc, es war ein Schlemmerfrühstück und ich habe zugelangt. Insgesamt habe ich 5 Brötchenhälften gegessen und auch diese Hälften noch einmal durchgeschnitten um möglichst von allen leckeren Sachen was essen zu können.

Am Nachmittag hatte ich dann überhaupt keine Lust auf was Süßes zum Tee und abends habe wir dann Reste gegessen, die bestimmt Kalorienbomben waren weil das Gemüse in Öl schwamm.

Egal, ich habe für jeden Tag 3000 Kalorien eingetragen, damit ich Luft habe. Ich denke nicht dass ich die überschritten habe.

Gestern abend hatte ich dann leider noch eine komische Stimmung und habe noch zwei Schokoladeneier gegessen die nicht hätten sein gemusst. Danach habe ich mich geärgert, aber insgesamt war ich sehr froh darüber wie das mit dem befreiten Essen gelaufen ist.

Ich habe immer mehr den alten Sinn von Festen erkannt. Es war eine Auszeit vom Alltag, das Essen gehört zum Feiern dazu und ich habe es ohne schlechtes Gefühl getan. Das ging so gut weil ich wusste dass es nur dieses Fest ist das einmal im Jahr stattfindet und dass danach der Alltag wieder einkehrt. Die Reste der Schokoeier wird mein Mann nach und nach verdrücken, sie locken mich nicht mehr. Früher habe ich auch nach dem Fest immer weiter gegessen und immer weiter dazugekauft. Das Fest war schon längst zuende aber ich habe immer noch so gegessen als wäre ein Festtag. Da ich eigentlich täglich so üppig gegessen habe als wäre ein besonderer Tag, wurden dann die wirklichen Festtage schal, das Essen dann eher eine Last und der eigentliche Sinn des Festes ging verloren.

Ich finde dass es für mich auch wichtig ist mich mal bewusst loszulassen um mal mitzubekommen inwieweit ich mich schon umgestellt habe und inwieweit ich das bei Aiqum gelernte schon in meine Gewohnheit gelassen habe. Es ist eine Art Prüfung und eine Vorbereitung auf die Zeit nach Aiqum.

Irgendwann möchte ich mein Wohlfühlgewicht erreicht haben und dann ohne die Pläne und ohne die Energiebilanz berechnen zu müssen, leben. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg, der aber leicht fällt in dieser tollen Community!

2 Kommentare zu “Feiern und Auszeiten”

  1. Karin schreibt:

    Hi Renate,

    ja du hast recht. Früher hat man immer soviel und ohne genuss gegessen, dass man Festessen wirklich nicht mehr zu schätzen wußte.
    Heute freue ich mich schon lange Zeit vorher darauf und kann es auch geniessen. Wir gehen Ostern mit meinen Schwiegereltern brunchen und darauf freue ich mich schon richtig. Wir alle haben Zeit und Muße, müssen nicht durch den Tag hetzen, können essen und reden und einfach geniessen.
    Zudem isst der Brunch dort wirklich gut – mit allem drum und dran!

    Das mit den Brötchen mache ich auch immer so. Da es bei uns nur Sonntags Brötchen gibt und wir drei in aller Ruhe frühstücken, schneide ich mir meine beiden Hälften auch immer nochmal durch. Erstmal reicht mir wirklich ein Vollkornbrötchen und zweitens kann ich dann länger geniessen mit mehr Auswahl.

    Weißt du das Jahr hat 365 Tage, wenn wir es schaffen, davon 340 innerhalb der Bilanz zubleiben, dann haben wir noch mehr als genung Tage zum Schlemmen und Loslassen. Und ohne, dass wir gleich wieder zunehmen.

    Mir macht das Essen mittlerweile wieder viel mehr Spaß….

    LG, Karin 😀 😀 😀

  2. Requendel schreibt:

    Hi Karin,
    es ist schon merkwürdig mit dem Essen früher. Es ist als ob ich alle Ecken und Kanten des Lebens mit Fett abgepolstert hätte und dabei eben auch alle normalen und schönen Höhen und Tiefen eingeebnet hätte.
    Jetzt zeigen sich an meinem Körper wieder Konturen und Kanten und so geht es auch im Leben und im Jahresablauf. Mein Körper bekommt wieder Struktur und mein Leben, meine Zeit bekommt es auch. Höhen kann es nur geben wenn es auch Tiefen gibt. Zur Zeit bin ich dabei meine Grenzen neu auszuloten, das ist spannend.
    lg
    Renate

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