Essen als Seelentröster

Die Gründe für Gewichtsprobleme sind sehr vielseitig. Es gibt Stresseser, Genussmenschen, Naschkatzen und zahlreiche weitere Esstypen. Heute möchte ich mich mit dem Esstyp beschäftigen, zu dem ich wohl selbst auch am ehesten gehöre: Dem „Gefühls-Esser“.

Wenn Essen zum Seelentröster wird

Gefühle können manchmal ganz schön intensiv sein. Angenehme Gefühle erleben wir gerne in ihrer ganzen Dimension, aber unangenehme Gefühle wie Kummer, Trauer, Einsamkeit oder Angst tun ganz schön weh. Sie in vollem Ausmaß zuzulassen, ist gar nicht so einfach, und manch einer versucht, sich von diesen Empfindungen abzulenken. Da hat jeder seine eigene Methode – man kann sich zum Beispiel in die Arbeit stürzen, seinen Kummer in Alkohol ertränken oder ihn mit Essen besänftigen. Essen kann tatsächlich ein tolles Beruhigungsmittel sein. Es tröstet und lenkt ab.

Essen als Ablenkung

Abpropos „Essen lenkt ab“. Diese Erfahrung habe ich persönlich gemacht. Essen mit den daraus resultierenden Folgen wie Übergewicht, kann prima von Problemen ablenken. Das ganze Leben dreht sich plötzlich um Diäten, gesunde Ernährung, Fitnessprogramme, Kalorienberechnungen, Fettaugen zählen. Sich in das Thema Ernährung und Diät hineinzusteigern, kann tatsächlich ein sehr effektives Ablenkungsmanöver sein!

Wie findet man heraus, ob Essen als Seelentröster fungiert?

Liebeskummer, Ärger mit dem Chef, Streit mit der besten Freundin, Probleme mit den Kindern, am Ende des Geldes ist wieder mal zu viel Monat übrig – und der erste Weg führt zum Kühlschrank oder zur Naschlade? Das ist ein ziemlich sicheres Indiz dafür, dass aus emotionalen Gründen gegessen wird. Sich vor zu intensiven Gefühlen durch Essen zu schützen, löst jedoch die eigentlichen Probleme nicht sondern schafft höchstens neue!

Morgen gibt’s ein paar Tipps und Gedanken dazu, wie man es schafft, aus der Seelentröster-Falle zu entkommen.

Enigma

About Enigma

Ich bin Enigma, weiblich, Baujahr 1977, Mutter von 2 Jungs.

Seit meiner Kindheit kämpfe ich mit meinem Gewicht. Ich war immer schon pummelig, im Turnunterricht eine Niete und von klein auf gehänselt. Meine ersten Diäterfahrungen machte ich im Alter von ca. 12 oder 13 Jahren, seither hab ich eine Bilderbuch-Diätenkarierre hingelegt mit allem, was dazugehört. Unzählige Diäten, und auf jede davon folge der Jojo-Effekt wie das Amen im Gebet.

Im Sommer 2010 habe ich bei einem Gewicht von 152,3 Kilo die Reißleine gezogen, meine Lebensweise komplett umgestellt und seit diesem Zeitpunkt endlich wirklich Gewicht verloren. Im Lauf von 9 Monaten habe ich 40 Kilo abgenommen, danach ging es langsamer vonstatten und das Jahr 2012 bescherte mir aufgrund privater Probleme leider wieder ein paar Kilos mehr, aber ich bin weiter am Kämpfen und möchte meinen Traum verwirklichen, unter 80 Kilo zu kommen.

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