Ernährungsverhalten ändern ist schwer

Ernährungsverhalten ändern ist der Schlüssel zum Erfolg, wenn man abnehmen möchte. Das ist logisch, denn das bisherige Ernährungsverhalten hat dafür gesorgt, dass man dick ist. Nur eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten kann daher den Waagenzeiger in die richtige Richtung befördern. Wie schafft man es?

Ernährungsverhalten erlernt man in der Kindheit

Forscher sind sich einig: Besonders in den ersten 10 Lebensjahren wird das Ernährungsverhalten eines Menschen geprägt. Wer schon als Kind pummelig ist, hat daher tendenziell eher schlechte Chancen auf ein schlankes Leben im Erwachsenenalter. Erhält man als Kind zum Beispiel oft Süßes zum Trost oder als Belohnung, verbindet man schon von Kindesbeinen an Naschzeug mit positiven Emotionen. Auch als Erwachsener wird man vermutlich dem Muster folgen, sich mit Essen zu belohnen oder über Kummer hinwegzutrösten. Solche Ernährungsmuster sind sehr schwer abzugewöhnen.

Ernährung und Gewohnheit

Ernährung hat auch viel mit Gewohnheit zu tun. Wenn man es gewohnt ist, zum Nachmittagskaffee ein Stück Kuchen zu essen oder am Abend beim Fernsehen eine Tüte Chips zu knabbern, können solche Ernährungsgewohnheiten fast den Charakter einer rituellen Handlung annehmen. Man gewöhnt sich so sehr daran, dass man einfach gar nichts anders kann. Unser Gehirn speichert derart routinierte Abläufe und erinnert uns daran, sodass wir es immer und wieder tun. Genauso wie wir ganz automatisch vor dem Schlafengehen die Zähne putzen oder nach dem Aufstehen die Haare kämmen, ohne groß darüber nachzudenken.

Ernährungsverhalten ändern – wie schafft man das?

Die gute Nachricht lautet: Ernährungsverhalten ändern ist möglich! Die schlechte Nachricht lautet: Es ist schwer. Man muss sich von liebgewordenen Ritualen verabschieden. Das schafft man nur, indem man neue (gesunde!) Rituale schafft. Zum Beispiel abends statt Kartoffelchips lieber Gemüsechips knabbern. Oder noch besser: Rohkost mit Dip, der ideale Knabbersnack. Bei mir war es das Stück Kuchen zum Nachmittagskaffee, das mir ein schier unlösbares Problem bereitete. Ich habe einen Kompromiss gefunden und esse nun ein kleines Stück Bitterschokolade zum Kaffee.

Neue Ernährungsgewohnheiten kann man erschaffen, indem man sie über einen längeren Zeitraum hinweg stur und sehr konsequent durchführt. Auf diese Art trainiert man sich neue Gewohnheiten an, die irgendwann genauso normal und automatisch ablaufen wie zuvor die „falschen“ Ernährungsgewohnheiten. Statt den abendlichen Chips vor dem Fernseher wird auf einmal ein nachmittäglicher Obstsalat zu einer liebgewordenen Gewohnheit. Das funktioniert! Aber es dauert seine Zeit und erfordert ein hohes Maß an Durchhaltevermögen. Aber es lohnt sich, denn gesunde Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln, ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Traumfigur!

Enigma

About Enigma

Ich bin Enigma, weiblich, Baujahr 1977, Mutter von 2 Jungs.

Seit meiner Kindheit kämpfe ich mit meinem Gewicht. Ich war immer schon pummelig, im Turnunterricht eine Niete und von klein auf gehänselt. Meine ersten Diäterfahrungen machte ich im Alter von ca. 12 oder 13 Jahren, seither hab ich eine Bilderbuch-Diätenkarierre hingelegt mit allem, was dazugehört. Unzählige Diäten, und auf jede davon folge der Jojo-Effekt wie das Amen im Gebet.

Im Sommer 2010 habe ich bei einem Gewicht von 152,3 Kilo die Reißleine gezogen, meine Lebensweise komplett umgestellt und seit diesem Zeitpunkt endlich wirklich Gewicht verloren. Im Lauf von 9 Monaten habe ich 40 Kilo abgenommen, danach ging es langsamer vonstatten und das Jahr 2012 bescherte mir aufgrund privater Probleme leider wieder ein paar Kilos mehr, aber ich bin weiter am Kämpfen und möchte meinen Traum verwirklichen, unter 80 Kilo zu kommen.

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