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Abnehmen und Tipps – erfolgreich abnehmen

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Abnehmen darf nicht das Leben bestimmen

Seit Januar bin ich ja wieder voll im Abnehmprogramm aktiv und hoffe bei meinem nächsten Figurtest auf ein gutes Ergebnis. Der Wiedereinstieg ist mir leicht gefallen, aber ein paar Fallen sehe ich doch bei mir.

Erstens fehlt es mir an Gelassenheit und Geduld. Ich möchte das in der Pause zugenommene Gewicht möglichst mit einem Rutsch abnehmen. Utopisch und ungesund, ich weiß, aber die Gedanken sind da. Ich ertappe mich immer öfter dabei mit Gewalt zu versuchen nur 1200 Kalorien zu essen. Gestern habe ich meine Quittung dafür bekommen.  Wir waren spazieren und haben etwas Sport gemacht, die Energiebilanz hat nicht schlecht ausgesehen.  Aber ich hatte schlechte Laune, kam mit diesem komisch und unnatürlich warmen Wetter nicht klar und war von meinen Rückenschmerzen genervt die ich bei jedem Schritt merke.

Zusätzlich habe ich mir das Essen verboten. Ich habe gegen die erste goldene Aiqum Regel verstoßen, dass nichts verboten ist. Ich habe geknausert und nicht einmal zum Tee ein Plätzchen gegessen obwohl das noch voll im Plan gewesen wäre. Die Quittung kam dann am Abend.  Die Sauerkrautsuppe hat mir nicht gereicht. Hätte ich nicht so fanatisch ans Abnehmen gedacht, hätte ich mir das ausrechnen können und hätte von vornherein noch was anderes dazu eingeplant.

So ging gegen 21 Uhr meine Laune noch mehr in den Keller und dann gingen die Wege in die Küche los. Zum Glück habe ich für solche Fälle vorgesorgt und ich habe mir „nur“ zwei dicke Scheiben Vollkornbrot belegt mit Kochschinken und fettarmen Käse gemacht. Sie haben zwar geschmeckt aber ich habe sie nicht genießen können, ich hatte ein schlechtes Gewissen dabei. Der Punkt ist auch nicht dass ich mehr Kalorien aufschreiben muss, ich bin immer noch locker in der negativen Bilanz, der Punkt ist dass das ein Fressanfall war und dass das alte Muster wieder griff. Was war los?

Ich habe in den letzten Tagen zu sehr ans Abnehmen gedacht. Ich bin fanatisch geworden und das alte Muster dass man nur mit Kasteiung und Verzicht und härtestem Training abnehmen kann steckte wieder mal seinen Kopf hervor und zeigte dass es noch da ist wenn ich es wieder nähre.

Ich habe zu oft meine Handlungen dadurch bestimmen lassen ob das gut fürs Abnehmen ist oder nicht. Jeder Gang nach draußen, jeder Sport, jede Putzaktion in der Wohnung, sogar meine Hobbies wie das Stricken wurde durch die Kalorienbrille gesehen. Da ist irgendwas aus dem Ruder gelaufen, es ist als ob all die alten Mechanismen wieder durch kommen. Gestern habe ich mich selbst lange Zeit dafür fertig gemacht dass mich mein Rücken ausbremst beim Sport machen, dass ich nicht so kann wie ich will. Selbst mein Blutdruck ist wieder etwas gestiegen. Ich mache mir zu viel Druck.

So langsam habe ich das Gefühl dass mir der Rücken zur Ruhe verhelfen will – nein, besser gesagt zur Mäßigung. Weder aufgeben noch vorwärtspreschen sondern mein eigenes Tempo zu finden wird meine Aufgabe sein. Mal wieder. Damit habe ich mein Leben lang schon Probleme gehabt.

Ich gehe nach wie vor hin zum Sport, auch wenn ich weiß dass ich  nicht viel machen kann weil ich Rückenschmerzen habe. Aber ich zwinge mich nicht zu Übungen die mir nicht gut tun.

Aber es ist komisch, warum passiert mir das jetzt so massiv? Für die nächste Zeit nehme ich mir die Aufgabe vor das Abnehmen eher aus dem Kopf zu kriegen und dafür zu sorgen dass ich ihm nicht meinen Alltag unter ordne. Ich will mich bewegen weil es mir Spaß macht und weil ich das Bedürfnis dazu haben und nicht nur weil ich abnehmen will.

Außerdem will ich lockerer an meinen Ernährungsplan herangehen und von vornherein mehr Kalorien einplanen auch wenn ich damit fast an der Grenze bin.

2 Kommentare zu “Abnehmen darf nicht das Leben bestimmen”

  1. Karin schreibt:

    Das kann ich gut verstehen, so geht es mir manchmal auch. Besonders wenn ich gerade mal mehr abgenommen habe als erwartet, denn fange ich an zu knausern und will noch mehr los werden und dann gehen die Gedanken los… Wenn ich das jetzt weg lasse oder das mache dann sind das so und soviele Kalorien gespart… Und daraus resultieren nichts als Heißhungerattacken. Also so esse das der Körper gut versorgt ist und sich warm, sicher und geborgen fühlt. Dann produziert er auch keine Schmerzen nur mal so, zum Draufhinweisen. LG Karin

  2. Requendel schreibt:

    Ja, das ist wirklich genau so. Das sind noch alte Muster die da wirken. Jetzt bin ich wieder gut in meinem Abnehm-Essplanmachen-Sport-Energiebilanzausgleich-Turn und jetzt geht es besser. Einmal habe ich mich dabei ertappt zum Tee auf zwei leckere Kekse zu verzichten weil ich mit Gewalt noch ein paar hundert Gramm mehr abnehmen wollte…Blödsinn. Als mir das klar wurde und ich mir klar machte dass ich heute nicht mit Gewalt nur 1200 Kalorien essen will, habe ich sie genossen.
    Komisch, ich dachte dass ich dieses Verhalten bereits abgelegt hätte, aber es steckt immer noch in mir, das habe ich ja jetzt nach der Pause gemerkt.
    lg
    Renate

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