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Samhain

Morgen ist Samhain, Hexenneujahr, und ein Thread im Aiqum Forum hat mich dazu bewogen zu diesem Fest hier ein paar Worte zu schreiben. Denn Hinweise auf frühere Menschenopfer möchte ich schon damit zurückweisen, dass diese mit dem Fest a.) nicht zusammenpassen und b.) heute auch nicht mehr en vogue sind.

Samhain ist, bevor die tüchtige amerikansiche Gesellschaft daraus das Konsumhighlight Halloween gemacht hat, dass Fest der AhnInnen gewesen. An diesem Tag hat man derer die vor einem waren gedacht. Der Name Samhain ist der alte, vorchristliche Name, dieses Festes. Die neue Bezeichnung Halloween geht zurück auf Hollow´s eve, also der Abend vor Allerheiligen, was zeigt das er erst nach der Christianisierung entstanden ist.

In vorchristlichen Zeiten fanden die Menschen es nicht so schlimm, oder gar verwerflich sich Rat bei ihren Verstorbenen Ahnen zu holen, oder ab und an mal einen Plausch mit Naturgeistern und Krafttieren zu halten. Sie glaubten das alles eins ist und jedes Individium Teil eines großen Ganzen. Nichts verschwand jemals ganz, alles, auch die Menschen, wurden transformiert.

Hierzu landeten sie in Cerridwens Kessel. Die große Göttin hat drei Aspekte, die Jungfrau, die Mutter und die Alte. Cerridwen ist eine weise Alte und die Hüterin des Kessels der Weisheit und der Inspiration. Von ihr kommt und zu ihr geht alles und wird transformiert. Nichts geht verloren, alles ist da.

Cerridwen

Diese Darstellung Cerridwens stammt aus dem Göttinenorakel von Hrana Janto und Amy Maraschinsky, dass ich bereits seit vielen Jahren nutze.

Gleichzeitig markiert Samhain den Beginn des Winters und ist die Zeit in der Caileach bheur wieder herrscht. Sie wird auch The Blue Hag oder die Verschleierte genannt und stammt aus dem schottischen Raum. Jedes Jahr um diese Zeit beginnt ihre Herrschaft und im Frühling nimmt ihre Kraft ab, bis sie sich am 1. Mai (Beltane) in einen grauen Stein verwandelt und den Kräften und Wesen des Sommers das Feld überlässt.

Cailleach bheur

Auch diese Cailleach bheur Darstellung ist von Hrana Janto.

Wir feiern Samhain jedes Jahr und ich merke mit zunehmenden Alter, wie mein Wunsch die Ahnen zu ehren mit der Zeit heftiger wird. Mir wird bewusster, dass es eines Tages so sein wird, das meine Tochter oder Tatee (meine spirituelle Tochter) meinen Geist zu Samhain an ihren Tisch bitten und daran denken wer ich für sie war und was unser Zusammensein in diesem Leben für sie bedeutet hat. Das ist ein schöner Gedanke. Mir behagt er mehr als ein Gesteck auf einem kalten Grab.

Die Samhain Nacht ist auch die Nacht in der ein Blick in die Zukunft günstig ist, weil der Schleier zwischen den Welten dünn ist.  Ich lege hier gerne Karten. Oder meditiere mit der Kristallkugel. Komischerweise gucke ich nie mit einer bestimmten Frage, sondern warte einfach was kommt.

Ich feiere nun die alten Feste seit nahezu 30 Jahren und im Laufe der Jahre haben sich viele Rituale im Ritual entwickelt, wie das Einladen der Verstorbenen an unseren Abendbrottisch. Hier decken wir für eine Person mehr, als Leute am Tisch sitzen und reih um bitten wir die Verstorbenen die uns wichtig sind an den Tisch. Das ist immer ein schöner Moment. Eine weitere Tradition hat bei uns das Pflanzen von Wünschen. Wünschen, oder Dinge die Transformiert werden sollen werden in Weizenkörner visualisiert und in Erde gepflanzt. Das daraus entstehende Weizengras wird geschnitten, getrocknet und stellt einen Teil der Räucherung für Jul da. Auch hier ist wieder nichts weg.

Ach ja, getrommelt wird, und überhaupt Musik gemacht und gerasselt, dass es eine Freude ist. Aber nicht via CD Player, sondern noch richtig von Hand.

Es stört mich allerdings auch mit zunehmenden Alter wie die alten Feste kommerzialisiert werden, und nicht nur die Feste sondern die gesamte spirituelle Bewegung. Kelche müssen aus Kristall sein, Dolche taugen nur wenn mensch sie beim absoluten, super inn Spiritual Equipment Dealer gekauft hat. Ich nehme nach wie vor was der Küchenschrank hergibt. Und es funktioniert auch so. Wenn es nicht den Gedanken der Spiritualität zu komplett zuwider laufen würde, dann würde ich mich darüber amüsieren, aber vielleicht steckt darin ja auch die Aufgabe für Interessierte: Zu erkennen das es den ganzen Quatsch nicht braucht um sich mit dem Ursprünglichen zu verbinden.

7 Kommentare zu “Samhain”

  1. Requendel schreibt:

    Schöner Beitrag Karin, danke dafür.
    lg
    Renate

  2. Silke schreibt:

    ja wirklich schöner Beitrag.
    Vielen lieben dank dafür

    LG
    Silke

  3. Karin schreibt:

    Freut mich das er euch gefällt. Alles Liebe Karin

  4. trebelia schreibt:

    Danke Karin,
    dieser Beitrag hat mir sehr geholfen, Samhain zu verstehen. Ich konnte vorher mit diesem „Begriff“ überhaupt nichts anfangen.
    LG
    trebelia

  5. Karin schreibt:

    Freut mich Trebelia, dass du es nun besser verstehst. Genau den Eindruck hatte ich im Forum, dass viele gar nicht wissen worum es geht, daher dachte ich werde ich mal aufklärerisch tätig. 🙂 Happy Samhain für dich
    Karin

  6. Osterspaziergang « Cailleach Bheur, Feature, Menschen, Jedenfalls, Glück, Hier, Beitrag, Möwen « abnehmen BLOG - Menschen die erfolgreich abnehmen schreibt:

    […] in meinem Wäschekorb, den ich draußen vergessen hatte. Ich habe es mal als Abschiedsgeschenk von Cailleach Bheur genommen.  Über die ich bereits im Samhain Beitrag […]

  7. Gabriele schreibt:

    Hallo Katrin,

    auch wenn dein Beitrag zu Samhain nun fast zwei Jahre her ist, so hat er mich heute gefunden…

    :-)))

    Ich möchte dir auch danken!!!

    Dein Beitrag hat mich sehr berüht!

    Vielen DANK und ein fröhliches Samhain 2009

    :-)))

    Liebe Grüße
    Gabriele

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