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Abnehmen und Tipps – erfolgreich abnehmen

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Weiter abnehmen – Warum jetzt?

Ich bin nun seit 7 Tagen wieder im AIQUM Programm. Zeit für eine kleine Bilanz. Mal kurz gucken wo ich stehe. Besser gesagt wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass ich jetzt weiter abnehmen möchte. Vor ungefähr einem Jahr hatte ich 120 Kg erreicht und kam in eine Phase in der das weitere Abnehmen für mich nicht besonders wichtig war. Es beschäftigten mich andere Themen und Gedanken, so beschloss ich eine Pause zu machen, von der ich damals nicht wusste wie lang sie werden würde. Diese Auszeit hat mir sehr gut getan. Damals war es einfach nicht der Zeitpunkt weiter zu machen. In meinem Fett stecken so einige Traumen und Verletzungen die bearbeitet sein wollten. Das musste erst erledigt werden, bevor es weiter gehen konnte. Die letzten 12 Monate habe ich mich auf sanfte Art mit meinen Altlasten auseinander gesetzt. Habe viel meditiert, einiges das in der Erinnerung verschüttet, oder, wie ich glaubte schon erledigt war, zeigte sich erneut. Das tägliche Tagebuch schreiben, überhaupt das Schreiben, viele Gespräche mit meiner Tochter und meinem Mann halfen Dinge klarer sehen. Nicht zuletzt war meine Malerei ein Schlüssel zu den verschütteten Teilen meiner Gefühle und Erinnerungen. Es war eine sehr intensive Zeit, und ich hatte keine Probleme damit 120 kg zu wiegen. Es fühlte sich stimmig an.

Vor 2 Monaten nun, ich war mit  Freundinnen auf dem Weg nach Hamburg zu meiner Tochter, und fahrplanmäßig hielt der Zug in Pinneberg, meinem Geburtsort. Wie immer schwappte eine Welle von Abscheu in mir hoch. In dieser Stadt hatte ich zwar eine schöne Kindheit verlebt, aber meine Jugend und mein späteres Leben dort waren furchtbar. Dieser Ort ist von seiner Ausstrahlung her,  provinziell und voller scheinheiliger Moral. Abgesehen von seiner architektonischen Scheußlichkeit, kein Platz für jemanden wie mich, der nun mal etwas anders leben möchte, als Arbeit, Familie und  2 x im Jahr Mallorca. Nun ist es aber ja aber so, dass ich damals glaubte, da wo du geboren bist, bist du zu Hause und zu Hause akzeptiert man dich wie du bist. Nun gut, dass stellte sich als Trugschluss heraus. Aber nicht so weit ausholen. Wir fuhren durch dieses Nest, ich schimpfte wie immer, hatte aber keine Atemnot, und ich stellte fest, dass ich nicht so richtig bei der Sache war. Eigentlich, bemerkte ich sehr verwundert, schimpfte ich nur, weil ich es immer getan hatte die letzten fünf Jahre, wenn die Sprache auf diese Stadt kam. Das gab mir zu denken. Ich schrieb übrigens zu der Zeit gerade an einer Geschichte in der Pinneberg mittels eines magischen Radiergummis ausradiert wird. Das gab mir eine Ausrede dorthin zu fahren, offiziell zu Recherche Zwecken. Also schnappte ich mir meine Freundin Beate und machte mich mit ihr auf den Weg. Wir gingen durch die Stadt, keine Wut, keine Bitterkeit. Keine Atemnot. Es gab eine Zeit wo ich nicht in die Nähe des Ortes konnte, ohne einen heftigen Asthmaanfall zu bekommen. Ich war sogar in der Lage das Schöne wahrzunehmen. Wie diese Stelle hier.

Pinnau

Nach drei Stunden suchten wir uns ein nettes Café und nahmen einen Imbiss, dann machten wir uns wieder auf den Weg. Ich hatte noch ein wenig Angst das die alte Wut vielleicht später kommt, aber gar nichts. Es war als wenn mensch auszieht einen grossen, gefährlichen Drachen zu erschlagen, und dann feststellt, dass er aus Papier ist.

Kurz darauf kam mir eine Frau in der Stadt entgegen mit recht viel Übergewicht, und ich dachte: Meine Güte ist die dick! Dann gleich der nächste Gedanke (thanks heaven for the second thoughts), Du blöde Kuh, die wiegt nicht mehr wie du. Das machte mich nachdenklich. 11 Monate stimmte das Bild was ich innen drinnen von mir hatte, mit meinem äußeren überein. Und auf einmal nahm ich mich selber deutlich schlanker wahr, als ich bin. Da wusste ich es kann weiter gehen. Nun ist es Zeit meine äußere Erscheinung meiner inneren anzupassen. Es ist echt merkwürdig. Früher war die innere Karin nur geringfügig schlanker als die äußere, ausser in schamanischen Reisen, da war ich immer schlank. Komisch nicht? So kam denn eines zum anderen. Und letzten Freitag war es denn so weit, ich loggte mich bei AIQUM ein, angeblich nur um mal zu sehen was da so los, machte einen Figurtest, plante meine Ernährung und bin glücklich wie ein Ferkel in der Pfütze.

Ich merke das mich diesmal eine andere Energie vorantreibt. Zuerst habe ich abgenommen um mir zu beweisen, dass ich es schaffen kann. Das hat sehr viel Kraft gekostet. Jetzt ist eher stimmiger, sanfter und fröhlicher. Es ist auch nicht so, dass ich das Gefühl habe, ich müsste so schnell wie möglich abnehmen, die Zeit ist nicht so entscheidend. Wichtig war nur, mich zu diesem Zeitpunkt auf den Weg zu machen.

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