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Abnehmen und Tipps – erfolgreich abnehmen

persönliche Tagebücher und Tipps über das Abnehmen

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Übergewicht und Fitness – können Dicke fit sein?

Ich war zuletzt vor etwa 14 Jahren in dem Gewichtsbereich, in dem ich mich jetzt befinde. Ich war damals Anfang 20 und fühlte mich fett und träge. Ohne Zweifel war ich beides! Ich war absolut untrainiert, Bewegung gehörte wirklich nicht zu meinem Leben. Die typische Dicke, wie man sie sich eben so vorstellt. Ich habe gern und viel gegessen und mein Leben vorwiegend im Sitzen zugebracht.

Nun bin ich also 14 Jahre älter, und hab – besonders was das Gewicht betrifft- viele Höhen und Tiefen hinter mir. Ich habe jetzt ziemlich exakt das selbe Gewicht wie damals, aber: Was für ein Unterschied!

Ich bin fit! Ich habe Muskeln! Ich bin überhaupt nicht träge! Ich bin leistungsfähig und aktiv und giere nach Bewegung. Ich kann eine Stunde am Stück laufen oder 2 Stunden am Stück walken und bin hinterher nicht mal müde. Mein Körper ist unter der noch vorhandenen Speckschicht muskulös und kräftig. Ich kann es ohne weiteres mit so manchem Schlanken aufnehmen! Vor einiger Zeit hat mir eine Nachbarin (schlank!) berichtet dass sie die Strecke, die ich täglich laufe, zu Fuß zügig abgegangen ist, und hinterher total erledigt war. Ich laufe die Strecke und bin danach gut gelaunt und fröhlich!

Fitness ist nicht nur den Schlanken vorbehalten. Auch mit 100 Kilo kann man fit sein!

Geschrieben von Enigma am Freitag 20. Januar 2012

Wochenbilanz: 1,5kg weniger!

Na ich hab vielleicht eine Freude! 1,5kg weniger diese Woche (Donnerstag = Wiegetag), über solche Abnahmen durfte ich mich echt schon lange nicht mehr freuen. Überhaupt läuft es seit Beginn des neuen Jahres wirklich gut!

Ich frage mich echt, woran das liegt? Der Zusammenhang zwischen Geist und Körper ist für mich unleugbar vorhanden,  und vielleicht hab ich es durch den Beginn des neuen Jahres geschafft, meinen Kopf wieder freier zu kriegen, alte Dinge abzuhaken und sozusagen neu anzufangen. Ich war nämlich gar nicht wirklich 100%ig brav, weder mit dem Sport noch mit dem Essen, und trotzdem geht das Gewicht nach unten. Also liegt es vielleicht weniger an dem was ich mache, sondern viel mehr an meiner Einstellung dazu.

Na was auch immer die Gründe sein mögen, mich freut es jedenfalls! Meine nächsten Ziele rücken in greifbare Nähe und ich bin guten Mutes, das sie nicht mehr so unerreichbar sind, wie sie noch vor kurzem aussahen als mein Gewicht stagnierte.

 

Geschrieben von Enigma am Donnerstag 19. Januar 2012

Neues Punktesystem

Ein großes Diätunternehmen, dessen Namen ich nicht nennen will, hat pünktlich zum Jahreswechsel wieder mal sein Programm geändert. Die “Punkte” werden nun anders berechnet, alles ist neu, und die Unterlagen vom Vorjahr – die man sich teuer erkauft und in mühsamer Arbeit verinnerlicht hat – gelten nicht mehr.

Tjaaaaaa, wie denke ich darüber? Nun ich gebe zu, dass ich das Programm vor einigen Jahren auch ausprobiert habe. Nein, nicht ausprobiert. Ich hab mich damit gequält. Jedes Lebensmittel, das ich aß, jede Zutat die ich beim Kochen verwendete, musste ich in diversen Listen suchen gehen um zu erfahren, wieviel Punkte das nun genau hat. Viele Lebensmittel konnte ich in den Listen gar nicht finden und wusste somit nicht, wieviel Punkte ich dafür verwenden musste. Ein paar Wochen lang hab ich mich mit dieser Sache herumgespielt, danach hab ich frustriert das Handtuch geworfen.

Ich verstehe nicht – ich meine, vom geschäftlichen Standpunkt aus gesehen verstehe ich natürlich sehr gut! – warum man gängige Einheiten wie Kalorien, Fettgehalt, Eiweißgehalt, Kohlenhydratgehalt in Punkte, Wäscheklammern, Hosenknöpfe oder sonstwas umrechnen muss, wenn doch diese gängigen Nährwertangaben auf so gut wie jedem Lebensmittel draufstehen? Warum kann man nicht einfach mit diesen Nährwerten arbeiten und den Leuten sagen, Ihr dürft pro Tag soundsoviel Kalorien, soundsoviel Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate etc. essen. Das wäre sehr einfach und völlig problemlos in den Alltag zu integrieren, ohne Listen, Rechner und Kalkulatoren schwingen zu müssen.

ACH!!! Schon vergessen. Das gibt es ja schon! Nennt sich Aiqum!

Nein, ich will das Punktesystem nicht schlecht machen. Die Ernährungsweise, die da empfohlen wird, ist ja im Prinzip gut. Ich kritisiere nur die Umrechnerei, weil es die Menschen in Abhängigkeit von dem Unternehmen bringt. Und weil das Programm durch das Umrechnen in eine andere (völlig überflüssige) Einheit total verkompliziert wird.

Ich bin mein größtes Vorbild!

Vor einem Jahr gab es da eine Frau. Eine ziemlich dicke Frau, sie wog zu Winterbeginn etwa 140 Kilo. Es war ein harter und strenger Winter, sehr kalt und wirklich sehr viel Schnee. Diese Frau hatte vor einem Jahr nur EIN ganz, ganz großes Ziel: ABNEHMEN.

Um dieses Ziel zu erreichen, war sie echt wahnsinnig stur. Zehn Minusgrade, Schneegestöber, Sturm, Eis auf den Gehwegen? Kein Problem für sie. Frühmorgens noch im Stockdunkeln warf sie sich in warme Sportklamotten und walkte durch die Gegend. Unbeirrbar, unaufhaltsam, Tag für Tag, den ganzen grausigen kalten Winter über. Außerdem behielt sie unverdrossen ihr neues Ernährungsprogramm bei, ohne Ausnahme. Am Ende des Winters wog sie unter 120 Kilo. Mehr als 20 Kilo abgeworfen in diesen wenigen Monaten.

Selbe Frau, letzte Woche. Steht morgens auf um laufen zu gehen, schaut aus dem Fenster – was für ein Wind. Nee, heute lieber nicht. Zurück ins Bett. Nächster Tag, wieder aufstehen und Blick aus dem Fenster – es schüttet wie aus Eimern. Zurück ins Bett.

Ja bin ich eigentlich komplett von allen guten Geistern verlassen? Die 140kg-Frau vom letzten Jahr würde mir einen Tritt in den Allerwertesten geben, und den hab ich auch mehr als verdient! Im Vergleich zu heute wiegt sie fast 40 Kilo mehr als ich, hat Rückenschmerzen, ist relativ unbeweglich durch ihr Gewicht, geniert sich auf die Straße zu gehen. Trotzdem ist sie nicht von ihrem Programm abzuhalten. Und ich? Faule Socke.

Ich habe mir ein Beispiel an der guten Frau genommen und bin vorgestern bei eisigem Wind laufen gewesen, gestern kam dann zum eisigen Wind noch Schnee dazu, und heute war es statt Schnee Eis, das mir meine Laufstrecke versüßte. Aber egal, nichts hälft mich mehr auf! Ich werde doch nicht hinter meinem 140kg-Ich hinterherhinken! Aber wirklich nicht.

Geschrieben von Enigma am Montag 16. Januar 2012

Beim Abnehmen den Jojo-Effekt vermeiden

Alle Jahre wieder – rund um mich, sowohl im “echten Leben” als auch in der virtuellen Welt sprühen die Menschen vor Neujahrsvorsätzen und wollen endlich den ungeliebten Pfunden zu Leibe rücken. Was mich momentan ein wenig schockiert: Von allen Seiten höre und lese ich, dass unglaublich viele Leute von denen, die in den letzten 1-2 Jahren einiges abgenommen haben, jetzt wieder ziemlich genau das Gewicht von vor der Diät haben. Herr Jojo hat also wieder fleißig zugeschlagen!

Ich kenne das aus jahrelanger eigener leidvoller Erfahrung. Man quält sich mit irgendeiner Diät herum, kämpft sich die Kilos runter, und wenn man mit der Diät aufhört kommen die Kilos schneller zurück als man schauen kann.

Wie kann man den Jojo-Effekt vermeiden?

Ich glaube, ein Hauptfehler beim Abnehmen ist der, dass man nicht langfristig denkt. Man möchte schnellen Erfolg haben. Deshalb stürzt man sich auf die nächstbeste Modediät, die gerade in den Zeitschriften angepriesen wird. Damit verschwinden die Kilos auch erstmal recht schnell, nur sind diese Diäten meistens nicht langfristig durchzuhalten. Sie lassen sich oft nicht in den Alltag integrieren, vor allem wenn man Familie hat. Nach einiger Zeit wirft man die Flinte ins Korn, isst wieder wie zuvor und schneller als man schauen kann, hat man wieder das alte Gewicht (oder gar noch mehr). Das Problem: Die Abnehmmethode ist einfach falsch! Weil nicht langfristig durchführbar.

Ein anderes klassisches Problem, das mir oft zum Verhängnis geworden ist: Fast jeder erreicht beim Abnehmen irgendwann eine sogenannte Plateauphase. Das Gewicht bleibt stehen. Wochenlang, mitunter monatelang. Vielleicht nimmt man sogar ein bißchen wieder zu. Das kann so dermaßen frustrieren, dass man die Diät als gescheitert ansieht und meint es wäre sinnlos, damit weiterzumachen. Auch hier fällt man dann wieder in alte Essmuster zurück und, naja, das Ende der Geschichte ist uns allen wohlbekannt.

Um den Jojo-Effekt zu vermeiden rät Aiqum, keine Diäten im herkömmlichen Sinn zu machen, sondern die Ernährung dauerhaft umzustellen. So langweilig, abgedroschen, unspannend und ausgelutscht das auch klingen mag: Es stimmt! Nur wenn man die “Diät”, die neue Ernährungsweise, als etwas Dauerhaftes, Lebenslanges ansieht, wird man Erfolg haben. Nur wenn man nicht von einer Diät zur nächsten purzelt und sich die Kilos auf radikale Art hinunterzwingt, haben Körper und Stoffwechsel eine Chance, aktiv und leistungsfähig zu bleiben. Nur wenn man konsequent dranbleibt, kann man dauerhaft abnehmen.

Natürlich heißt das nicht, dass man sich nie wieder einen großen Eisbecher mit Schlagsahne oder ein Riesenschnitzel mit Pommes gönnen darf. Aber eins muss einem einfach klar sein: Die Ernährungsweise, die einen dick gemacht hat, wird einen nach erfolgter Gewichtsabnahme ebenfalls dick machen, wenn man wieder zu ihr zurückkehrt. Kleine und große “Sünden” sind aber durchaus erlaubt, wenn man sie wieder ausgleicht. Das geht am besten mit Sport! Und / oder an den Folgetagen weniger essen.

Ich bin jedenfalls sehr stolz darauf, dass ich meine Abnahme bis jetzt so gut halten und verteidigen konnte. Und ich bin ganz fest entschlossen eine von denen zu sein, die ihr Gewicht wirklich dauerhaft reduzieren können!